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Lungensport macht fit zum Atmen!

Unter diesem Motto wurde 1999 die Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e. V. gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Personen und Institutionen zur Förderung der Bewegungstherapie und des körperlichen Trainings für Patienten mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten. Ziel der Arbeitsgemeinschaft Lungensport ist die Gewährleistung einer bundesweiten flächendeckenden und wohnortnahen Versorgung für Patienten mit Atemwegs-und Lungenkrankheiten. Bundesweit gibt es derzeit rund 750 Lungensportgruppen, mit steigender Tendenz.

Zu den Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft zählen u. a. die Aufklärung und Beratung von Patienten über die positive Auswirklung körperlichen Trainings, Informationen zum ambulanten Lungensport, Öffentlichkeitsarbeit zu den Möglichkeiten gezielter sportlicher Betätigung von Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen, Ausbildung von qualifizierten Lungensporttrainern, Beratung und Unterstützung bei der Gründung und dem Aufbau von neuen und Support von bereits bestehenden Lungensportgruppen, Unterhaltung eines Lungensportregisters sowie Bereitstellung von Promotionsmaterialien für die einzelnen Lungensportgruppen.

Lungensport – was bringt das?

Menschen mit einer chronisch obstruktiven Atemwegs- und Lungenkrankheit haben unter körperlichen Belastungen schnell Atemnot und weichen Belastungen deshalb häufig aus: Oft ist der Weg zu weit, die Tasche zu schwer, die Treppe zu hoch. Man gerät schnell außer Atem, muss stehen bleiben und erst einmal Luft schöpfen. Vieles im tagtäglichen Leben wird anstrengend, die Unsicherheit nimmt zu und die soziale Anbindung geht immer mehr verloren. Ein Teufelskreis. Neben der medikamentösen Therapie ist vor allem die Bewegungstherapie in Form eines kontinuierlich durchgeführten, speziell auf die Erkrankung ausgerichteten körperlichen Trainings ausschlaggebend für den Behandlungserfolg.

Neben Spaß und Freude an der Bewegung und am Gruppenerlebnis spüren die Beteiligten am Lungensport sehr schnell die positiven Auswirkungen:

  • Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination
  • Erhöhung der Leistungsfähigkeit
  • Verbesserung der Alltagsbewältigung
  • Abbau von Ängsten
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Stärkere soziale Einbindung durch gemeinsame Aktivitäten
  • Verbesserung der Lebensqualität

Alle in der Gruppe durchgeführten Übungen orientieren sich am Alter und am Schweregrad der Erkrankung der einzelnen Gruppenmitglieder, sodass niemand überfordert wird. Die Inhalte einer Übungsstunde sind abwechslungsreich gestaltet. Im Vordergrund stehen Elemente des Kraft- und Ausdauertrainings sowie des Bewegungs- und Koordinationstrainings, ergänzt durch atemgymnastische Übungen und Entspannungselemente. Mit den gezielten und an die Krankheitssituation der einzelnen Teilnehmer angepassten Trainingsmaßnahmen des Lungensportes wird die körperliche Leistungsfähigkeit gestärkt und als Folge die Lebensqualität verbessert.

Die Teilnahme – nach Verordnung durch den behandelnden Pneumologen – an ambulanten Lungensportgruppen hängt im Wesentlichen vom Schweregrad der funktionellen Beeinträchtigung aufgrund der vorliegenden obstruktiven Atemwegserkrankung sowie möglicher Begleiterkrankungen ab. Die AG Lungensport in Deutschland e. V. hat entsprechende Ein- und Ausschlusskriterien für die Teilnehmer am Lungensport definiert, die im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung vor Aufnahme des Lungensportes überprüft werden.

Quelle: COPD und Asthma 1/11

05.03.12

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