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MS-Therapie ergänzen

Viele MS-Patienten greifen in Deutschland bei der Therapie von MS und ihrer Symptome auch auf komplementäre Medizin zurück. Der Begriff „komplementär“ sagt aus, dass diese Maßnahmen die gängigen medikamentösen Behandlungen nicht ersetzen, sondern sie sinnvoll ergänzen können.

Umfassende wissenschaftliche Studien zum Wert der komplementären Verfahren, wie sie bei konventionellen Behandlungsmethoden üblich sind, liegen wenig vor. Doch sofern eine Maßnahme zur Entspannung und seelischen Balance beiträgt, kann sie positiv zur Krankheitsbewältigung beitragen.

Die Palette der alternativmedizinischen Methoden bei MS reicht von Akupressur und Akupunktur, Atem- und Aromatherapie, autogenes Training, Biofeedback, Chiropraktik und Osteopathie, Feldenkrais, Homöopathie, Kneipp-Anwendungen, Musik- und Klangtherapie, Phytotherapie, Qigong, Sauerstofftherapie, Shiatsu, Tai-Chi bis zu Yoga.

Einige dieser Methoden möchten wir hier im Einzelnen beleuchten:

So konnte gezeigt werden, dass das ursprüngliche chinesische Schattenboxen Tai-Chi mit seinen fließenden Bewegungen kombiniert mit Atem- und Meditationstechniken bei älteren Patienten den Bewegungsablauf beim Gehen verbesserte. Qigong, ebenfalls eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform, trainiert Geist und Körper und kann sich dadurch positiv auf das Konzentrationsvermögen auswirken. Auch Yoga zielt auf den Einklang von Körper und Geist ab: Mit regelmäßigen Atem-, Dehn- und Entspannungsübungen lässt sich u. U. eine Stabiliserung des Kreislauf-, Nerven- und Drüsensystems erreichen. Es kann sich als hilfreich bei Fatigue erweisen.

Beim Feldenkrais soll die eigene Wahrnehmung gestärkt werden. Falsche Körperhaltungen sollen bewusst wahrgenommen und quasi „umerzogen“ werden, sodass Verspanungsschmerzen und Muskelsteifigkeit u. U. verhindert werden. Autogenes Training kann zur Entpsannung beitragen. Akupunktur kann u. U. in der Schmerzbehandlung und bei Muskelkrämpfen eingesetzt werden. Außerdem kann sie u. U. die Blasenfunktion verbessern.

Dass sich Ginkgo u. U. positiv auf kognitive Störungen auswirkt, könnten eventuell auch MS-Erkrankten nutzen. Die positive Auswirkung von Cannabis auf den Krankheitsverlauf wird stark diskutiert. Forscher erhoffen sich eine symptomatische Wirkung hinsichtlich Schmerz, Spastik und Tremor.

Der Wirkungsgrad alternativer Heilmethoden ist je nach Methode, aber auch je nach individueller Konstitution sehr unterschiedlich, doch die Chance besteht, das Leben mit MS zu erleichtern und die Lebensqualität zu erhalten. Welche Methode für Sie individuell geeignet ist, besprechen Sie unbedingt mit dem behandelnden Arzt.

Quelle: BMS 3/2011

28.12.11

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