- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Krebs - Magenkrebs

Magenkrebs

Magenkrebs ist auch unter dem Begriff Magenkarzinom bekannt. Diese Art von Krebs ist bösartig und befällt den Magen. Magenkrebs entsteht wie alle Arten von Krebs durch ein unkontrolliertes Zellwachstum in/an einzelnen Organen oder Geweben. Ist dieses unkontrollierte Zellwachstum bösartig, bildet sich daraus nicht nur ein Tumor, sondern es geht möglicherweise auch auf angrenzendes gesundes Gewebe über. In der Folge kann dieses Gewebe ebenfalls zerstört werden. Eine Kettenreaktion beginnt.

Je nachdem welches Gewebe bei der Entstehung von Magenkrebs beteiligt ist unterscheidet man folgende Formen von Magenkrebs:

  • Magenkarzinom oder Adenokarzinom: Magenkrebs tritt in dieser Form am Häufigsten auf. Ein Magenkarzinom entsteht, wenn die Magenschleimhaut, die den Magen von innen auskleidet, Ursprung des unkontrollierten Zellwachstums ist. In dieser Magenschleimhaut liegen viele sogenannte Drüsenzellen, die unter anderem die Verdauungssäfte produzieren. Ist von Magenkrebs die Rede, handelt es sich in den meisten Fällen um ein Magenkarzinom.
  • Leiomyosarkom: Diese seltenere Form von Magenkrebs wird auch den Weichteilsarkomen zugeordnet. Die Muskelzellen des Magens vermehren sich beim Leiomyosarkom unkontrolliert.
  • Gastrointestinale Stroma-Tumoren (GIST): Dies ist ebenfalls eine recht seltene Form von Magenkrebs. Gastrointestinale Stroma-Tumoren können in allen Bereichen des Magen-Darm-Trakts auftreten. Am häufigsten werden sie aber in der Regel im Magen oder im Dünndarm nachgewiesen.
  • MALT-Lymphom: Auch hierbei handelt es sich um eine relativ seltene Form von Magenkrebs. Das unkontrollierte Zellwachstum beginnt im lymphatischen Gewebe, welches mit der Magenschleimhaut verbunden ist.

Anatomie des Magens

Der Magen befindet sich am Ende der Speiseröhre im Oberbauch. Er ist ein birnenförmiges Hohlorgan, das beim Erwachsenen ungefähr 25 bis 30 cm lang ist. Der Magen wird in mehrere Abschnitte untergliedert: die Speiseröhrenmündung (Magenmund, lat. Cardia), die Magenwölbung (Fundus), den Magenkörper (lat. Corpus), den Abschnitt vor dem Magenpförtner (lat. Antrum) und den Magenpförtner (lat. Pylorus), der den Übergang zum Dünndarm bildet.

Im Inneren ist der Magen mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die u. a. die zur Verdauung notwendige Magensäure produziert. Die Magenschleimhaut (lat. Tunica mucosa gastrica) ist aus einer Deckschicht (Epithel), einer Eigenschicht und einer Verbindungsschicht zur Muskulatur der Magenwand aufgebaut. In der Eigenschicht befinden sich u. a. die Drüsen, aus denen Magenkrebs häufig hervorgeht.

Statistische Zahlen zu Magenkrebs

Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt an, dass in Deutschland jedes Jahr rund 15.600 Menschen an Magenkrebs erkranken. Mit einem Anteil von fast 60 % sind es in der Mehrzahl Männer, die an dieser Krebsform leiden. Bei Männern stellt Magenkrebs die achthäufigste, bei Frauen die neunthäufigste Krebserkrankung dar. Im Mittel sind Männer zum Zeitpunkt der Diagnose rund 72 Jahre alt, Frauen erkranken meist erst mit ca. 75 Jahren. Beobachtungen ergaben, dass in den letzten Jahrzehnten sowohl die Erkrankungsrate als auch die Sterblichkeit bei Magenkrebs rückläufig sind.

Wie ist die Prognose bei Magenkrebs?

Je früher Magenkrebs entdeckt wird, desto besser ist die Chance einer Heilung. Magenkrebs gehört zu den Formen von Krebs, die meist relativ spät entdeckt werden. Die Symptome können oft nicht richtig gedeutet werden. Magenkrebs lässt sich in der Regel durch eine Biopsie im Rahmen einer Magenspiegelung diagnostizieren.

Aufgrund der meist späten Diagnose sind die Überlebensraten bei Magenkrebs nicht sehr günstig. 5 Jahre nachdem bei den Betroffenen Magenkrebs diagnostiziert wurde, leben statistisch gesehen etwa 30 % der Betroffenen.

Antje Habekuß, Melissa Seitz

12.04.17

Magenkrebs
Newsletter An-/Abmeldung

Code: SXEV

Schriftzug Anzeige