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Magenkrebs ist auch unter dem Begriff Magenkarzinom bekannt. Diese Art von Krebs ist bösartig und befällt den Magen. Magenkrebs entsteht wie alle Arten von Krebs durch ein unkontrolliertes Zellwachstum in/an einzelnen Organen oder Geweben. Ist dieses unkontrollierte Zellwachstum bösartig, bildet sich daraus nicht nur ein Tumor, sondern es geht möglicherweise auch auf angrenzendes gesundes Gewebe über. In der Folge kann dieses Gewebe ebenfalls zerstört werden. Eine Kettenreaktion beginnt.
Je nachdem welches Gewebe bei der Entstehung von Magenkrebs beteiligt ist unterscheidet man folgende Formen von Magenkrebs:
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID) in seiner 7. Auflage von 2010 die aktuell gültigen Statistiken zu diversen Krebserkrankungen vorgelegt. Darin findet sich zum Thema Magenkrebs, dass in 2006 10.620 Männer und 7.230 Frauen neu an Magenkrebs erkrankt sind. Hochgerechnet auf das Jahr 2010 wurde eine Neuerkrankung bei Männern von 11.640 und bei Frauen von 7.590 ermittelt.
Grundsätzlich sind von Magenkrebs mehr Männer als Frauen betroffen. Die Quote liegt bei etwa 3:2. Statistisch betrachtet erleiden Männer sowie Frauen Magenkrebs in einem höheren Alter. Männer sind bei der Diagnose um die 71, Frauen um die 75 Jahre alt.
In der Aufzählung der häufigsten Krebserkrankungen findet man Magenkrebs bei Männern an 5. bei Frauen an 8. Stelle. Die Zahl der Menschen, die neu an Magenkrebs erkranken oder daran sterben, ist seit ca. 30 Jahren rückläufig.
Je früher Magenkrebs entdeckt wird, desto besser ist die Chance einer Heilung. Magenkrebs gehört zu den Formen von Krebs, die meist relativ spät entdeckt werden. Die Symptome können oft nicht richtig gedeutet werden. Magenkrebs lässt sich in der Regel durch eine Biopsie im Rahmen einer Magenspiegelung diagnostizieren.
Aufgrund der meist späten Diagnose sind die Überlebensraten bei Magenkrebs nicht sehr günstig. 5 Jahre nachdem bei den Betroffenen Magenkrebs diagnostiziert wurde, leben statistisch gesehen etwa 30 % der Betroffenen.
Melissa Seitz
16.12.11