- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Atemwegserkrankungen - Schlafapnoe - Therapie - Maskenbeatmung beim Schlafen verlängert Überleben von Lungenkranken mit Schlafapnoe

Maskenbeatmung beim Schlafen verlängert Überleben von Lungenkranken mit Schlafapnoe

Lungenkranke, die eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) haben und zusätzlich unter Schlafapnoe leiden, sollten nachts mit einer Nasenatemmaske schlafen, die ihnen stetig Raumluft mit geringem Überdruck zuführt. „Diese sog. CPAP-Therapie (aus dem Englischen continuous positive airway pressure) kann das krankheitsbedingt erhöhte Sterberisiko der Patienten deutlich senken und damit ihre Lebensdauer verlängern“, erläutert Prof. Dr. Heinrich Worth, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Das Schlafapnoe-Syndrom ist dadurch gekennzeichnet, dass die Atemwege während des Schlafens immer wieder in sich zusammenfallen und zu Verschluss neigen. Es kommt zu wiederholten Atemstillständen und physiologisch erzwungenen Weckreaktionen, sodass die Betroffenen keinen erholsamen Nachtschlaf finden. Durch eine CPAP-Therapie aber wird der obere Atemtrakt von innen quasi Druck-geschient und bleibt somit beim Ein- und Ausatmen stets offen. Auf diese Weise wird ein normaler Schlafablauf wieder ermöglicht und die normale Atmung unterstützt.

Bei konsequenter Anwendung sinkt das Sterberisiko und die Lebensqualität steigt

Für Patienten direkt spürbare Folgen einer obstruktiven Schlafapnoe sind eine ausgeprägte Tagesschläfrigkeit und Leistungsminderung. „Langfristig führt der durch die wiederholten Atemaussetzer bedingte Sauerstoffmangel auch zu einer Beeinträchtigung der Herztätigkeit verbunden mit arteriosklerotischen Veränderungen, die zunächst unbemerkt bleiben mögen, aber die Entwicklung eines Bluthochdrucks, plötzlicher Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigen“, warnt Prof. Worth.

„Demgegenüber können rund 70 % der Patienten, die nachts eine CPAP-Atemmaske tragen, auch ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Regelmäßig durchgeführt kann die CPAP-Therapie Patienten dazu verhelfen, dass sie sich beim morgendlichen Aufwachen frischer und ausgeschlafener fühlen, tagsüber weniger zu Schläfrigkeit neigen und gleichzeitig ihr Risiko für teils lebensbedrohliche Begleiterkrankungen senken. Das setzt allerdings voraus, dass die CPAP-Therapie wirklich konsequent durchgeführt wird, da die positiven Auswirkungen der Überdruck-Maskenbeatmung erst ab sechs Stunden Anwendung pro Nacht optimal zur Geltung kommen.“

Quelle: COPD und Asthma 1/11

05.03.12

Newsletter An-/Abmeldung

Code: ATAX