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Urtikaria: Signalwege der Mastzellen als Angriffspunkte für neue Therapie

Mastzellen helfen bei der Infektionsabwehr als „Vorhut des Immunsystems“ maßgeblich mit und sind u. a. an der Entstehung von Allergien und Asthma beteiligt. Sie sind „die effektivsten Zellen für die Auslösung einer Entzündung und damit für einen der wichtigsten Schutzmechanismen des Körpers“, so Prof. Marcus Maurer vom Allergie-Centrum der Charité Berlin laut Ärzte Zeitung. „Sie sagen anderen Immunzellen Bescheid, wann sie kommen müssen.“ So spielen Mastzellen bei der Vermeidung von Infektionen im Rahmen der unspezifischen Immunantwort eine Hauptrolle und könnten Angriffspunkte für neue Therapien z. B. gegen Urtikaria werden. Mastzellen tragen Rezeptoren für Neuropeptide, können also über Nervenreize aktiviert werden. Bekannt ist, dass zahlreiche chronisch-entzündliche Erkrankungen sich bei Stress verschlechtern.

Die Hypothese: Unter Stress werden Verschlimmerungen chronisch-entzündlicher Erkrankungen hervorgerufen durch eine über Neuropeptidausschüttung bewirkte Mastzellaktivierung. Dies würde bedeuten, dass man ggf. durch gegen Mastzellen gerichtete Therapien z. B. Urtikaria oder Mastozytose bekämpfen könnte. Es gelte, die nützlichen Effekte der Mastzellen beizubehalten und schädliche Signalwege zu blockieren, erläuterte Maurer. Strategien, die sich gegen die IgE-vermittelte Mastzellaktivierung richteten, halte er für vielversprechend, es gebe bei Urtikaria-Patienten schon gute Studiendaten. Auch andere Aktivierungswege der Mastzellen könnten Angriffspunkte für hemmende Medikamente sein.

Patient und Haut 1/2011

06.07.11

Entstehung von Nesselsucht
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