Tabletten oder Kapseln werden am besten im Sitzen oder Stehen mit viel Wasser geschluckt. Im Liegen eingenommen, können einige Arzneimittel unbemerkt in der Speiseröhre haften bleiben.
Wissenschaftler des Homburger Instituts für Pharmakologie haben zusammen mit Kollegen des Instituts für Physiologie der Universität Leuven in Belgien einen bisher unbekannten Mechanismus identifiziert, der bei der Auslösung von Allergien und allergischen Reaktionen eine entscheidende Rolle spielt.
Bei immer mehr Menschen treten nach der Einnahme von Arzneimitteln allergische Reaktionen auf. Hautärzte erlebten derzeit eine „Renaissance der Nebenwirkungen“ durch Medikamente, erklärte der Göttinger Dermatologe und Allergologe Prof. Dr. Thomas Fuchs bei einer Tagung der Universitätsmedizin Göttingen.
Ein Pflanzenextrakt hilft besser gegen Heuschnupfensymptome als die üblicherweise verschriebenen Medikamente, welche die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen. Das haben Forscher des Zentrums Allergie und Umwelt (Zaum) vom Helmholtz Zentrum München und der TU München herausgefunden.
Ob Medikamente vor, während oder nach dem Essen eingenommen werden sollten, hängt vom jeweiligen Arzneimittel ab. Soll die Wirkung möglichst schnell einsetzen, etwa bei einer Kopfschmerztablette, ist die Tabletteneinnahme vor einer Mahlzeit auf nüchternen Magen empfehlenswert.
An heißen Sommertagen sollten Arzneimittel nicht im Auto aufbewahrt werden. Einige Arzneiformen wie Dosieraerosole oder Zäpfchen können unter der starken Erwärmung unbrauchbar oder unwirksam werden. Durch eine zu starke Erwärmung können Spraydosen aufreißen oder explodieren. Zäpfchen wiederum können schmelzen. Beim Abkühlen verteilt sich der Wirkstoff in der Zäpfchengrundlage ungleichmäßig, wodurch die Wirkung des Arzneimittels beeinflusst werden kann.
Aus gutem Grund sind viele Arzneimittel verschreibungspflichtig. In falscher Einschätzung eingesetzt, sind sie nicht nur wirkungslos, sondern können auch unberechenbare, gefährliche Wirkungen haben.
Der Weg zur nächsten Apotheke kann im Ausland weiter sein als daheim. Deutsche Urlauber müssen sich in anderen Staaten darauf einstellen, dass sie nicht überall eine ebenso flächendeckende Arzneimittelversorgung vorfinden wie zuhause. Darauf weist die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin.
Jede Selbstmedikation ohne ausführliche Beratung durch den Apotheker kann Risiken bergen, so Apotheker Dr. Rolf-Günther Westhaus beim Gesundheitspresse-Seminar der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Einnahme rezeptfreier Medikamente kann zum Beispiel Symptome schwerwiegender Erkrankungen verschleiern.
Wer Arzneimittel einnimmt, sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker Alkohol trinken. Bei einigen Medikamenten können zum Teil schwerwiegende Wechselwirkungen auftreten, andere werden durch Alkohol nicht beeinflusst. "Die möglichen Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Alkohol sind vielfältig", so Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. "Auf der sicheren Seite sind Patienten, die während der Arzneimitteltherapie vollständig auf Alkohol verzichten.
Die Medical Defence Union warnt Ärzte davor, in medizinischen Aufzeichnungen Abkürzungen zu verwenden. Immer wieder werde durch Unklarheiten das Leben der Patienten gefährdet. Schwierigkeiten entstehen vor allem dadurch, dass Abkürzungen mehr als eine Bedeutung haben können oder falsch interpretiert werden.
Die Universitätsapotheke am Tübinger Uniklinikum kennt eine ganze Reihe von Fehlern bei der Medikamenteneinnahme, die den Patienten zumeist gar nicht bewusst sind und doch weitreichende Folgen haben können. Bleibt dann die erhoffte Wirkung eines Medikaments aus, sinkt oft auch noch die Motivation des Patienten, die Arznei regelmäßig weiter einzunehmen.
Milchzucker (Lactose) ist bei der Herstellung von Tabletten ein weit verbreiteter Hilfsstoff. Auch Menschen mit einer Milchzucker-Unverträglichkeit (Lactose-Intoleranz) können Tabletten meist ohne Probleme einnehmen, denn die enthaltenen Mengen Milchzucker sind sehr gering.
Durch einen Preisvergleich bei rezeptfreien Medikamenten können Verbraucher viel Geld sparen. Oft ist der Kauf in der Apotheke um die Ecke teurer als bei einer Internet-Apotheke. Der Unterschied liegt für einen durchschnittlichen Arzneimittelkorb bei bis zu 86 Prozent. Das geht aus einer Stichprobe der WDR Verbraucherredaktion hervor.
Ein Extrakt aus Pestwurz hilft möglicherweise besser gegen Heuschnupfen-Symptome als die üblicherweise verschriebenen Medikamente, welche die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen. Das haben Forscher am Zentrum Allergie Umwelt (ZAUM) des Münchner Helmholtz-Zentrums und der TU München herausgefunden.
Testen, welche chemischen Substanzen allergische Reaktionen hervorrufen können - das geht bisher nur im Tierversuch. Im Projekt »Sens-it-iv« arbeiten Forscher an neuen Verfahren: Sie sollen das allergische Risiko von Chemikalien zuverlässig voraussagen - ohne Tierversuche. Die Gefahr lauert überall: in Textilien, Kosmetika, Medikamenten, Waschmitteln, Lebensmitteln, Spielzeugen oder gar am Arbeitsplatz - Substanzen, die Allergien auslösen können, sind immer präsent.
Jahrelang litt ich unter heftigen Atemnot-Attacken, war ständig kurzatmig und das Sprechen fiel mir schwer. Zu dem Asthma und den schweren Allergien gesellten sich immer mehr Symptome, wie rheumatische Beschwerden, epileptische Anfälle, heftige Reaktionen auf Duftstoffe und Schlafstörungen. Ich war vollkommen am Ende, fühlte mich aus der Bahn geworfen und wusste weder ein noch aus. Vieles habe ich ausprobiert, manchmal hatte ich kleinere Erfolgserlebnisse, andere Versuche waren weniger nutzbringend. Heilung war nicht in Sicht. Ich bekam verschiedene Medikamente verordnet, wodurch ich etwas Erleichterung erfuhr. Heute benötige ich nur noch einige wenige Medikamente.
Ein anaphylaktischer Schock ist die gefährlichste, weil potenziell tödliche Form einer allergischen Reaktion. Er kann etwa beim Genuss von Erdnüssen auftreten, bei der Behandlung mit einem Antibiotikum oder anderen Medikamenten oder durch einen Insektenstich.
Auch Allergikerinnen werden schwanger – wenn man einer dänischen Untersuchung Glauben schenkt, sogar schneller als andere Frauen. Ist die Schwangerschaft eingetreten, kommen viele Fragen auf: Kann die Patientin ihre antiallergischen Medikamente weiter nehmen? Was tun bei einem Asthmaanfall? Muss man die Hyposensibilisierung abbrechen? Grundsätzlich gilt: Auch in der Schwangerschaft sollten Allergien behandelt werden. Allerdings sind einige Besonderheiten zu beachten.