- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Stoffwechselerkrankungen - Metabolisches Syndrom - Diagnose des Metabolischen Syndroms

Diagnose des Metabolischen Syndroms

Allgemein liegt ein metabolisches Syndrom vor, wenn drei der folgenden Faktoren erfüllt sind: gestörte Glucosetoleranz, beziehungsweise Insulinresistenz oder Diabetes mellitus, viszerale Adipositas, Hypertonie, erhöhte Triglyzeridwerte und vermindertes HDL-Cholesterin.

Bei der Anamnese sollte das familiäre Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus und Stoffwechselerkrankungen abgeklärt werden. Neben der Bestimmung des Bauchumfangs oder des BMI, wird ein Blutbild zur Kontrolle der Lipidwerte und des Blutzuckerspiegels angefertigt. Neben der Bestimmung des aktuellen Blutzuckerspiegels kann ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt werden.

Kriterien für die Diagnose des Metabolischen Syndroms

Im weltweit gültigen ICD-10 Katalog ist das Metabolische Syndrom noch nicht erfasst. Das Metabolische Syndrom wird heute meist anhand bestimmter Kriterien diagnostiziert, bei denen man sich auf die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, der Internationalen Diabetes-Föderation, IDF, und des National Cholesterol Education Program stützt.

Von einem Metabolischen Syndrom spricht man, wenn mindestens drei Kriterien erfüllt sind: ein Taillenumfang bei Männern von mehr als 94 cm und bei Frauen von mehr als 80 cm, zu niedriges HDL-Cholesterin, Bluthochdruck, ein erhöhter Blutglukosespiegel im nüchternen Zustand und zu hohe Triglyzeridwerte.

Erste Schritte bei der Diagnose eines Metabolischen Syndroms

Um ein Metabolisches Syndrom diagnostizieren zu können, stehen zu Beginn eine umfassende ärztliche Untersuchung, Laboruntersuchungen und eine gründliche Anamnese, die systematische Befragung des Patienten, der unter dem Metabolischen Syndrom leidet, durch den behandelnden Arzt. In dieser wird geklärt, ob es in der Familie des vom Metabolischen Syndrom betroffenen Menschen bereits Fälle von Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder Blutdruck gegeben hat. Auch die Fragen, ob Verwandte bereits Schlaganfälle oder Herzinfarkte hatten, stehen im Fokus der Anamnese. In der körperlichen Untersuchung geht es darum festzustellen, ob der Mensch, bei dem ein Metabolisches Syndrom vermutet wird, übergewichtig ist.

Ermittlung von Übergewicht

Besonders Menschen, bei denen am Bauch Fetteinlagerungen auftreten, sind häufig von einem Metabolischen Syndrom betroffen. Diese Ansammlung von Fettzellen am Bauch und in der Taille weist darauf hin, dass sich auch im Inneren des Körpers Fettzellen befinden. Besonders das innere Bauchfett, auch intraabdominales Fett oder viszerales Fettgewebe genannt, begünstigt ein Metabolisches Syndrom. Denn das innere Bauchfett beeinflusst den Zuckerstoffwechsel. Die Folge können Fettstoffwechselstörungen und Diabetes sein.

Zur Ermittlung des Übergewichtes und der Fetteinlagerungen am Bauch wird der Taillenumfang des betroffenen Menschen ermittelt. Männer mit einem Bauchumfang von über 94 cm und Frauen mit einem Bauchumfang ab 80 cm sind häufig gefährdet. Auch der Body-Mass-Index, kurz BMI, des vom Metabolischen Syndrom gefährdeten Menschen wird ermittelt. Ermittelt wird der BMI durch eine Formel. Bei dieser wird das Körpergewicht (in Kilogramm) durch die Körpergröße im Quadrat (in Metern) geteilt. Berücksichtigt werden müssen das Alter und das Geschlecht der jeweiligen Person. Von einem Normalgewicht spricht man, wenn der BMI-Wert zwischen 18 kg/m² und 25 kg/m² liegt. Als übergewichtig gelten Menschen, deren Wert bei 25 kg/m² bis 30 kg/m²liegt. Liegt der Wert bei 30 kg/m² bis 40 kg/m², spricht man von Adipositas.

Ermittlung von Bluthochdruck

Zur Diagnose eines Metabolischen Syndroms gehört das Messen des Blutdrucks. Das Gesundheitsrisiko vergrößert sich für die betroffenen Menschen, wenn der Blutdruck zu hoch ist. Als Grenzwert gilt 130 als oberer Wert (systolischer Wert) und ein unterer Wert (diastolischer Wert) von 85.

Ermittlung der Blutfettwerte und des Blutzuckers

Bei Menschen, bei denen ein Metabolisches Syndrom vermutet wird, werden auch die Blutfettwerte und der Blutzucker bestimmt. Denn bei der Entstehung des Metabolischen Syndroms spielen auch ein erhöhter Blutzuckerspiegel und ungünstige Blutfettwerte eine bedeutsame Rolle. Für den Blutzuckerspiegel gelten 100 mg/dl als Obergrenze bei Menschen, die bei der Messung nüchtern sind, also nichts gegessen oder getrunken haben.

Tim Bauer, Daniela Lukaßen

06.05.14

Diagnose
Newsletter An-/Abmeldung

Code: WPGT