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Metabolisches Syndrom

Unter dem Begriff Metabolisches Syndrom, auch Syndrom X oder Insulinresistenz-Syndrom genannt, wird das Auftreten verschiedener Symptome verstanden, die zusammengefasst einen unabhängigen Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes mellitus darstellen. Komponenten, die das Metabolische Syndrom ausmachen, sind viszerale Adipositas, arterielle Hypertonie, Fettstoffwechsel- und Kohlenhydratstoffwechselstörungen.

Obgleich das Konzept des Metabolischen Syndroms bereits in den 1920er-Jahren von einem schwedischen Mediziner beschrieben wurde, wurde eine international anerkannte Definition erst 1998 entwickelt. Es existieren verschiedene Definitionen von unterschiedlichen Organisationen, die ständigen Modifizierungen unterliegen. Dies erschwert eine konsistente Angabe zur Häufigkeit des Metabolischen Syndroms. So liegt diese abhängig von der für die jeweilige Studie verwendeten Definition in Deutschland zwischen 19 % und 31 %. Die Unterschiede zwischen den Definitionen der Expertengruppen liegen in den Grenzwerten und in der Gewichtung der Kriterien, die erfüllt sein müssen, um eine entsprechende Diagnose zu stellen.

Der Begriff Metabolisches Syndrom

Der Begriff Metabolisches Syndrom stammt aus dem Griechischen. Metabolisch bedeutet stoffwechselbedingt. Wenn mehrere Symptome gleichzeitig auftreten, spricht man von einem Syndrom. Beim Metabolischen Syndrom treten in der Regel verschiedene Symptome gleichzeitig auf. Bezeichnet wird das Metabolische Syndrom auch als Reaven-Syndrom oder Syndrom X. Die Faktoren, die für das Metabolische Syndrom eine Rolle spielen, werden auch als „Tödliches Quartett“ bezeichnet.

Da das Metabolische Syndrom oft als eine Folge von wenig körperlicher Bewegung und falscher, beziehungsweise übermäßiger Ernährung entsteht, spricht man auch von einer Wohlstandskrankheit oder Zivilisationskrankheit. Besonders Menschen mit starkem Übergewicht, sind gefährdet, am Metabolischen Syndrom zu erkranken.

Merkmale des Metabolischen Syndroms

Häufig bleibt ein Metabolisches Syndrom zunächst unbemerkt. Menschen, die etwa unter einem zu hohen Blutdruck leiden, verspüren lange Zeit keine Beschwerden. Allerdings kann es bei ihnen zu Symptomen wie etwa Nasenbluten oder Kopfschmerzen kommen. Meist leiden Menschen mit dem Metabolischen Syndrom unter Adipositas (starkes Übergewicht), einem erhöhten Blutzuckerspiegel, Bluthochdruck und einem gestörten Fettstoffwechsel. Auch eine verstärkte Blutgerinnung sowie eine erhöhte Harnsäurewerte treten bei Menschen, die unter dem Metabolischen Syndrom leiden, häufig ebenso auf, wie etwa niedrig-gradige Entzündungen.

Das Metabolische Syndrom betrifft den Stoffwechsel des betroffenen Menschen. Kontrovers diskutiert wird die Frage, welche der vier Faktoren auftreten müssen, damit man von einem Metabolischen Syndrom sprechen kann. Die Ursache für ein Metabolisches Syndrom sehen viele Ärzte vornehmlich im Übergewicht. Wenn neben dem Übergewicht mindestens zwei andere Faktoren zutreffen, wie ein erhöhter Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte, kann i. d. R. von einem Metabolischen Syndrom gesporchen werden.

Durch das Auftreten des Metabolischen Syndroms können auch Folgeerkrankungen, wie etwa ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt, begünstigt werden. Das Ziel bei der Behandlung eines Metabolischen Syndroms ist es darum immer, mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern und generell Gewicht zu reduzieren.

Übergewicht und Diabetes mellitus

Ein Merkmal für das Metabolische Syndrom ist hohes Übergewicht, Adipositas. Gefährlich ist dabei insbesondere das Fett, das sich am Bauch und in der Taille ansammelt.

Diabetes verursacht zunächst häufig keine Beschwerden und entwickelt sich oft unbemerkt. Diabetes mellitus ist ein Merkmal für das Metabolische Syndrom. Er kann sich als Folge des Übergewichtes entwickeln.

Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck

Ein Merkmal für das Metabolische Syndrom sind ungünstige Blutfettwerte. Während die Triglyzeride erhöht sind, sind die HDL-Werte (High-Density-Lipoprotein) zu niedrig.

Ursache für einen zu hohen Blutdruck ist häufig hohes Übergewicht. Der zu hohe Blutdruck, der ein Merkmal für das Metabolische Syndrom ist, kann zu einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt führen.

Die Behandlung des Metabolischen Syndroms

Eine allgemeingültige Behandlung für Menschen, die unter dem Metabolischen Syndrom leiden, gibt es nicht. Im Fokus bei der Behandlung des Metabolischen Syndroms steht die Behandlung einzelner Ursachen. Eine wichtige Rolle spielt die Bewegung. Durch regelmäßige körperliche Bewegung können die Blutwerte reguliert und der Blutdruck gesenkt werden.

Zudem hilft die Bewegung den vom Metabolischen Syndrom betroffenen Menschen meist dabei, abzunehmen. Auch ein gesundes und bewusstes Essverhalten unterstützt die Behandlung des Metabolischen Syndroms positiv. Medikamente können zur Behandlung der einzelnen Ursachen des Metabolischen Syndroms eingesetzt werden.

Tim Bauer, Daniela Lukaßen

06.05.14

Metabolisches Syndrom
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