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Massage

Ursprünge der Massage

Schon seit Jahrtausenden werden Massagen zur Schmerzlinderung eingesetzt, die Massage zählt somit zu den wohl ältesten Heilmitteln der Menschheit. Der Ursprung der Massage wird dabei im östlichen Afrika sowie auf dem asiatischen Kontinent vermutet. Die ersten Erwähnungen der Massage als gezielte Anwendung gehen auf die Chinesen zurück, die bereits 2600 v. Chr. Massagen und gymnastizierende Übungen beschreiben. Noch weiter zurück gehen die Aufzeichnungen der Inder. Zusammen mit Kräutern und ätherischen Ölen wird die Massage ebenfalls in der indischen Heilkunst Ayurveda beschrieben.

Nach Europa kam die Massage erst viel später. Verantwortlich hierfür zeichnet der griechische Arzt Hippokrates, der das Wissen um die heilende Wirkung der Massage weiter vertiefte und niederschrieb. Später gibt auch ein weiterer bedeutender Arzt des Altertums, der griechische Arzt Galenos, Behandlungsanweisungen und Anleitungen für die Massage als Therapie. Bis weit in das Mittelalter zählt die Massage als wichtige Therapie- und Präventionsmaßnahme, gerät dann jedoch lange Zeit in Vergessenheit. Erst Paracelsus und Paré konnten die Massage im 15. und 16. Jahrhundert n. Chr. wieder zum Leben erwecken und sie in die damalige Medizin integrieren. Vornehmlich diente sie jetzt der Rehabilitation nach Operationen.

Für eine Weiterentwicklung der Massage sorgte Pehr Henrik Ling im 19. Jahrhundert im Rahmen der sog. „Schwedischen Epoche“. Einige Jahrzehnte später wurde durch den holländischen Arzt Johann Georg Mezger auch die Wissenschaft wieder auf die Massage aufmerksam. Die Technik der schwedischen Massage wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Albert Hoffa noch weiter verfeinert und gelangte auch nach Deutschland, wo sie bis heute verbreitet ist. Hieraus entwickelten sich im Laufe der Zeit zahlreiche spezielle Massagen, wie etwa die Bindegewebsmassage, die Periostmassage oder die Lymphdrainage. Letztere gilt, neben der klassischen Massage, als die am meisten angewandte Form der manuellen Therapie.

Funktion und Wirkung der Massage

Je nach Art und Ausrichtung der Massage ist auch ihre Wirkungsweise recht unterschiedlich gesteckt. Neben den medizinisch nachgewiesenen Effekten, wie etwa der lokalen Durchblutungssteigerung oder der Entspannung von Muskeln, Haut und Bindegewebe, gibt es auch zahlreiche Wirkungen, die nur angenommen werden können. Die Indikationen für eine klassische Massage sind dabei hauptsächlich Verspannungen und Verhärtungen von Muskeln und Gewebe sowie Erkrankungen des Bewegungsapparats. Auch die Einwirkungen der Massage über Reflexbögen auf innere Organe und die Behandlung von neurologischen (Sensibilitätsstörungen, Spastiken, Neuralgien) und psychosomatischen (z. B. durch Stress verursachte) Krankheitsbildern fällt oftmals in das Bild der klassischen Massage. Die Hauptfunktion der Massage ist dabei in erster Linie die mechanische Stimulation und die damit verbundene Durchblutungssteigerung der angesprochenen Körperpartie, die daraufhin vielfältige Wirkung zeigt.

Arten von Massagen

Die Massage hat, bedingt durch die vielen Einsatzbereiche und den Einfluss unterschiedlicher Kulturen, viele verschiedene Formen ausgebildet. Grob können die unterschiedlichen Massagetechniken dabei in zwei Bereiche eingeteilt werden: Die direkte Massage und die reflektorische Massage. Bei der direkten Massage werden die betroffenen Körperareale, z. B. ein schmerzender Muskel, direkt behandelt. Bei der reflektorischen Massage steht ein Körperareal stellvertretend für ein inneres Organ, das von der äußerlichen Massage des ihm zugeordneten Körperbereiches profitieren soll. Bekannteste Vertreter dieser Technik sind die Akupressur und die Fußreflexzonen-Massage. Die klassische oder auch schwedische Massage ist neben der Lymphdrainage, der Thai-Massage oder der ayurvedischen Massage die häufigste Form der direkten Massage.

Die klassische Massage

Unterschiedliche Handgriffe bei der Massage haben unterschiedliche Wirkungen auf den Körper. So regen Streichungen z. B. die Durchblutung an, während knetende und vibrierende Techniken in tieferen Regionen stimulierend wirken. Im Rahmen einer klassischen Massage kommen dabei fünf Handgriffe zum Einsatz, die verschiedenen Wirkungen auf den Patienten ausüben.

  • Effleurage: Dieser als Streichung bekannte Handgriff kommt vorwiegend zu Beginn und zum Ende der Behandlung zum Einsatz, um die Haut des Patienten vorzubereiten und für Entspannung von den stärkeren Griffen zu sorgen.
  • Petrissage: Bei diesem Griff werden Haut und Muskulatur kräftig geknetet und gewalkt. Die Durchblutung von Muskulatur und Unterhautbindegewebe wird somit angeregt, mit dem Ziel Verspannungen zu lösen.
  • Friktion: Vorsichtig eingesetzt führt dieser reibende Griff, der durch kreisende Bewegungen der Handballen oder Fingerspitzen ausgeführt wird, auf dem Muskel zu einer effektiven Entspannung, sodass Verhärtungen gelöst werden können.
  • Tapotement: Diese kurzen schlagenden Bewegungen werden zumeist mit der Handkante, der flachen Hand oder den Fingern ausgeführt und fördern die periphere Durchblutung.
  • Vibration: Bei der Vibration wird durch entsprechende Aktion des Therapeuten ein Muskelzittern erzeugt, dessen Wirkung auf die tiefer liegenden Gewebsschichten bzw. Organe abzielt und hier krampflösend wirken soll.

Judith Schomaker

25.09.12

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