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Die Heilungschancen bei Brustkrebs hängen immer noch sehr davon ab, ob und wie weit der Krebs schon seine Tochterzellen in den Körper gestreut hat. Gibt es einen Weg, die Metastasierung gezielt zu stoppen oder zu regulieren?
Einen neuen Ansatz untersuchen jetzt Forscher der Universitätsmedizin Göttingen. Im Mittelpunkt steht dabei ein Hormon: das Kisspeptin. „Wir untersuchen die Wirkung der Kisspeptine auf Wachstum, Metastasierung und Genaktivierung des Brustkrebses“, sagt Prof. Dr. Carsten Gründker, Leiter des Forschungslabors. Bislang ist bekannt: Kisspeptine und ihr Rezeptor spielen eine wichtige Rolle in der Biologie vieler Tumoren, insbesondere bei der Metastasierung. Daher hat dieses System Potenzial für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze.
Die genaue Funktion des Hormons ist allerdings noch unklar. Das Projekt soll klären, ob Kisspeptine bei Brustkrebs oder anderen Krebsarten zur Behandlung einsetzbar sind. Die Deutsche Krebshilfe fördert die systematischen Untersuchungen zu Funktion und Mechanismen der Kisspeptine in vitro und in vivo.
Quelle: Universitätsmedizin der Georg-August-Universität Göttingen
Aus Befund Krebs 5/2009
24.01.10