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Methanolvergiftungen in Indonesien: Vorsicht beim Genuss von Alkohol

Methanolvergiftungen in Indonesien: Vorsicht beim Genuss von Alkohol

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Vergiftungen nach Alkoholgenuss sind in den vergangenen Monaten gehäuft auf den indonesischen Inseln Bali und Lombok aufgetreten. Auch mehrere Touristen waren betroffen: Im August starb eine Frau aus Aachen während ihres Urlaubs. Es wird vermutet, dass die Opfer Getränke zu sich genommen hatten, die mit dem zum Verzehr nicht geeigneten Alkohol Methanol verunreinigt waren. Deshalb rät das Centrum für Reisemedizin (CRM) Reisenden zu erhöhter Vorsicht beim Kauf und Verzehr von Alkoholika in Indonesien.

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“Oft handelt es sich bei den mit Methanol verunreinigten Getränken um selbstgebrannte Schnäpse, die den Touristen beispielsweise als örtliche Spezialität angeboten oder als Zutat in Cocktails verwendet werden”, sagt Privatdozent Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM. “Methanolvergiftungen kommen in Indonesien immer wieder vor, aber auch in Ecuador, Kenia, Uganda, in Skandinavien, Großbritannien und in der Türkei sind in den vergangenen Jahren Fälle aufgetreten.” Reisende nach Bali und Lombok sollten Alkoholika unklarer Herkunft meiden und auf original verschlossene, industriell hergestellte Produkte zurückgreifen. Risikobehaftet sind wegen ihres hohen Alkoholgehalts vor allem Spirituosen und Spirituosenmixgetränke.

Methanol ist ein hochgradig giftiger Alkohol, der vorwiegend in der chemischen Industrie eingesetzt wird. Er kann aber auch bei unprofessioneller und fehlerhafter Herstellung von Spirituosen entstehen. Manchmal wird Methanol auch gezielt zugesetzt, um Alkoholika zu strecken. Konsumenten können Methanol nicht am Geschmack, Geruch oder an der Konsistenz vom Trinkalkohol Ethanol unterscheiden. Das Trinken von Methanol sei in jeder Konzentration gefährlich, so Jelinek. Die tödliche Dosis liegt bei etwa 100 bis 200 Milliliter.

Methanol wirkt bei Menschen zunächst ähnlich berauschend wie Ethanol. Erste Vergiftungserscheinungen können bereits nach einer Stunde auftreten und zeigen sich dann durch Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. Später kommen schwerere Symptome wie Sehstörungen oder Bewusstlosigkeit hinzu. Nachhaltige Schädigungen des Gehirns, der Sehnerven, der Leber oder Nieren treten nach etwa 48 bis 72 Stunden auf. Unbehandelt endet eine Methanolvergiftung oft tödlich.

Quelle: Medical Press

14.12.11

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