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Die Therapie von Lungenmetastasen ist für die Krebsforschung (Onkologie) immer noch eine Herausforderung. Um die Überlebenschancen der Patienten zu verbessern, werden immer neue Behandlungsmethoden eingesetzt. So werden neben den klassischen Verfahren zunehmend minimalinvasive Therapieverfahren wie Laser-, Radiofrequenz- und Mikrowelleneingriffe erforscht.
In einer aktuellen Studie am Frankfurter Universitätsklinikum wurde ein großes Patientenkollektiv mit der neuen Mikrowellenmethode behandelt. Hierbei wird unter lokaler Betäubung eine Sonde durch die Haut geleitet, um mit den Mikrowellen direkt auf den Tumor zu treffen. Die Krebszellen verbrennen unter der Hitze der 5- bis 10-minütigen Bestrahlung. Der Eingriff wird mit Hilfe von Echtzeitbildern aus dem Computertomographen (CT) jederzeit beobachtet und kontrolliert.
Die Untersuchung hat gezeigt, dass Patienten bei Anwendung dieser Mikrowellenmethode eine sehr gute Überlebenschance haben. Insgesamt wurden 130 Tumore bei 80 Probanden behandelt. Von den Tumoren konnten 95 vollständig entfernt werden. Für den Therapieerfolg sind sowohl die Größe als auch die Lage des Krebses relevant.
Die Arbeitsgruppe konnte zeigen, dass die Mikrowellentherapie sehr sicher und präzise für alle Arten von Lungenkrebs eingesetzt werden kann. Das Verfahren ist ambulant durchführbar und ermöglicht eine gute Lebensqualität ohne medizinische Einschränkungen.
Quelle: Medical Press
07.11.11