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Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Ultraschall erleichtert die Diagnose

04.02.10.

Heftige Durchfälle

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Rund 320000 Menschen in Deutschland leiden an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Heftige Durchfälle – zum Teil mit Blut- und Schleimabsonderungen – und krampfartige Bauchschmerzen zählen zu den typischen Symptomen. Werden diese Erkrankungen rechtzeitig erkannt, ist eine Linderung der Beschwerden möglich. Mit modernen Ultraschallgeräten können Ärzte entzündliche Veränderungen in der Darmwand zuverlässig erkennen. Ultraschall hat zudem gegenüber anderen Verfahren weitere Vorteile. Welchen Stellenwert die Sonografie bei der Diagnostik hat, ist eines der Themen des Pressegesprächs der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) morgen in Berlin.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind lebensbegleitende chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, deren Ursache bislang nicht bekannt ist. Beide beginnen vorzugsweise im jungen Erwachsenenalter und verlaufen in Schüben. Neben Durchfällen und Bauchschmerzen kann unter anderem auch hohes Fieber auftreten. Eine rasche Diagnose und Therapie trägt entscheidend dazu bei, die Beschwerden Betroffener zu lindern.Vor allem beim Morbus Crohn hat die Ultraschalluntersuchung heute einen hohen Stellenwert, aber auch die Ausdehnung einer Colitis ulcerosa lasse sich schnell und ohne Belastung für den Patienten beurteilen, teilen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) im Vorfeld eines Pressegesprächs am 3. Februar 2010 in Berlin mit.

Beim Morbus Crohn ist der Darm abschnittsweise erkrankt. „Im Ultraschall werden die befallenen Darmsegmente gut sichtbar”, erläutert Professor Christoph Dietrich vom Caritaskrankenhaus Bad Mergentheim. Aber auch Veränderungen in der Umgebung des Darms würden erkannt. Dazu gehören beim Morbus Crohn Fistelgänge, Abszesse und Vergrößerungen der Lymphknoten.

„Jeder Krankheitsschub bringt neue Schädigungen mit sich, und ein Vorteil der Sonografie besteht darin, dass wir die Untersuchung jederzeit wiederholen können, da sie den Patienten nicht unnötig belastet”, sagt der Experte: „Die Sonografie erreicht heute die Treffsicherheit sehr viel aufwändigerer Verfahren wie der Kernspintomografie.”

Bei der Colitis ulcerosa ist der Darm ohne Unterbrechungen erkrankt. Anders als beim Morbus Crohn ist die Entzündung in der Regel auf die Schleimhaut begrenzt – was Ärzte im Ultraschall mittlerweile sehr gut beurteilen können.

Professor Dietrich: „Die Untersuchung ergänzt dadurch die Darmspiegelung, mit der die Schleimhautschäden nur oberflächlich eingesehen werden können. Die Sonografie zeigt dagegen, ob die Entzündung auch tiefere Schichten der Darmwand erfasst hat.”

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

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