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Müdigkeit/Abgeschlagenheit

Müdigkeit und Abgeschlagenheit gehören zu den häufigsten Begleiterkrankungen bei Krebsleiden, etwa die Hälfte aller Krebspatienten ist davon betroffen. Man spricht auch von einer sogenannten Fatigue. Sie kann sowohl durch die Krebserkrankung selbst als auch durch die verschiedenen Therapieformen wie eine Chemo- oder Strahlentherapie ausgelöst werden.

Symptome

Auftreten können zwei Formen der Fatigue, eine physische bzw. kognitive und eine mentale bzw. emotionale Form. Die emotionale Müdigkeit ähnelt oft einer Depression, die Betroffenen fühlen sich antriebslos, ziehen sich zurück und sind traurig und hoffnungslos.

Bei einer physischen/kognitiven Fatigue überwiegt nicht die psychische, sondern die körperlichen Abgeschlagenheit. Im Unterschied zu einer normalen Müdigkeit, wie sie abends oder nach besonders anstrengenden Tätigkeiten entsteht, kann die physische/kognitive Fatigue nicht durch Schlaf überwunden werden. Die Betroffen haben ein vermehrtes Schlaf- und Erholungsbedürfnis, im Gegenzug klagen sie über eine verminderte Leistungsfähigkeit. Es wird oft ein Gefühl der Schwere beschrieben sowie eine Müdigkeit, die auch tagsüber vorherrscht. Zu den weiteren Anzeichen gehören Konzentrationsstörungen, Ablenkbarkeit und Gedächtnisstörungen. Die Betroffenen klagen häufig über Schlaflosigkeit und kreisende Gedanken.

Müdigkeit und Abgeschlagenheit durch die Strahlentherapie

Eine auftretende Müdigkeit und Abgeschlagenheit während und nach einer Strahlentherapie steht im Zusammenhang mit der Größe des zu bestrahlenden Körperareals. Wird nur ein kleiner Tumor direkt bestrahlt, sind Nebenwirkungen weniger ausgeprägt, so auch die Fatigue. Diese Nebenwirkung ist also vorwiegend ein Problem bei der Behandlung großer Körperareale.

Ein Grund dafür wird in der Zerstörung von blutbildenden Zellen im Knochenmark oder in der direkten Schädigung von roten Blutkörperchen vermutet, da sie zur Anämie und somit zu einer mangelnden Sauerstoffversorgung des Organismus führt. Eine weitere Ursache ist möglicherweise der hohe Energieaufwand, der körperlich nötig ist, um das durch die Strahlung geschädigte Gewebe wieder aufzubauen und zu ersetzten. Wird der Magen-Darm-Bereich bestrahlt und sterben dort viele Zellen ab, gehen zudem durch typische Nebenwirkungen wie Durchfall oder Blutungen Eisen und Eiweiße verloren. Dadurch wird der Stoffwechsel zusätzlich belastet.

Am stärksten betroffen von einer Fatigue sind in der Regel ältere Menschen. Ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium und die Anwendung kombinierter Strahlen- und Chemotherapien erhöhen außerdem das Risiko für ein längeres Anhalten der Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Charakteristisch ist eine Verstärkung der Symptome mit jedem Behandlungszyklus. Die Fatigue kann bis zu drei Monate über die Bestrahlung hinaus andauern und lässt somit oftmals nicht sofort nach Ende der Therapie wieder nach. Wie stark sie beim Einzelnen auftritt, hängt von weiteren Faktoren wie der allgemeinen Fitness und der psychischen Grundeinstellung des jeweiligen Patienten ab.

Lydia Köper

21.04.11

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