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Entdeckung krankmachender Autoantikörper bei Multipler Sklerose

29.03.07.

In der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences USA berichten Wissenschaftler aus der neuroimmunologischen Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Bernhard Hemmer, Neurologische Universitätsklinik Düsseldorf, wie mit einer neuen Methode erstmals potenziell krankmachende Autoantikörper-identifiziert werden können.

Die Multiple Sklerose ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Nervensystems. In Deutschland sind 120.000 bis 140.000 Patienten betroffen.Diese Erkrankung ist die häufigste Ursache bleibender Behinderungen im jüngeren Erwachsenenalter. Neben Störungen der Sensibilität,der Motorik, des Gangs,des Sehens,der Sexual-und Blasenfunktionen führen rasche Ermüdung und Beeinträchtigung bestimmter kognitiver Funktionen zu reduzierter Arbeitsfähigkeit in einem frühen Stadium der Erkrankung. Das Immunsystem von MS-Patienten erkennt fälschlicherweise körpereigene Strukturen als Feind und reagiert mit Abwehr. Dieses Erkennen erfolgt durch bestimmte Zellen des Immunsystems, sog.T- oder B-Lymphozyten. Letztere produzieren u. a. bestimmte Eiweißstoffe, die sog. Antikörper.

Die von der Düsseldorfer Arbeitsgruppe entdeckten Antikörper bewirken eine Schädigung der Isolierschicht der „Nervenkabel“,der sog.Markscheide.Sie erkennen das vermutliche Autoantigen MOG (Myelin Oligodendrozyten Glycoprotein) in der Form, in der es sich auf der Oberfläche von Hirnzellen dem Immunsystem präsentiert. Verschiedene Arbeitsgruppen der Neurologischen Universitätsklinik Düsseldorf befassen sich seit Jahren mit Ursachenforschung und Entwicklung neuer Therapien. Diese Ergebnisse werden weitere Bemühungen stimulieren,nach neuen Immuntherapien zur effektiveren Behandlung der MS zu fahnden,die speziell gegen Antikörper produzierende B-Lymphozyten gerichtet sind.

QUELLE:UNIVERSITÄT DÜSSELDORF

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