Herausragende Leistungen in der Forschung an Multipler Sklerose sichtbar machen - Betroffenen Hoffnung geben
02.03.08.
Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg hat am 14. Dezember 2007 den mit 100 000 Euro dotierten Sobek-Forschungspreis an Professor Dr. med. Michael Sendtner von der Universität Würzburg überreicht. Der Preis würdigt Forschungsleistungen, die einen Erkenntnisgewinn für die Multiple Sklerose bringen.
„Der Sobek-Forschungspreis macht herausragende Leistungen in der Forschung an Multipler Sklerose sichtbar. Damit wird Betroffenen Hoffnung gegeben. Ich habe daher gerne die Schirmherrschaft über die Preisverleihung übernommen“, sagte der Wissenschaftsminister in Stuttgart.
Professor Sendtner erhält den Preis für seine Arbeiten an dem Zusammenspiel zwischen Nervenzellen und sogenannten Gliazellen. Im Krankheitsverlauf von Multipler Sklerose werden durch Entzündungsreaktionen Gliazellen, die rund um Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark liegen und diese isolieren, zerstört. Dadurch kommt es zu Funktionsausfällen im Nervensystem. Sendtners Ergebnisse ermöglichen die Entwicklung neuer Therapie-Ansätze für Multiple Sklerose, die darauf abzielen, die Vernichtung von Nervenfasern zu verhindern und das Überleben von Gliazellen zu fördern.
In seiner Rede würdigte der Minister die Roman-, Marga- und Mareille-Sobek-Stiftung. Seit der ersten Verleihung dieses am höchsten dotierten Forschungspreises auf dem Gebiet der Multiplen Sklerose im Jahr 2000 sei es gelungen, eine über die Grenzen des Landes hinaus sichtbare Institution zur Förderung der Multiple-Sklerose-Forschung zu schaffen. Mit dem Preisgeld von 100.000 Euro biete sie den Forschern die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Vorhaben weiter voranzutreiben und eröffne so neue Perspektiven und Handlungsspielräume. Entscheidungskriterien für die Preisvergabe seien allein Qualität und Exzellenz der Forschungsleistung.
Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
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