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Patienteninformationen

Alles über Mutiple Sklerose

1. Barrierefreiheit – der Weg zu mehr Selbstständigkeit

Für Menschen, die infolge einer MS-Erkrankung mit fortschreitenden Einschränkungen ihrer Mobilität oder Sehfähigkeit rechnen müssen, ist es meistens wichtig, so lange wie möglich unabhängig zu bleiben. Dazu gehört auch, dass betroffene Personen, wenn möglich, in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben können.

2. Reisen mit MS

Andere Kulturen kennenlernen, fremde Länder bereisen oder einfach mal rauskommen – Wünsche, die sich nicht nur gesunde Menschen erfüllen können. Denn auch, wer an Multipler Sklerose erkrankt ist, hat die Möglichkeit, auf Reisen zu gehen. Vielfach kann sich ein Urlaub sogar positiv auf die Gesundheit auswirken.

3. Multiple Sklerose im Arbeitsalltag

Die Diagnose Multiple Sklerose ist für die meisten Menschen ein Schock. Fragen wie: „Was wird meine Familie dazu sagen? Wie werden meine Freunde reagieren?“ und: „Was ist eigentlich mit meinem Job?“ kommen unweigerlich auf die Betroffenen zu. Häufig denken sie sofort an Frührente oder Arbeitsunfähigkeit.

4. Dysphagie bei MS diagnostizieren und therapieren

Der Mediziner spricht von einer neurogenen Dysphagie, wenn eine oder mehrere am Schluckakt beteiligte anatomische Einheiten in ihrer Funktion bzw. in ihrem Zusammenspiel beeinträchtigt sind. Ursache können neurodegenerative Erkrankungen wie Multiple Sklerose sein.

5. Welt-MS-Tag

Die MSIF hat den letzten Mittwoch im Mai im Jahr 2009 zum Welt-MS-Tag erklärt. Mit Aktionen wird auf die Erkrankung Multiple Sklerose aufmerksam gemacht.

6. Mission Serious: Aufklärung über MS in neuer Dimension

DMSG und AMSEL haben sich etwas einfallen lassen, um Menschen mit MS ihre Erkrankung verständlich zu machen: Das Computerspiel „Mission Serious“ wird vor allem Jugendliche ansprechen, ist aber auch für Erwachsene ein lehrreicher Zeitvertreib. Die nixengleiche Myeline braucht Unterstützung, da ihre Welt von einer geheimnisvollen Plage bedroht wird. Mit richtigen Antworten kann der Spieler Punkte sammeln, die ihn in der Mission eine Runde weiter und zu neuen Abenteuern bringen, und zugleich Wissen über die Pathophysiologie der Erkrankung gewinnen.

7. Minimaler Einsatz bei guten Verbindungen – Körpereigene Antigene schaffen Abhilfe

Neues Licht auf Therapieansätze für die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose werfen aktuelle Ergebnisse von Wissenschaftlern am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien der TU Dresden und der Harvard Universität in Boston, USA. Durch eine geschickte Kombination von geringsten Mengen an körpereigenen Antigenen (Autoantigene) und Antikörpern könnte die zerstörerische Abwehrreaktion des Körpers gegen das Zentralnervensystem verhindert werden.

8. Neuroprotektive Therapieansätze zur Behandlung der Multiplen Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Zentralnervensystems (ZNS), die überwiegend junge Erwachsene betrifft und in einem Teil der Fälle zu schweren Behinderungen führt. Charakteristisch für die Erkrankung ist das Auftreten entzündlicher Herde im gesamten ZNS. In den Herden kommt es zu einer Schädigung der Markscheiden, die die Nervenzellfortsätze (Axone) umhüllen, aber auch der Nervenzellfortsätze und Nervenzellkörper (Neurone) selbst. Gerade diese Schädigung der Nervenzellkörper und -fortsätze scheint wesentlich für die bleibende Behinderung verantwortlich zu sein. Die Entschlüsselung der Mechanismen dieser Schädigung ist daher entscheidend, um mögliche Angriffspunkte für neue medikamentöse Therapien zu finden. Da deren Ziel der Schutz von Nervenzellen und Axonen ist, werden solche Ansätze als „neuroprotektive“ Therapien bezeichnet.

10. Kinderwunsch bei Multipler Sklerose

Viele der an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Patienten sind jüngere Erwachsene und machen sich nachvollziehbar Gedanken, ob die Krankheit dem Wunsch nach einem eigenen Kind entgegensteht. Nachfolgend werden einige wichtige Fragen in diesem Zusammenhang beantwortet.

11. Den richtigen Therapeuten finden. Interview mit Dipl.-Psychologe Wolfgang Siegel

Wolfgang Siegel ist Dipl.-Psychologe in Dortmund. Neben seiner Tätigkeit als psychologischer Psychotherapeut arbeitet er als Supervisor, ist Fachpsychologe für Rechtspsychologie und Buchautor. Im Gespräch mit Befund MS erläutert er, was Menschen mit MS auf der Suche nach einem Therapeuten beachten sollten und wie sie einem erneuten Auftreten von psychischen Problemen vorbeugen können.

12. Hilft mir der Glaube? MS und Religion

Was macht die Krankheit Multiple Sklerose eigentlich so schwer? Ist es das Wissen darum, einem Weg des körperlichen Verfalls ausgeliefert zu sein, von dem man nicht weiß, wie schnell und wie schwer er sein wird? Ist es das echte oder auch gespielte Mitleid der anderen, ihre Unsicherheit im Umgang mit uns MS-Kranken? Oder der Verlust der beruflichen Perspektiven?

13. Immunsuppression und Immunmodulation

Noch immer ist Multiple Sklerose nicht heilbar. Doch dank Immunmodulation als Basistherapie ist die Progression der chronischen Erkrankung meist gut zu kontrollieren und sogar in schweren Fällen durch Immunsuppression zu stabilisieren. Indem die Medikamente das Immunsystem beeinflussen, können sie Anzahl und Schwere der MS-Schübe verringern und das Fortschreiten von Behinderungen verlangsamen.

14. Neue Regulatoren der Immunantwort bei Multipler Sklerose entdeckt

Eine Gruppe von Forschern aus Freiburg, Mainz, München, Hannover und Bonn konnte im Tiermodell erstmalig nachweisen, dass spezielle Rezeptoren des angeborenen Immunsystems den Verlauf von Multipler Sklerose (MS) beeinflussen und was die molekularen Mechanismen dafür sind. In der Fachzeitschrift Nature Neuroscience berichten die Forscher über ihre Ergebnisse.

15. Gut gepflegt ist halb gewonnen

Der Verlauf der Multiplen Sklerose ist individuell verschieden und kann sehr schwer vorausgesagt werden. Irgendwann ist es jedoch möglich, dass sich die verschiedenen Symptome von Gefühls- und Sehstörungen bis zu Bewegungseinschränkungen so verdichten, dass der Betroffene auf Unterstützung angewiesen ist.

16. Experteninterview mit Prof. Dr. med. M. Bähr

Fachwissenschaftliche Informationen patientengerecht aufbereiten – das gelingt uns dank der wissenschaftlichen Beiräte, die der Redaktion mit ihrem Fachwissen beratend zur Seite stehen. Mit unserer neuen Reihe geben wir Ihnen die Gelegenheit, diese Experten näher kennen zu lernen. Wir beginnen mit Herrn Prof. Dr. med. Mathias Bähr, Leiter der Abteilung Neurologie der Universitätsklinik Göttingen.

17. Neue Therapieoptionen bei Multipler Sklerose

In den letzten Jahren gab es viele Fortschritte, was die Therapie der Erkrankung betrifft. Sie waren zwei Themen, denen sich praktizierende und forschende Neurologen auf dem gemeinsamen Kongress von ECTRIMS (European Committee for Treatment and Research in MS) und ACTRIMS (Americas Committee for Treatment and Research in MS) gewidmet haben.

18. Läsionen schnell und effizient aufspüren

Wie das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) berichtet, haben Forscher einen Algorithmus entwickelt, mit dem MRT-Bilder von MS-Patienten automatisch nach Läsionen gescreent werden können. „Unser Ansatz spart nicht nur Kosten und Zeit, sondern ist außerdem genauer als die herkömmlichemanuelle Auswertung“, erklärt Studienleiter Priv.-Doz. Dr. Mark Mühlau, Oberarzt in der Neurologischen Klinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München.

19. Therapietreue: Warum sie bei MS so wichtig ist

Ärzte sprechen heute meistens von Adhärenz (früher von Compliance), wenn sie Therapietreue meinen. Der Begriff umfasst die Verhaltensweisen – angefangen bei der Medikamenteneinnahme über Ernährungsvorschriften bis hin zu anderen Lebensstiländerungen –, die Arzt und Patient vereinbaren, um eine Erkrankung möglichst effektiv zu behandeln.

20. Cannabis bei MS nicht unsachgemäß einsetzen

Eine kanadische Studie, in der 140 MS-Betroffene anhand eines Diagnose-Interviews u. a. zu ihrem Cannabis-Konsum befragte wurden, kommt zu dem Ergebnis, dass Rauchhanf auch bei MS Folgen für die geistige Gesundheit haben kann.

21. Basis- und Eskalationstherapien bei Multipler Sklerose

Multiple Sklerose als chronisch entzündliche und degenerative Erkrankung des Zentralnervensystems ist noch immer nicht heilbar, doch ihr Fortschreiten ist dank der umfassenden Therapiemöglichkeiten der modernen Medizin gut beherrschbar. Wichtige Basis dabei ist die Diagnosestellung und eine ganz individuell angepasste Therapie.

22. Sportliches Training und Multiple Sklerose: Neue Erkenntnisse

Patienten, die unter Multipler Sklerose leiden, könnten in Zukunft von einem neuen sportlichen Trainingskonzept profitieren: Eine Forschergruppe des Sportwissenschaftlichen Instituts hat herausgefunden, dass MS-Erkrankte nach intensiver theoretischer und praktischer Ausbildung ihr sportliches Training eigenverantwortlich gestalten und so nachhaltig positive Effekte auf ihre Motorik erzielen können.

23. Roboter bald im privaten Bereich?

In den nächsten Jahren könnten Haushaltsroboter und automatisierte Lösungen zunehmend in die Haushalte einziehen und auch Pflegeaufgaben übernehmen. Dies sind Ergebnisse der Studie „Mein Freund der Roboter“, die der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) vorstellte.

24. Sport ist Mord? Bewegen ist Leben!

Sport ist ja so gesund – auch und gerade für Menschen, die an Multipler Sklerose leiden. So gibt es auch jede Menge Berichte zu den verschiedensten Sportarten, ihre positiven Auswirkungen und zu dem ungeheuren Spaßfaktor, den sie bieten. Doch leider – man wagt es heutzutage kaum auszusprechen – gibt es da doch noch die unverbesserlichen Coach-Potatoes, die einfach keinen verordneten Spaß durch körperliche Betätigung haben wollen ...

25. Eine Chance, die Liebe neu zu entdecken

Die Diagnose Multiple Sklerose hat alles verändert. Aber Veränderungen sind dem Leben immanent: Neue, spannende Wege tun sich auf und nach dem ersten Schock werden Sie lernen, diese Wege zu gehen – Sie dürfen nur eines nicht vergessen: Ihren Partner auf die Reise mitzunehmen.

26. Überblick über die aktuelle MS-Therapie

Trotz intensiver Forschung und dem Einsatz neu entwickelter Medikamente ist die Multiple Sklerose bisher nicht heilbar. Realistische Ziele der MS-Therapie sind eine schnelle Rückbildung der Symptome nach einem Schub und die Verhinderung von neuen Schüben.

27. Multiple Sklerose-Forschung auf neuen Wegen

Bei der Entstehung der Multiplen Sklerose spielt neben dem Immunsystem offenbar auch das Blutgerinnungssystem eine Rolle. Liegt hier ein neuer Therapieansatz? Das wollen Forscher, Christoph Kleinschnitz von den Universitäten Würzburg sowie Sven Meth und Kerstin Göbel von der Universität Münster, gemeinsam untersuchen.

28. Medizinische Rehabilitation bei Multipler Sklerose

Neben der beruflichen und sozialen Rehabilitation nimmt die medizinische Rehabilitation bei Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose einen besonders hohen Stellenwert ein. Der Begriff medizinische Rehabilitation meint zusammenfassend alle ambulanten, teilstationären und stationären Maßnahmen

29. Singen ohne Barrieren

Am 29. Mai 2010 wurde der Chor „Singen ohne Barrieren“ unter der musikalischen Leitung von Frau Dorothea Leberfinger in München Giesing neu gegründet. Dieses erste Treffen wurde für uns zu einem richtigen Erfolgserlebnis. Maßstab dafür war die große Freude der zahlreich erschienenen Menschen am gemeinsamen Singen.

30. Chancen und Risiken komplementärer Therapien

Bei Multipler Sklerose gibt es zahlreiche Behandlungsmethoden, die begleitend zu einer Therapie mit Kortisonen und Beta-Interferonen eingesetzt werden können. Dass es dabei nicht um Ersatztherapien, sondern um eine Ergänzung der schulmedizinischen Behandlung geht, bringt der Begriff „komplementäre” im Unterschied zu „alternativen Verfahren“ zum Ausdruck.

31. Verlaufsformen der Multiplen Sklerose

Sicher haben Sie, wenn über die Multiple Sklerose (MS) gesprochen wird, schon häufiger die Begriffe „schubförmige MS“ und „schleichende MS“, „chronisch progredient“ oder „primär progredient“ gehört. All diese Ausdrücke beziehen sich auf die verschiedenen Verlaufsformen einer MS. Ebenso wie die Symptome dieser Erkrankung sind auch ihre Verlaufsformen offenbar sehr unterschiedlich.

32. Ergotherapie bei MS: Hilfe zur Selbsthilfe

Vorrangiges Ziel sollte immer sein, die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten. Die Anamneseerhebung durch die Ergotherapie soll klären, welche behandlungsbedürftigen Beschwerden und Symptome der Betroffene hat. Hierzu wird ein Test eingesetzt, der z. T. standardisierte Elemente enthält und Aussagen über den momentanen Zustand der Erkrankung gibt.

33. MS-Therapie ergänzen

Viele MS-Patienten greifen in Deutschland bei der Therapie von MS und ihrer Symptome auch auf komplementäre Medizin zurück. Der Begriff „komplementär“ sagt aus, dass diese Maßnahmen die gängigen medikamentösen Behandlungen nicht ersetzen, sondern sie sinnvoll ergänzen können.

34. Die ersten „Hilfsmittelexperten“ stehen für MS-Kranke zur Verfügung

Viele Menschen, die an MS erkrankt sind, könnten sich das Leben mit angemessenen Hilfsmitteln leichter machen und ihre Selbstständigkeit länger erhalten. Sehr oft kennen sie aber die Möglichkeiten nicht: Welche Hilfsmittel gibt es? Welche sind für meine Bedürfnisse geeignet? Und wie komme ich da heran? Welche Kosten kommen auf mich zu und wo bekomme ich welche Unterstützung? Wer hilft mir, zu meinem Recht zu kommen?

35. Hippotherapie: Ein Pferd als „Therapeut “

Bewegung ist eine Voraussetzung für menschliches Wohlbefinden. Der bewegungsbehinderte Mensch muss sich dabei helfen lassen. Er braucht manchmal sogar ein Pferd als „Therapeuten“.

36. Internettool erklärt Wege zu neuen Therapieoptionen

Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft gibt mit dem neuen Internettool „MS erforschen“ einen verständlichen und neutralen Überblick über zukünftige Behandlung der Multiplen Sklerose und zeichnet ihren Weg in den klinischen Studien nach.

37. Bücher zu MS

Es gibt viele Bücher zum Thema Multiple Sklerose, die Betroffenen im Umgang mit ihrer Erkrankung eine Hilfe sein können.

38. Lebens(t)raum e. V.: eine besondere Gemeinschaft

Eigenständig bleiben trotz Behinderung und selbstbestimmt in einer selbst gewählten Gemeinschaft leben: Das sind zwei der Ziele des Wohnprojekts Lebens(t)raum e. V. Vermutlich elf Personen – einige davon mit MS – werden voraussichtlich 2013 zusammen ein Haus in der bayerischen Gemeinde Inning beziehen.

39. Entwicklung von MS-Medikamenten

Neue Behandlungsansätze für Multiple Sklerose sind das Thema der Forschung des Instituts für Neuroimmunologie und Klinische Multipl- Skleroseforschung (inims) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Ziel ist die effektive Entwicklung von Medikamenten. Dazu wurd nun ein 3-Tesla-MRT-Gerät – also ein hochleistungsfähiger Magnetresonanztomograf – angeschafft, teilt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit.

40. Der richtige Rollstuhl für jeden Typ

Rollstühle gibt es viele, doch den individuell richtigen zu finden, ist oft nicht leicht. Deshalb ist es sinnvoll, sich gut beraten zu lassen, verschiedene Rollstühle auszuprobieren und vor allem, sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, was einem selbst an einem Rollstuhl besonders wichtig ist und wozu er hauptsächlich benötigt wird.

41. Reisen mit Mobilitätsproblemen: Gute Vorbereitung ist alles

Wer als Mensch mit Mobilitätsproblemen verreisen möchte, steht häufig vor vielen Problemen: Mit welchem Verkehrsmittel kann ich verreisen? Wo kann ich übernachten? Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten, eine Reise barrierefrei zu gestalten, wichtig ist dabei auf jeden Fall eine gute Vorbereitung.

42. Experteninterview mit Prof. Dr. Moser

Im folgenden Interview wollen wir Ihnen mit Prof. Dr. Andreas Moser ein weiteres Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Befund MS vorstellen. Prof. Dr Moser ist Leitender Oberarzt an der Neurologischen Klinik der Uniklinik Lübeck. Wie alle Beiratsmitglieder steht er der Redaktion mit medizinischen Beiträgen und umfangreichem Expertenwissen beratend zur Seite.

43. Therapie und Forschung, Klinik und Information

Im Interview erläutern Prof. Dr. Karl Wessel, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Befund MS, und Oberarzt Dr. Carsten Moschner welche Punkte für sie als Ärzte im Umgang mit MS sowie in Therapie und Forschung bedeutsam sind.

44. Berufliche und soziale Rehabilitation

Der Begriff Rehabilitation bezeichnet die Bestrebungen, einen Menschen wieder in seinen vormals existierenden körperlichen Zustand zu versetzen bzw. in seine frühere soziale Position, und ist ein Sammelbegriff für alle auf dieses Ziel ausgerichteten medizinischen, beruflichen und sozialen Maßnahmen.

45. Darmflora an Entstehung von MS beteiligt

Wie die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. mitteilt, ist es Forschern gelungen, offenbar nicht krankmachende, sondern nützliche Bakterien, die Multiple Sklerose auslösen – nämlich die gesunde Darmflora, die jeder Mensch zur Verdauung braucht, ausfindig zu machen.

46. Gut platziert: Leben im Pflegeheim

Während bei Wohnheimen die Integration in ein stabiles soziales Umfeld im Vordergrund steht, geht es bei Pflegeheimen hauptsächlich um die Möglichkeit einer 24-Stunden-Betreuung. MS-Patienten in Pflegeheimen sind teilweise oder vollständig von Dritten abhängig, trotzdem fällt die Entscheidung, das Leben in einer solchen Einrichtung zu verbringen, Betroffenen nicht leicht.

47. Immuntherapie und Kinderwunsch

Die Diagnose Multiple Sklerose wird bei mehr als der Hälfte aller betroffenen Frauen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr gestellt. In dieser Lebensphase spielt die Familienplanung eine wichtige Rolle. Nach der ersten Auseinandersetzung mit der Diagnose MS kommt ganz oft die Frage, welches Risiko eine Schwangerschaft für den Verlauf der MS und ein sich entwickelndes Kind in sich birgt.

48. Tabuthema Inkontinenz

Inkontinenz kann eines der vielfältigen Symptome einer Multiplen Sklerose sein. Prof. Dr. K.-P. Jünemann, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein gibt Auskunft zu Ursachen und Behandlungsmethoden.

49. Gesunde Ernährung bei MS

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) empfiehlt deshalb von MS Betroffenen, sich weitgehend nach den Vorschlägen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für eine gesunde, ausgewogene und fettreduzierte Ernährung zu richten.

50. Aktive MS führt zur Umverteilung von B-Zellen im Blut und Liquor

Die Rolle der B-Lymphozyten für die Immunpathogenese der MS, d. h. für die Entstehung und Entwicklung der MS in Bezug auf das körpereigene Abwehrsystem, rückt zunehmend in den Fokus der klinischen Forschung, berichtet das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS).

51. Multiple Sklerose: eine Krankheit, viele Verlaufsformen

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die durch sehr unterschiedliche Verläufe und eine unterschiedliche Prognose gekennzeichnet ist. In Deutschland sind ca. 120.000 Menschen daran erkrankt, jährlich kommen ca. 3.000 bis 4.000 neu Erkrankte dazu.

52. Ich liebe das Leben

1999 erhielt Andrea Schröder die Diagnose Multiple Sklerose. Nach einem tiefen Fall lernte sie, das Leben wieder zu lieben.

53. Auch MS-kranke Frauen können die Pille nehmen

Grundsätzlich birgt eine hormonelle Schwangerschaftsverhütung gewisse Risiken, wie etwa die Gefahr von Brustkrebs oder kardiovaskuläre Erkrankungen. Außerdem gibt es Kontraindikationen wie arterielle Hypertonie, vorausgegangene Thrombembolien, die Einnahme bestimmter Medikamente sowie Alkohol- oder Nikotinkonsum.

54. Recht und Sozialpolitik für MS-Betroffene

Wichtiges aus der Rechtssprechung und Sozialpolitik für MS-Betroffene wie zum Beispiel zur Inklusion oder dem Schwerbehindertenausweis.

55. Magnetresonanz-Fingerabdruck für MS

Eine neue Methode der Magnetresonanztomografie (MRT), mit der sich u. a. MS schneller diagnostizieren lassen soll, haben Forscher der Case Western Universität Cleveland im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio entwickelt.

56. Juvenile Multiple Sklerose

Bis vor wenigen Jahrzehnten ging man davon aus, dass sich Multiple Sklerose nur im Erwachsenenalter manifestiert, und tatsächlich legt das MS-Register den Krankheitsbeginn auf durchschnittlich 31,8 plus/minus zehn Jahre fest. Erst seit den 1980er-Jahren weiß man, dass auch Kinder betroffen sind: 5–10 % aller Neuerkrankten sind in Deutschland unter 18 Jahre alt.

57. Gewebespende für die Forschung: die German MS Brain Bank

Um die Ursachen der Multiplen Sklerose und ihre Entstehungsprozesse besser zu verstehen und in der Folge bessere Therapien entwickeln zu können, hat das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) eine ZNS-Gewebebank für Multiple Sklerose (German MS Brain Bank; ZNS = Zentralnervensystem) ins Leben gerufen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

58. Forscher machen zwei Kategorien von MS-Patienten aus

Wissenschaftler des zur Bostoner Harvard Medical School gehörenden Brigham and Women’s Hospital (BWH) haben einen Weg gefunden, Patienten mit MS in zwei sinnvolle Gruppen zu unterteilen. Von der Kategorisierung von Patienten mit MS erhoffen sich die Mediziner neue Möglichkeiten bei der Entwicklung einer personalisierten MS-Medizin.

59. Möglich ist alles – Porträt eines willensstarken Mannes

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Berichte von Betroffenen anderen Patienten Mut machen, denn der gute Wille kann bekanntlich Berge versetzen. Bertram Götz gehört zweifellos zu den Kämpfern und deswegen wollen wir unseren Lesern seine Geschichte vorstellen.

60. Ungetrübter Urlaubsspaß – Auch mit Harninkontinenz kein Problem

Sommerzeit ist Reisezeit. Das schöne Wetter lädt in den Urlaub ein. Menschen mit Inkontinenz – gerade bei Multipler Sklerose ein häufiges Symptom – wagen es jedoch oft nicht, die eigenen vier Wände zu verlassen. Doch Inkontinenz ist kein Grund für Urlaub auf „Balkonien“. Die Angst vor unangenehmen Situationen lässt sich mit einer gründlichen Reisevorbereitung nehmen.

61. Resilienz und MS

Es gibt verschiedene Methoden, um die eigene Widerstandsfähigkeit, auch als Resilienz bezeichnet, zu stärken.

62. Partnerschaft und Familie

Wer die Diagnose MS erhält oder sich mit einem MS-Schub konfrontiert sieht, weiß i. d. R. nicht, wie sich die Krankheit entwickelt bzw. welche Folgen der Schub haben wird. Für die Betroffenen kann das sehr belastend sein. Hinzu kommen oft die Unsicherheit, wie es wohl weitergehen wird, und die Angst, dem Partner oder der Familie zur Last zu fallen.

63. Jens Hauk und sein anderes Ich, der Clown

Ich heiße Jens Hauk, bin 46 Jahre alt, Justizvollzugsbeamter im Vorruhestand und wohne im Landkreis Peine/Niedersachsen. Mit dem Gedicht „Der Clown“ fing ich 2003 an, mich schreibend mit der MS auseinanderzusetzen. „Der Clown“ beschreibt die Zeit von meiner Diagnose 1998 bis zum Jahr 2003.

64. Botenstoff steuert Immunangriffe bei MS

Ein Botenstoff des Immunsystems bietet einen neuen Ansatz zur Therapie der MS. Immunologen der Universität Zürich entdeckten, dass das Zytokin GM-CSF im Gegensatz zu anderen bekannten Botenstoffen für die Entstehung der Krankheit absolut notwendig ist.

65. Stammzelltherapie bei MS: Ersatz des Immunsystems

Patienten mit einer sehr aggressiven Form von MS könnte unter Umstände eine Kombination aus Chemotherapie und Stammzelltransplantation helfen.

66. Professionalität und Empathie – MS-Schwester Ina Selka

Es beginnt unterschiedlich und oft vermeintlich harmlos: Da ist diese unerklärliche Müdigkeit, die Haut fühlt sich irgendwie taub an. Wie durch einen Schleier kann alles nur noch verschwommen gesehen werden. Oder es ist das Laufen, das einfach nicht mehr so leicht funktioniert.

67. Leitlinien für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose: Notwendigkeit und Grenzen

Die neue Auflage der „Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose“ richtet sich in erster Linie an Ärzte. Seit Erstauflage der „Deutschen Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie“ vor etwas mehr als zehn Jahren sind die Leitlinien immer umfangreicher, im medizinischen Alltag aber auch immer wichtiger geworden.

68. Wenn Sie an Ihrer Krankheit schwer zu schlucken haben …

Zu den Begleiterscheinungen einer Multiplen Sklerose können Kau- und Schluckstörungen zählen, die sich durch einige charakteristische Symptome bemerkbar machen, auf jeden Fall aber ärztlich genauestens abgeklärt werden müssen. Die endoskopische Schluckdiagnostik ist meistens schmerzfrei. Danach gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, aber auch praktische Tipps, die die Beschwerden lindern.

69. Sport hilft Menschen mit MS

Menschen mit MS können auch von sportlicher Betätigung profitieren. Sport kann die Leistungsfähigkeit erhöhen, Bewegungseinschränkungen mindern, das Selbstbewusstsein stärken und insgesamt die Lebensqualität erhöhen.

70. Ergotherapie – welche Möglichkeiten gibt es?

Menschen, die in der Bewältigung ihres Alltags durch eine Krankheit oder Behinderung anhaltend oder vorübergehend eingeschränkt sind, profitieren häufig von der Durchführung einer Ergotherapie. Dabei handelt es sich um eine von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannte Therapieform, die ihre Patienten in die Lage versetzen will, größtmögliche Eigenständigkeit in Alltagsdingen, Beruf und Freizeit zu erzielen bzw. zurückzuerlangen.

71. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Das Verfassen einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht kann Patienten mit MS helfen, wenn sie keine eigenen Entscheidungen mehr treffen können.

72. Ernährung kann Verlauf der Multiplen Sklerose beeinflussen

Fettsäuren in der Nahrung haben einen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von autoimmun chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose.

73. „Die MS war ein Schock, aber auch ein zweites Leben.“

Caroline Régnard-Mayer ist 45 Jahre alt, alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, erhielt 2004 nach einem langen Leidensweg als vermeintlich „eingebildete Patientin“ die Diagnose Multiple Sklerose.

74. Neuer Nachweis für Multiple Sklerose in Aussicht

Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben eine neue Methode zum Nachweis von Multipler Sklerose sowie zur Unterscheidung verschiedener Verlaufsformen dieser Erkrankung ausfindig gemacht.

75. Inklusion und Bundesteilhabegesetz

Der Begriff Inklusion bedeutet, dass alle Menschen unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Behinderung selbstbestimmt an allen Teilen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben können.

76. Plasmaaustausch bei Multipler Sklerose

Die Plasmapherese oder der Plasmaaustausch wird umgangssprachlich auch „Blutwäsche“ genannt. Bei diesem Verfahren werden Stoffe aus dem Blut entfernt, die bei der Multiplen Sklerose zur Entzündung im Gehirn beitragen.

77. Depressionen – was tun?

Große Traurigkeit, innere Leere, Antriebslosigkeit, das Gefühl, nichts wert zu sein, der Verlust der Libido – das alles sind Symptome, die auf eine Depression hindeuten können, wenn sie über eine gewisse Zeit andauern. Der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) zufolge erkranken 50 Prozent der Menschen mit MS im Laufe ihres Lebens an einer schweren Depression, nimmt man die leichten bis mittelschweren Fälle hinzu, sind es sogar 70 Prozent.

78. Experteninterview mit Prof. Dr. Henze

Im Rahmen unserer Interviewreihe setzen wir die Vorstellung der Mitglieder unseres wissenschaftlichen Beirats fort, die der Redaktion von Befund MS mit medizinischen Beiträgen und ihrem Fachwissen beratend zur Seite stehen. In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen Herrn Prof. Dr. Thomas Henze, den ärztlichen Direktor des Reha-Zentrums Nittenau, vorstellen.

79. Das Projekt Wohn:Sinn

Die Internetplattform Wohn:Sinn will Menschen mit ohne Behinderung die Möglichkeit bieten, gemeinsam in einer Wohngemeinschaft zu leben.

80. Cannabis gegen neuropathische Schmerzen und Spastiken

Die Wirksamkeit von cannabishaltigen Arzneimitteln gegen neuropathischen Schmerz und Spastiken bei MS wurde erneut durch klinische Studien belegt. Die Ergebnisse einer klinischen Studie mit MS-Patienten wurden im European Journal of Neurology veröffentlicht.

81. EMA lässt Alemtuzumab für die MS-Therapie zu

Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) begrüßt die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelkommission (EMA), Alemtuzumab zur Therapie der MS zuzulassen. Der Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper eignet sich zur Behandlung erwachsener Patienten mit schubförmiger MS und aktivem Krankheitsverlauf, der durch klinische Parameter gekennzeichnet ist.

82. Experteninterview mit Prof. Dr. med. J. Jörg

Im Rahmen unserer Interviewreihe setzen wir die Vorstellung der Mitglieder unseres wissenschaftlichen Beirats fort, die der Redaktion von Befund MS mit medizinischen Beiträgen und ihrem Fachwissen beratend zur Seite stehen. In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen Herrn Prof. Dr. Johannes Jörg, den ehemaligen Direktor der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie des Klinikums Wuppertal, vorstellen.

83. Bluthochdruck begünstigt möglicherweise Fortschreiten der MS

Einer Studie zufolge, schreitet bei Menschen, die sowohl von Multipler Sklerose als auch von Bluthochdruck betroffen sind, die MS schneller voran.

84. Gut aufgehoben in zertifizierten Kliniken und Schwerpunktpraxen

Bei der Therapie der MS bieten sich viele Möglichkeiten. Deren Auswahl erfordert von den behandelnden Ärzten Fingerspitzengefühl und Erfahrung, weshalb sich für jeden Patienten mit dieser Diagnose erst einmal die Frage stellt: Wo bin ich jetzt in guten Händen? Wo werde ich nach modernstem, aber auch wissenschaftlich belegten Standard behandelt? Und vor allem: Wo finde ich eine individuelle Beratung, die auf meine persönlichen Bedürfnisse eingeht?

85. Erhöht Übergewicht bei Mädchen das Risiko für MS?

Eine US-amerikanische Studie, bei der das Gewicht von Kindern mit Klinisch isoliertem Syndrom (CIS, der Vorstufe von MS) bzw. mit MS mit dem gesunder Kinder verglichen wurde, legt nahe, dass Übergewicht bei Mädchen die Gefahr erhöht, an MS zu erkranken.

86. Blasenfunktionsstörungen: Raus aus der sozialen Isolation

MS kann nahezu alle Bereiche des menschlichen Körpers in Mitleidenschaft ziehen, so auch die Funktion der Harnblase. Im Verlauf der Krankheit haben nach Angaben der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) zwischen 50 % und 80 % der Betroffenen Probleme mit der Blasenfunktion, 10–14 % bereits bei der Diagnose der MS.

87. Impfungen bei MS

Abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger, die bei der Impfung injiziert oder z. T. auch oral verabreicht werden, sorgen dafür, dass das Immunsystem des Körpers Abwehrstoffe gegen die jeweiligen Krankheitserreger herstellt, ohne dass der Impfstoff die Krankheit auslöst.

88. Erfahrungsbericht: Um meine Hüften und Bauch ist es bunt.

Um meine Hüften und Bauch ist es bunt. Schöne, bunte Pünktchen in verschiedenen Formen. Ausgebreitete rote, blaue, grüne, gelbliche und ein bisschen lila ist auch dabei. Unmöglich, dies in die Öffentlichkeit zu stellen. Also: Bikini ist nicht! Ich spritze. Seit März. 3x pro Woche, montags, mittwochs und freitags. Suche hierfür stets eine andere Stelle Speck. „Es kann zu Nebenwirkungen kommen!“ Sehe ich, spüre ich. Wie Grippe, rasender Kopf. Mächtiger Haar-Ausfall, Traurigkeit, mir ist zum heulen zumute.

89. Gibt es einen Geschlechterunterschied in der Bewältigung von MS?

Die Diagnose Multiple Sklerose muss von jedem, den sie trifft, erst einmal bewältigt werden. Aber gibt es im Umgang mit der chronischen Erkrankung einen Unterschied zwischen Männern und Frauen? Dr. Silvia Dirnberger-Puchner, Psychotherapeutin, erforschte in einer Lebensqualitätsstudie an 193 MS-Patienten und -Patientinnen die Existenz geschlechsspezifischer Krankheitsbewältigungsstrategien bei Multipler Sklerose.

90. Alzheimer-Eiweiß gegen MS?

Die Eiweiße Beta-Amyloid 42 und Beta-Amyloid 40, die zu den Hauptbestandteilen von Ablagerungen im Gehirn von Patienten mit Alzheimer-Demenz zählen und damit vermutlich am Rückgang der kognitiven Leistungsfähigkeit bei dieser Krankheit beteiligt sind, halfen im Tierversuch bei einer experimentell ausgelösten MS.

91. „Das Bewusstsein mit MS leben zu können, das ist der Kerngedanke meiner Beratung“

Um den Selbsthilfegedanken und das eherenamtliche Engagement innerhalb der DMSG zu stärken, rief der Verband vor vielen Jahren in einigen Bundesländern die Initiative „Betroffene beraten Betroffene“ ins Leben. Gerhard Kotlik, einer der vielen Betroffenen-Berater, die sich mit viel Einfühlungsvermögen um die Belange MS-Kranker kümmern, erzählt Befund MS, wie er aus seiner eigenen Krankengeschichte heraus zu einer Beratergruppe gefunden hat und welche Erfahrungen er dort macht.

92. Multiple Sklerose bei Kindern an Augen erkennen

Multiple Sklerose (MS), eine chronisch-entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark, beginnt bei Kindern und Jugendlichen häufig mit Sehstörungen. Darauf macht die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) anlässlich einer Studie aufmerksam. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, da die Behandlung den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen kann. Multiple Sklerose gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen bei jungen Erwachsenen.

93. Veränderungen des Gehirns gehen bei Frauen mit MS oft mit Depressionen einher

Menschen mit MS erkranken häufiger an Depressionen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Wissenschaftler der Universitäten Hamburg und Los Angeles haben nun herausgefunden, dass die Veränderung einer bestimmten Hirnregion, dem Hippocampus, bei Frauen mit MS häufig mit Depressionen einhergeht.

94. Neuer Marker könnte MS-Diagnose zukünftig erleichtern

Multiple Sklerose (MS) sicher zu diagnostizieren, erfordert langjährige neurologische Erfahrung, da eine Vielzahl klinischer und paraklinischer Befunde bewertet und eingeordnet werden muss. Manchmal ist eine eindeutige Diagnose erst nach Jahren möglich. Ein neuer potenzieller Biomarker, der mittels Bluttest bestimmt wird, könnte zukünftig die Diagnosestellung vereinfachen, berichtet das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS).

95. Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnisleistung stärken

Kognitive Störungen, zu denen die Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Wahrnehmung, Problemlösungsstrategien und Gedächtnisleistung zählen, sind im Laufe der MS häufig. Laut der Multiple Sclerosis International Federation (MSIF) sind ca. 40–70 % aller Menschen mit MS davon betroffen.

96. Kinderwunsch und Schwangerschaft

Von MS sind Frauen dem von der Multiple Sclerosis International Federation zusammengestellten Atlas der MS zufolge ca. zweimal so häufig wie Männer. Im größten Teil der Fälle treten die ersten MS-Symptome bei ihnen zwischen 25 und 31 Jahren, also im gebärfähigen Alter auf. Nach der Diagnose fragen sich viele Frauen deshalb: Darf und kann ich mit der MS Kinder bekommen?

97. Wenn die MS das Sehen beeinträchtigt

Sehstörungen zählen zu den häufigsten Erstsymptomen der MS und den zehn häufigsten Beschwerden dem deutschen MS-Register zufolge. Hauptursachen sind eine Entzündung des Sehnervs (Optikusneuritis oder optische Neuritis genannt) oder andere Hirnnerven betreffende Entzündungen, die zu Störungen der Augenbewegung (okulomotorische Störungen) führen.

98. Austausch übers Internet – Hilfe für viele von MS Betroffene

Viele Menschen mit MS schwören auf ihre Selbsthilfegruppe, weil sie dort anderen MS-Betroffenen begegnen, mit denen sie sich austauschen können, die ihre Probleme verstehen und ihnen wertvolle Tipps z. B. zur Bewältigung der Krankheit geben. Doch auch der Austausch übers Internet ist mittlerweile für eine Reihe von MS-Patienten unverzichtbar geworden.

99. Bewegung und Sport sind das Wichtigste für mich!

Für MS gab es in meinem früheren Leben nie auch nur ein kleines Anzeichen – 47 Jahre lang war ich gesund, darüber freue ich mich heute rückblickend an Tagen, an denen es mir nicht so gut geht. Ich habe immer viel Sport gemacht, vorwiegend Laufen (bis zum Marathon 2001), Fahrradfahren und Skifahren im Winter.

100. Kognitive Beeinträchtigungen: Unterschiede zwischen PPMS und RRMS

Menschen mit primär-progressiver MS (PPMS) zeigen einer Studie der Universität Bordeaux zufolge mehr kognitive Beeinträchtigungen als an schubförmiger MS (RRMS) Erkrankte. Die in der Zeitschrift Neurology veröffentlichte Untersuchung ergab, dass Patienten mit PPMS eine große Breite kognitiver Defizite zeigten.

101. Vernetzte Forschung zum Patientenwohl

Die Mitglieder des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) haben in München den Startschuss für die zweite Förderperiode gegeben. Insgesamt 13 Projekte mit z. T. mehreren Subprojekten sind von einem internationalen Gutachtergremium zur Förderung empfohlen worden.

102. Beschädigtes Myelin ist nicht der Auslöser

Schäden im Myelin von Gehirn und Rückenmark führen nicht zur Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS), berichtet die Universität Zürich. Diesen Nachweis erbringen Neuroimmunologen der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit Forschern aus Berlin, Leipzig, Mainz und München. In der aktuellen Ausgabe von Nature Neuroscience verwerfen sie damit eine gängige Hypothese zur Entstehung von MS.

103. Rehabilitation bei MS – wichtig und sinnvoll

Eine Reha-Maßnahme bei MS kann helfen, körperliche, psychische und kognitive Einschränkungen zu bessern.

104. Hilfe bei Verstopfung, Durchfall und Stuhlinkontinenz

Darmfunktionsstörungen sind bei MS keine Seltenheit – laut der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) leiden rund 70 Prozent aller Menschen mit MS im Verlauf ihrer Krankheit darunter. Ein häufiges Problem ist die Verstopfung, aber auch immer wiederkehrender Durchfall oder Stuhlinkontinenz, also der unwillkürliche Abgang von Kot, können bei MS auftreten.

105. Dekubitus vorbeugen und behandeln

Dekubitus, umgangssprachlich meist als Wundliegen bezeichnet, ist nicht nur ein Problem Bettlägeriger. Es betrifft auch Menschen, die aufgrund von Bewegungseinschränkungen längere Zeit in derselben Haltung verharren, z. B. Rollstuhlfahrer. Kontrakturen, d. h. Bewegungseinschränkungen von Gelenken, die sich bei der MS manchmal entwickeln, weil bestimmte Gelenke nicht oder nur unzureichend bewegt werden können, erhöhen die Gefahr für die Entstehung eines Dekubitusgeschwürs.

106. Soziale Kognition bei MS beeinflusst?

Beeinflusst MS auch die soziale Kognition? Laut einer Studie gibt es tatsächlich Probleme bei der zwischenmenschlichen Kommunikation.

107. Coping – was ist das?

Coping-Strategien sollen bei der Bewältigung belastender Lebensereignisse helfen. Auch Menschen mit MS kann das Coping-Modell unter Umständen helfen.

108. Mobil bleiben mit MS

Beweglichkeit spielt eine große Rolle für die Lebensqualität – sowohl in der Freizeit als auch im Beruf. Doch es gibt bei MS viele Möglichkeiten, die Beweglichkeit zu erhalten und/oder mit Bewegungsdefiziten mobil zu bleiben.

109. Bundessozialgericht: Mindestmengen an Patientenbehandlungen sichern Erfahrung

Das Bundessozialgericht (BSG) legt mit seiner Entscheidung vom 12. September 2012 (AZ: B 3 KR 10/12 R) fest, dass die Festsetzung von Mindestmengen an Patientenbehandlungen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) grundsätzlich möglich und verfassungsrechtlich unbedenklich ist.

110. Rente bei MS beantragen

Bei Menschen mit MS können die körperlichen Einschränkungen so groß werden, dass sie unter Umständen ihren Beruf nicht mehr ausüben können.

111. Ein Traum wurde wahr: Ins MS-Camp nach Kanada

Jaqueline Wittmann, mit 17 die Diagnose MS erhalten, hatte Glück: Im letzten Sommer durfte sie über die dmsg ins Summer Camp nach Kanada reisen. Mit Befund MS sprach sie über ihre Krankheit, über die Veränderungen in ihrem Leben und über das schönste Erlebnis, das sie je hatte.

112. Hilfe bei kognitiven Beeinträchtigungen

Etwa 40 % aller Menschen mit MS, so die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), haben im Verlauf ihrer Krankheit mit Gedächtnisproblemen, Störungen der Aufmerksamkeit oder der Wahrnehmung zu tun.

113. Überblick über die aktuelle MS-Therapie

Trotz intensiver Forschung und des Einsatzes neu entwickelter Medikamente ist die Multiple Sklerose bisher nicht heilbar. Realistische Ziele der MS-Therapie sind eine schnelle Rückbildung der Symptome nach einem Schub und die Verhinderung von neuen Schüben.

114. Pflegebedürftigkeit und individuell angepasste Pflege

Die Diagnose MS bedeutet zwar nicht zwangsläufig, dass ein Betroffener im Verlauf der Krankheit Pflegeleistungen in Anspruch nehmen muss, dennoch machen sich viele Menschen mit MS frühzeitig Gedanken über eine eventuell auf sie zukommende Pflegebedürftigkeit. Denn die MS ist unberechenbar.

115. Forscher entdeckt wichtigen Mechanismus der Neurodegeneration bei der Multiplen Sklerose

Die Arbeit des Wissenschaftlers Dr. Manuel Friese vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) könnte die Erforschung und Behandlungsansätze von MS verändern. Dr. Manuel Friese beschreibt in einem Artikel der Zeitschrift Nature Medicine einen bisher unbekannten Kommunikationsweg von Nervenzellen und die Blockade desselben.

116. Pflaster zur MS-Therapie?

Kann ein auf den Oberarm geklebtes Pflaster mit Myelin-Peptiden die Schubrate und die Zahl der Läsionen im Zentralnervensystem bei MS verringern? Forscher der Universität Lodz (Polen) meinen: ja.

117. MS: Umbau im Gehirn

Bei Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, ist das Gehirn in der Lage, bestimmte Störungen zu einem gewissen Grad zu kompensieren. Wie es das macht, haben Mediziner der Würzburger Uniklinik genauer untersucht. Ihre Erkenntnisse können dazu beitragen, die Therapie zu verbessern.

118. Neurologen entdecken neue Funktion von Astrozyten

Im Gehirn kommen außer den Nervenzellen weitere Zellen vor, die die sog. Glia bilden. Sie werden in die Zelltypen Mikroglia, Oligodendrozyten und Astrozyten unterteilt. Die Mikrogliazellen sind die Abwehrzellen des Gehirns. Ihre Aufgabe besteht darin, pathogene Substanzen zu erkennen und zu beseitigen. Die Nervenzellen im Gehirn sind über lange Fortsätze verbunden, die sog. Axone.

119. Behandlung mit Vitamin D scheint Schubrisiko bei MS nicht zu verringern

Vitamin D in hohen Dosen scheint keine signifikante Auswirkung auf das Schubrisiko bei MS-Betroffenen zu haben. Das ergab eine Metaanalyse von Forschern der Barts and the London School of Medicine and Dentistry, veröffentlicht im Multiple Sclerosis Journal.

120. Legen Menschen mit MS höhere moralische Maßstäbe an ihre Mitmenschen an?

In einer Studie mit gesunden und von MS betroffenen Menschen wurde verglichen, wie hart jeweils über das Verhalten von Mitmenschen geurteilt wurde. Da es sich um eine kleine Studie handelte, können keine relevanten Rückschlüsse gezogen werden.

121. Schmerzen gezielt behandeln

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die MS bzw. die mit ihr einhergehenden Symptome Schmerzen auslösen können. In der Behandlung der MS spielt die Schmerzlinderung daher eine wichtige Rolle. In jedem Fall sollten Menschen mit MS beim Arztbesuch erwähnen, wenn erstmals Schmerzen – egal, welcher Art – auftreten.

122. Mittel gegen Epilepsie könnte vor Nervenschäden schützen

Ein Medikament, dass eingesetzt wird, um Epilepsieanfällen vorzubeugen, schützt möglicherweise die Nerven im Auge bei Menschen mit beginnender MS. Das legt eine Studie nahe, die auf der Jahrestagung der American Academy of Neurology vorgestellt und u. a. von den nationalen MS-Organisationen der USA und Großbritanniens unterstützt wurde.

123. Sonnenlicht und Vitamin D mindern MS-Risiko

Wer Zeit in der Sonne verbringt und ausreichend mit Vitamin D versorgt ist, beugt Multiple Sklerose vor. Mit diesem Resultat bestätigt eine australische Studie frühere Beobachtungen, die auf einen Schutzeffekt der ultravioletten Strahlung hinwiesen.

124. Selbsthilfe bei Blasenschwäche und Stuhlinkontinenz

Bei Blasenschwäche kann Beckenbodentraining helfen, um die Beckenbodenmuskulatur zu stärken. Durch ein Toilettentraining wird geübt, die Abstände zwischen den einzelnen Toilettengängen zu verlängern.

125. Magen-, Darm- und Blasenprobleme: Begleitsymptome der MS

Störungen des Verdauungssystems und der Harnblasenentleerung gehören zu den häufigsten Beschwerden, die mit der MS einhergehen. Die Ursache sind häufig Nervenschädigungen durch die Krankheit, doch können auch Medikamente Magen-Darm-Probleme verursachen.

126. Veränderte Darmflora bei MS

Menschen mit Multipler Sklerose haben eine veränderte Bakterienzusammensetzung im Darm. Ob dies Ursache oder Folge der MS ist muss noch geklärt werden.

127. Schädigung myelinproduzierender Zellen könnte Entzündungen im Nervensystem hervorrufen

Durch den Tod von myelinproduzierenden Zellen kann es zum Absterben von Nervenzellen kommen. Bisher ging man davon aus, dass die Reaktion des Immunsystems bei MS durch äußerliche Einflüsse bedingt ist.

129. Das Curado-MS-Forum: von Betroffenen für Betroffene

Wer könnte sich besser auskennen über Multiple Sklerose als die Betroffenen und ihre Angehörigen? Daher tauschen sich im Curado-Forum Betroffene und Angehörige regelmäßig aus, wie sie gemeinsam besser mit der Erkrankung umgehen können

130. Zurück in den Beruf

Treten Funktionseinschränkungen infolge eines MS-Schubs oder des Fortschreitens der MS auf, ist oft die Angst groß, die Arbeit und damit auch die Existenzgrundlage zu verlieren. Doch in vielen Fällen können von MS Betroffene auch mit der Krankheit weiter arbeiten.

131. Wann ist ein Stehrollstuhl sinnvoll?

Rollstühle sind ein wichtiges Hilfsmittel, um ein eigenständiges Leben zu führen. Für Menschen, die nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen und kaum oder gar nicht mehr selbstständig stehen und gehen können, kann die Anschaffung eines Stehrollstuhls sinnvoll sein.

132. Versorgungsansprüche und wie man sie beantragt

Die gesetzliche Rentenversicherung gewährt Menschen mit Behinderungen auf Antrag vor Eintritt des Rentenalters eine sog. Erwerbsminderungsrente, falls bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Unterschieden wird dabei zwischen der Rente wegen voller Erwerbsminderung und der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.

133. Wachstumsfaktoren als Schutz vor Diabetes und MS

Das Immunsystem schützt vor gefährlichen Bakterien und Viren, aber die Zellen, die diese Eindringlinge zerstören, können sich auch gegen den eigenen Körper wenden und Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ-1 oder MS auslösen.

134. Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose

Eine Multiple Sklerose (MS) zu diagnostizieren, ist nicht einfach. Die Symptome können sich individuell in ihrer Art, in dem Schweregrad ihrer Ausprägung und in dem Zeitpunkt ihres Auftretens unterscheiden.

135. Hilfsmittel Rollatoren

Bei Bewegungseinschränkungen, die durch die MS ausgelöst sind und das Gehen einschränken (z. B. Gangunsicherheit, Gehstörungen, Gleichgewichtsprobleme), kann die Benutzung eines Rollators die Mobilität und damit auch die Selbstständigkeit weiterhin gewährleisten.

136. Diagnose von Multipler Sklerose

Die MS ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Bei den Betroffenen treten erste Symptome oft zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr auf. Die Erkrankung betrifft in Deutschland etwa 30 - 100 Menschen pro 100.000 Einwohner. Erste Anzeichen dieser Erkrankung sind häufig Sehstörungen oder Taubheitsgefühle, eine Schwäche in einem Arm oder Bein oder Koordinationsstörungen. Diese Ausfallserscheinungen können relativ plötzlich innerhalb weniger Stunden oder Tage auftreten oder sich schleichend über mehrere Monate entwickeln.

137. Magen-Darm-Beschwerden als Begleiterscheinung

Bei Multiple Sklerose können sich die Nervenschädigungen oder mögliche Bewegungseinschränkungen auf den Verdauungstrakt auswirken. In der Folge kann es z. B. zu Verstopfung, Übelkeit oder Durchfall kommen.

138. Was bringt das Pflegestärkungsgesetz für Menschen mit MS und ihre Angehörigen?

Zum Januar 2015 ist die erste Stufe des Pflegestärkungsgesetzes in Kraft getreten. Die Änderungen betreffen auch Menschen mit MS, die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung beziehen, sowie die pflegenden Angehörigen.

139. Medikamente zur Therapie der progressiven MS in Sicht

2017 könnten drei Wirkstoffe zur Therapie der progressiven MS zugelassen werden. Bisher gibt es in Deutschland noch keine Medikamente.

140. Risikofaktoren für Suizid bei Multipler Sklerose

Wie eine Studie herausfand, gibt es drei Risikofaktoren, die einen Suizid bei Multipler Sklerose begünstigen können. Dazu gehören Despressionen, die Auswirkungen der MS auf den Alltag und das Gefühl gesellschaftlicher Isolation.

141. Komplementäre Therapieverfahren bei MS

Komplementäre Therapieverfahren können unter Umständen Symptome der MS mindern. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Entspannungsmethoden oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

142. Barrierefreies Reisen – Urlaub ohne Grenzen

In ihrem Urlaub zu verreisen, ist für viele Menschen mit Handicap eine Selbstverständlichkeit. Da sich mittlerweile auch viele Reiseveranstalter auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingestellt haben, wird es immer leichter, ein geeignetes Urlaubsziel zu finden. Doch auch vor Individualreisen müssen Menschen mit Behinderung nicht zurückschrecken.

143. Wenn gehen schwierig wird

Gangstörungen und Gangunsicherheit gehören zu den häufigen Symptomen bei MS. Ursache sind i. d. R. Schädigungen von Nervenbahnen, die für die Bewegung zuständig sind.

144. Darmflora und Myelinisierung

Forscher fanden heraus, dass Darmbakterien Einfluss auf die Myelinisierung haben. Bei einem Versuch mit Mäusen führten die Darmbakterien zu einem Rückgang der Myelinschicht.

145. Hilfe für die neurogene Blase

Unter einer sog. neurogenen Harnblase verstehen Mediziner Blasenentleerungsstörungen, die durch Störungen im Nervensystem verursacht sind. Bei der MS sind diese Probleme häufig. Sie sind auf die MS-bedingten Veränderungen im Zentralnervensystem zurückzuführen.

146. Bei MS besonders wichtig: Therapietreue

In regelmäßigen Abständen Medikamente zu nehmen oder sie sich selbst zu injizieren erfordert Selbstdisziplin. Vor allem, wenn die positiven Wirkungen eines Arzneimittels nicht sofort spürbar sind und das Medikament womöglich unerwünschte Nebenwirkungen hervorruft.

147. Hilfsmittel Rollstühle

Im Verlauf der MS können u. U. Bewegungseinschränkungen auftreten, deretwegen die Betroffenen zeitweilig einen Rollstuhl benötigen. Ein Rollstuhl kann dazu beitragen, weiterhin ein eigenständiges Leben zu führen.

148. Mit Fatigue leben

Etwa 90 % aller Menschen mit MS kennen Fatigue – die bleierne Müdigkeit und Erschöpfung, bei der man sich kaum konzentrieren kann und nur noch wenig leistungsfähig ist.

149. Schwerbehindertenausweis – hilfreich oder Makel?

Menschen mit MS, die durch ihre Erkrankung körperlich oder kognitiv stark beeinträchtigt sind, haben u. U. Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis.

150. Schmerzen bei MS

Wenn Menschen mit MS aufgrund der Nervenschädigungen an Schmerzen leiden, spricht man von neurogenen Schmerzen. Schmerztherapeuten und ein Schmerzprotokoll können dann hilfreich sein.

151. Probleme mit Magen und Darm

40 bis 70 % aller Menschen mit MS, so die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e. V. (DMSG), sind von Darmentleerungsstörungen betroffen. Dazu zählen Stuhlinkontinenz sowie in erster Linie Verstopfung, die u. a. mit Bauchschmerzen einhergehen kann.

152. Blasenprobleme und ihre Behandlung

Blasenfunktionsstörungen, die durch Nervenschäden hervorgerufen werden, bezeichnet die Medizin als neurogene Blasenfunktionsstörungen. Zu ihnen zählen auch Blasenprobleme, die infolge der MS auftreten.

153. Mehr Sicherheit durch Rollstuhltraining

Um eine einseitige Belastung von Muskeln zu vermeiden, sollen Menschen mit MS, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ein Rollstuhltraining in Anspruch nehmen.

154. Ständig müde: Fatigue, eine unangenehme Begleiterscheinung der MS

Das häufigste Symptom der MS ist dem MS-Register zufolge die sog. Fatigue. Das Wort stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie Müdigkeit. Hinter diesem doch recht allgemeinen Begriff verbirgt sich ein körperlicher und geistiger Erschöpfungszustand, der i. d. R. täglich für eine Dauer von sechs Stunden und länger auftritt, sich bei Belastungen verschlimmert und die Lebensqualität stark einschränken kann.

155. Hilfe bei Schluckstörungen

Über das Schlucken macht sich normalerweise niemand Gedanken. Schließlich läuft dieser lebenswichtige Vorgang schon beim Neugeborenen automatisch ab. Im Verlauf der MS aber kann es passieren, dass sich Probleme beim Schlucken einstellen. Schuld daran sind Nervenschäden, in deren Folge der Ablauf des komplizierten Schluckakts gestört ist.

156. MS und Familie

Zwei Drittel aller von MS Betroffenen, so die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e. V. (DMSG), erhalten ihre Diagnose zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr und damit in der Lebensphase, in der das Thema Familiengründung aktuell ist.

157. Symptome der MS und ihre Behandlung

MS kann mit einer Vielzahl von Symptomen einhergehen. Eine rasche Behandlung der Beschwerden ist daher wichtig.

158. Partnerschaft und Sexualität

Zwischen 40 % und 80 % der Frauen und 50 % bis 90 % der Männer mit MS erfahren im Laufe ihrer Krankheit Probleme mit der Sexualität. Diese Zahlen variieren so stark, weil der Multiple Sclerosis International Federation (MSIF) zufolge verschiedene Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen.

159. Aktualisierung der Leitlinie zur Behandlung der MS

Eine Aktualisierung zur Leitlinie für Multiple Sklerose steht auf den Webseiten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) zum Download bereit, berichtet das KKNMS. Experten des KKNMS haben die aktuelle Überarbeitung federführend im Auftrag der DGN erstellt.

160. Der MS nicht zu viel Raum geben

Marianne Winkelhahn hat MS und ist Vorsitzende des Behindertenbeirats Höxter. Befund MS sprach mit ihr über ihre Arbeit für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Frau Winkelhahn, Sie sind von MS betroffen und Vorsitzende des ersten Behindertenbeirats in Höxter. Wie sind Sie zu diesem Posten gekommen?

161. Ernährungstipps bei MS

Gerade im Herbst und Winter, der Erkältungszeit, spielt die richtige Ernährung für das Wohlbefinden eine große Rolle. Bereits durch die Beachtung von einfachen Ernährungsrichtlinien kann man sich selbst etwas Gutes tun und den Erkältungsgefahren entgegenwirken. Eine ausgewogene Ernährung führt dazu, dass die körpereigenen Kräfte unterstützt, die Stoffwechsellage verbessert und das Immunsystem stabilisiert wird. Dies kann sich auch positiv auf das Krankheitsgeschehen der MS auswirken.

162. Ergotherapie für mehr Lebensqualität

Körperliche und ggf. auch geistige Einschränkungen zu überwinden und den Alltag so selbstständig wie möglich zu bewerkstelligen, ist das Ziel der Ergotherapie. Dabei sieht diese Therapie den Multiple Sklerose-Patienten als vielschichtiges Individuum mit ganz persönlichen Bedürfnissen.

163. Schmerzen behandeln

Zwischen 43 % und 80 % aller von MS Betroffenen, so die Multiple Sclerosis International Federation (MSIF), haben Schmerzen. Diese Werte differieren deshalb so stark, weil verschiedene Studien unterschiedliche Werte ermittelt haben.

164. Physiotherapie – unentbehrlich in der MS-Behandlung

Physiotherapie – Maßnahmen der Krankengymnastik, der Elektro- und der Hydrotherapie (Wasseranwendungen) sowie Massagen – ist ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von MS. Sie hat in erster Linie zum Ziel, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers soweit wie möglich wieder herzustellen, z. B. bei durch die MS entstandenen Bewegungsstörungen und/oder -einschränkungen.

165. Logopädie – wann ist sie sinnvoll?

Die Logopädie hat in der Behandlung der MS einen festen Platz. Logopäden helfen sowohl bei Sprech- und Sprachstörungen als auch bei Störungen von Atemtechnik und Stimme sowie Schluckstörungen. Für viele von MS Betroffene spielt die Logopädie eine große Rolle, denn im Verlauf der Krankheit können Sprech- und Schluckstörungen auftreten.

166. Auf dem Rücken der Pferde – Hilfe durch Hippotherapie

Bei der Hippotherapie handelt es sich um eine Form der physiotherapeutischen Einzelbehandlung mit und auf Pferden. Im Gegensatz zum Reiten hat bei der Hippotherapie, einer Form des Therapeutischen Reitens, nicht die Person, die auf dem Pferd sitzt, die Kontrolle über das Tier, sondern ein speziell ausgebildeter Therapeut, der das Pferd führt und seinem Patienten Anweisungen gibt.

167. Therapiegeräte in der MS-Behandlung

Therapeutische Bewegungsgeräte, auch Bewegungstrainer genannt, sind in Deutschland als Hilfsmittel verordnungsfähig. Das bedeutet, dass die gesetzliche Krankenkasse i. d. R. die Kosten für ein solches Gerät übernimmt, wenn der Arzt der Ansicht ist, dass es – grob gesprochen – notwendig für eine erfolgreiche Behandlung seines Patienten ist.

168. Verteidigungsmechanismen des Gehirns gegen Viren hilfreich für MS-Therapie?

Bestimmte Zellen im Gehirn sorgen bei viralen Infektionen für Verstärkung. Diese Eigenschaft wollen sich Forscher bei der MS-Therapie zunutze machen.

169. Neuer Risikofaktor für MS

Forscher der Universität Illinois in Chicago haben eine Genveränderung entdeckt, die mit einem stark erhöhten Risiko für MS einhergeht. Die Wissenschaftler ermittelten eine Familie, in der fünf Geschwister an MS erkrankt waren bzw. ein klinisch isoliertes Syndrom aufwiesen, das als Vorstufe für MS gesehen wird.

170. Hohe Salzzufuhr als Risikofaktor

Forschungsergebnisse der Universität Vermont in Burlington deuten darauf hin, dass eine salzreiche Kost das Risiko für die Entstehung von MS erhöhen könnte. Allerdings, so die Forscher, sei der Kochsalzkonsum nur einer von vielen Umwelteinflüssen, die sich abhängig von der jeweiligen genetischen Ausstattung auswirkten.

171. Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) – was ist das?

Die Medikamente, die zur Behandlung von MS eingesetzt werden, können unter Umständen mit Nebewirkungen einhergehen. Eine dieser möglichen Nebenwirkungen ist die progressive multifokale Leokoenzephalopahtie.

172. Keine Chance dem Dekubitus

Dekubitus – dieses Wort steht für Druckgeschwüre, die – vereinfacht gesagt – entstehen, wenn ein ständiger Druck auf die gleiche Hautstelle ausgeübt wird. Die Zellen werden nicht mehr ausreichend mit Blut und damit mit Nährstoffen versorgt und Stoffwechselabbauprodukte werden nicht mehr in ausreichender Menge abtransportiert.

173. Verbesserung des Wohnumfelds

Körperliche Beeinträchtigungen treten bei Menschen mit MS im Verlauf der Krankheit häufig auf. Koordinations- und Bewegungsstörungen können zu einem Problem werden, wenn das Wohnumfeld daran nicht angepasst ist.

174. Abbruch der MS-Therapie führt zu neuer Krankheitsaktivität

Das zur New York University (NYU)gehörende Langone Medical Center hat ermittelt, was passiert, wenn MS-Patienten mit stabilem Krankheitsverlauf aufhören, ihre immunmodulierenden Medikamente zu nehmen.

175. Online-Befragung: Sportmotive und Bewegungsverhalten bei MS

Eine Online-Befragung zum Thema Sport führt das Institut für Sportwissenschaft und Sport in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg unter MS-Betroffenen durch. Denn obwohl mittlerweile erwiesen ist, dass jede Art von Bewegung auch Menschen mit MS gut tut, treiben diese im Durchschnitt selten Sport und bewegen sich insgesamt weniger.

176. MS und Beruf

59 % der Menschen mit MS weltweit sind berufstätig, davon zwei Drittel in Vollzeit. Das ergab eine Umfrage der Multiple Sclerosis International Federation (MSIF), an der 2010 rund 8.700 Menschen aus 125 Ländern teilnahmen.

177. Progressive MS Alliance – wer ist das und was tut sie?

Die Progressive MS Alliance ist ein Zusammenschluss von MS-Organisationen weltweit und wurde 2012 gegründet, um Forschung und Entwicklung von Medikamenten für die progressiven Formen (die sekundär progrediente (SPMS) und die primär progrediente (PPMS) Verlaufsform der MS) zu verbessern.

178. Hilft Alfacalcidol bei Fatigue?

Das Vitamin-D-Analogon Alfacalcidol könnte möglicherweise die Beschwerden bei Fatigue erleichtern. Darauf deuten die Ergebnisse einer Studie der Universität Tel Aviv hin, an der 158 Probanden mit starker Fatigue teilnahmen.

179. Rollstühle – Hilfsmittel, wie andere auch

Bei Menschen mit MS kann es vorkommen, dass ein Schub Bewegungsbeeinträchtigungen nach sich zieht, die einen Rollstuhl erfordern, sich im Laufe der Zeit jedoch wieder zurückbilden. Oder sie benötigen ihren Rollstuhl für längere Strecken, nicht jedoch z. B. in den eigenen vier Wänden.

180. Wunsch- und Wahlrecht bei der Rehabilitation

Für Menschen mit MS spielt die medizinische Rehabilitation eine große Rolle, denn vor allem nach einem Krankheitsschub zeigen sich oft gesundheitliche Beeinträchtigungen.

181. Neue Erkenntnisse zur MS in Baden-Württemberg

Die AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e. V., stellt die Daten zur Versorgungssituation MS-Erkrankter für Baden-Württemberg vor, die im Rahmen des deutschen MS-Registers erhoben wurden.

182. Alternative Behandlung bei MS

Alternative Behandlungsmethoden können eine Ergänzung zur verlaufsmodifizierenden Therapie der MS sein. Sie können Symptome lindern, die mit der MS einhergehen, oder können u. U. zu mehr Wohlbefinden verhelfen.

183. Selbstständig durch den Alltag

Selbstständig bleiben, möglichst ein Leben lang, das wünschen sich die meisten Menschen. Die Diagnose MS stellt die Betroffenen jedoch oft vor die Frage: Kann ich mit der MS auf Dauer ein eigenständiges Leben führen?

184. Sport und Bewegung – fit bleiben mit MS

Bewegung macht gute Laune und den Kopf frei. Sie sorgt dafür, dass der Körper beweglich bleibt, steigert die Mobilität und körperliche Leistungsfähigkeit und erhöht das allgemeine Wohlbefinden. Das zeigen wissenschaftliche Studien immer wieder.

185. Die Wohnung barrierefrei gestalten

Bewegungseinschränkungen können zu jedem Zeitpunkt im Verlauf der MS auftreten. Spätestens, wenn die ersten Probleme auftreten, sollten sich Betroffene Gedanken darüber machen, welche Umbauten ihnen das Leben erleichtern könnten.

186. Annette Eickert: Durch die MS zur Buchautorin

Gelesen hat sie schon immer viel, die MS hat sie zum Schreiben gebracht: Annette Eickert aus Worms ist Autorin von mittlerweile fünf Fantasyromanen und sprudelt über vor Ideen für weitere Bücher. Angefangen hat alles nach ihrer MS-Diagnose im Juni 2005.

187. Neue Medikamente für die Basistherapie

Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) begrüßt die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), Fumarat (BG-12) und Teriflunomid zur Behandlung der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose (MS) zuzulassen. Mit dem positiven Votum haben nun auch MS-Patienten in der Basistherapie die Möglichkeit, auf orale Präparate zurückzugreifen.

188. Genetisch bedingter Vitamin-D-Mangel erhöht Anfälligkeit

Eine Studie der kanadischen McGill-Universität hat genetisch bedingten Vitamin-D-Mangel als Risikofaktor für die Entstehung von MS ausgemacht.

189. MS verlangsamen durch Therapietreue

Therapietreue, auch als Adhärenz oder heute seltener als Compliance bezeichnet, bedeutet, eine angefangene medikamentöse (oder anderweitige) Behandlung solange fortzuführen, wie es medizinisch erforderlich ist.

190. Computergestützte kognitive Rehabilitation verbessert kognitive Leistungen bei RRMS

Eine Studie der Universität Neapel berichtet, dass ein computergestütztes Rehabilitationsprogramm, mit dem Ziel kognitive Leistungen bei schubförmiger MS (RRMS) zu verbessern, sowohl deren Aufmerksamkeit als auch die Gedächtnisleistungen und die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Informationen besserte.

191. Neuer Kaliumkanal als Ansatzpunkt für die MS-Therapie

Aggressive Immunzellen können über einen bislang unbekannten Kanal ins Gehirn eindringen. Das berichten Forscher aus Münster und Würzburg in Nature Medicine. Ihre Entdeckung eröffnet neue Perspektiven für die Behandlung der Multiplen Sklerose.

192. Eisen als Biomarker für MS?

Möglicherweise könnte Eisen als Biomarker für MS fungieren. Darauf deuten Ergebnisse einer Studie der Universität New York hin. Ein Forscherteam verglich mit einem neuen MRT-Verfahren die Gehirne von 31 mit MS diagnostizierten Personen mit denen von 17 gesunden Freiwilligen.

193. Forscher entdecken Biomarker für Gehirnentzündungen bei MS-Patienten

Natalizumab ist ein Wirkstoff zur Behandlung der Multiplen Sklerose. Bei Langzeitbehandlung kann es in seltenen Fällen zu einer schweren Nebenwirkung – einer virusvermittelten Gehirnentzündung – kommen. Forscher der Universität Münster haben in einer Studie des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) herausgefunden, worin die Anfälligkeit der Betroffenen begründet ist.

194. Lizenz zur Selbstzerstörung: Autoimmune Zellen erlangen in der Lunge die Fähigkeit, das Gehirn anzugreifen

Autoimmunerkrankungen werden durch Immunzellen ausgelöst, die sich gegen das eigene Gewebe richten. So gelingt es den Immunzellen bei der Multiplen Sklerose (MS), in das Nervengewebe einzudringen und dort zerstörerische Entzündungen zu verursachen.

195. Was sind MS-Zentren?

Menschen mit der Diagnose MS brauchen Ansprechpartner, die sie in medizinischen Fragen kompetent beraten und Erfahrung mit den verschiedenen Symptomen haben, die zur MS gehören. Die Behandlung, zu der einerseits die verlaufsmodifizierende und andererseits die symptomatische Therapie gehören, muss individuell angepasst werden.

196. Schwangerschaft und Stillen mit MS

Die MS an sich ist kein Hindernis für eine Schwangerschaft. Eine Schwangerschaft bei MS sollte gut geplant sein. Denn sie sollte in einer stabilen Krankheitsphase stattfinden, die immunprophylaktische Therapie sollte abgesetzt werden.

197. Extremer Stress scheint MS nicht auszulösen

Eine dänische Studie legt nahe, dass extremer Stress nicht der Auslöser von MS ist, wie manchmal vermutet wurde. Letztere Annahme beruht auf der Tatsache, dass Stress das Immunsystem schwächt und es damit womöglich anfälliger für Autoimmunprozesse werden lässt.

198. Der Schwerbehindertenausweis – sinnvoll oder eine Last?

Einen Schwerbehindertenausweis erhalten auf Antrag Personen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50. Wurde bis 2004 noch allen von MS Betroffenen im akuten Stadium und bis zu zwei Jahre danach ein Schwerbehindertenausweis zugestanden, wenn sie ihn beantragten, bekommen ihn heute nur noch Menschen mit MS mit nachgewiesenen schweren körperlichen Einschränkungen.

199. Multiple Sklerose und Schwangerschaft: Gezielte Information ist notwendig

Schwangerschaft und die ersten Monate nach einer Entbindung wirken sich in unterschiedlicher Weise auf den Krankheitsverlauf einer Multiplen Sklerose (MS) aus. Eine Studie aus der Klinik für Neurologie der Universität Lübeck zeigt, dass bei MS-Patientinnen Informationsbedarf zu diesem Thema besteht. Frauen erkranken annähernd doppelt so häufig an einer Multiplen Sklerose wie Männer.

200. Zertifizierte MS-Zentren bieten optimale Versorgung

Wer mit der Krankheit Multiple Sklerose konfrontiert wird, sollte sich auf jeden Fall in eine Klinik begeben, die langjährige Erfahrung in der Diagnosestellung, der klinischen Beurteilung und der Wahl der individuell besten Therapieoptionen hat: in eine Klinik, die über ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Verfahren verfügt und regelmäßig eine große Zahl von MS-Patienten stationär und ambulant nach dem neuesten wissenschaftlichen Stand untersucht und behandelt.

201. DMSG: Umfassendes, unabhängiges Serviceangebot für MS-Erkrankte

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) gibt MS-Erkrankten und ihren Angehörigen die professionelle Information, Beratung und Unterstützung, die sie benötigen. Innerhalb der DMSG gewährleistet die Aufgabenverteilung zwischen Bundesverband und den 16 Landesverbänden ein Rundum-Dienstleistungspaket, um Menschen mit MS aufzufangen, ihre Fragen zu beantworten, ihnen Hilfestellungen im Umgang mit der Krankheit zu bieten, ihnen Chancen und Perspektiven aufzuzeigen.

202. Den Geheimnissen der Multiplen Sklerose auf der Spur

Lähmungserscheinungen, Sehstörungen, Schwindel, Taubheitsgefühl oder schnelle Ermüdung – die Krankheit der 1.000 Gesichter ist auch in ihrem Verlauf schwer berechenbar. Während ein Teil der Betroffenen weitgehend beschwerdefrei lebt, sind andere durch die Krankheit stärker beeinträchtigt, bleiben i. d. R. jedoch berufsfähig. Bei einer weiteren Gruppe verläuft MS von Beginn an so aggressiv, dass diese Patienten schwerste Behinderungen davontragen.

203. Das Leben meistern mit kleinen Helfern

Eigenständigkeit ist ein wichtiger Aspekt eines erfüllten Lebens. Im Alltag kann es Phasen geben, in denen sie durch Sensibilitätsstörungen, Seheinschränkungen oder verminderte Beweglichkeit beeinträchtigt sind. Hilfsmittel geben Sicherheit und unterstützen in den verschiedensten Lebensbereichen.

204. Wie sich MS auf die Familie auswirkt

MS kann sich auch auf das Familien und Sexualleben auswirken. Bedingt durch die Nervenschäden kann es zu Impotenz kommen. Auch eine Schwangerschaft sollte gut bedacht werden.

205. Hemmen Diabetesmittel die Entzündungsaktivität bei MS?

In einer Studie wurde untersucht, inwieweit Medikamente gegen Diabetes auch bei MS helfen können. Die antientzündliche Wirkung der Medikamente half beim Rückgang von Läsionen.

206. Bewegung verringert möglicherweise die Krankheitsaktivität bei Kindern

Einer Studie der Universität Toronto zufolge, veröffentlicht in Neurology, der Fachzeitschrift der American Academy of Neurology (AAN), haben Kinder mit MS, die regelmäßig Sport treiben, eine verringerte Krankheitsaktivität.

207. Zertifizierte MS-Zentren – was können sie für mich tun?

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft zertifiziert MS-Zentren. Die Kliniken müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, die eine optimale Versogung und Behandlung der MS-Patienten gewährleisten.

208. Schützt eine Helicobacter-Infektion Frauen vor MS?

Das im Magen vieler Menschen vorkommende Bakterium Helicobacter pylori könnte u. U. Frauen vor MS schützen. Das legt eine Studie australischer und niederländischer Forscher nahe, die 550 MS-Patienten auf Antikörper gegen Helicobacter-Bakterien untersuchten.

209. Psychische Auswirkungen der MS

Die MS beeinträchtigt nicht nur körperliche Funktionen, auch das Risiko für psychische Störungen und Einschränkungen ist erhöht.

210. Mobilität bei MS auf Dauer erhalten

Bei körperlichen Beeinträchtigungen gibt es verschiedene Hilfsmittel, die Menschen mit MS helfen sollen, ihre Mobilität zu erhalten.

211. Was ist Medical Wellness?

Als Medical Wellness bezeichnet man Maßnahmen, die die Lebensqualität von Menschen mit MS steigern sollen. Medical Wellness wird bisher nicht von den Krankenkassen übernommen.

212. Hilft heiße Schokolade gegen Fatigue?

Multiple Sklerose kann mit Fatigue, einer ausgeprägten Form der Erschöpfung einhergehen. Forscher untersuchen die Rolle eines Inhaltsstoffes von heißer Schokolade zur Minderung der Fatigue.

213. Sind Genmutationen an der Entstehung von MS beteiligt?

Mutationen im Zytokin Interleukin-23A können Forschern zufolge an der Entstehung einer MS beteiligt sein.

214. MS und Palliativmedizin

Die Palliativmedizin soll die Lebensqualität von Patienten erhöhen, bei denen die MS-Erkrankung mit stark ausgeprägten Beschwerden, zum Beispiel Schmerzen, einhergeht.

215. Hirnschwund bei MS

Hirnschwund bei MS könnte in Zusammenhang mit beschädigten roten Blutkörperchen stehen, die dafür sorgen das Hämoglobin ins Gehirn gelangt.

216. Die Angst vor dem nächsten Schub

„Angefangen hat es bei mir mit einem Drehschwindel. Das hat sich aber wieder gegeben und dann hatte ich drei, vier Jahre Ruhe“, sagt Barbara Pospiech. Als schließlich Lähmungen auftraten, ging ihr damaliger Arzt zunächst von einer Migräne-Attacke aus. Aber die Symptome verdichteten sich weiter, im Jahr 1988 bestand kein Zweifel mehr.

217. Geschichte der MS

Menschen, die an MS erkrankten, gab es mit großer Wahrscheinlichkeit bereits im Mittelalter. So soll die später heiliggesprochene niederländische Nonne Lidwina von Schiedam (1380–1433) MS gehabt haben – sie ist zumindest die Erste, bei der Krankheitssymptome beschrieben wurden, die der MS zugeschrieben werden können.

218. Mobil sein und mobil bleiben bei Multipler Sklerose

Da MS Auswirkungen auf das Zentralnervensystem hat, kann es unter Umständen zu Koordinationsstörungen oder Bewegungseinschränkungen und in der Folge zu Mobilitätsverlust kommen.

219. Reisen mit MS

Menschen mit MS sollten idealerweise dorthin reisen, wo ein gemäßigtes Klima herrscht. Wichtig ist auch, dass die Unterkunft barrierefrei ist.

220. MS-Selbsthilfegruppe Holzminden trainiert kognitive Fähigkeiten

Die MS-Selbsthilfegruppe Holzminden im Landesverband Niedersachsen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) führte Mitte 2014 auf Initiative des Kontaktgruppenleiters Fritz Keiner einen Schnupperkurs in Life-Kinetik durch, einem Bewegungsprogramm zur Gehirnentfaltung.

221. Den Kopf trainieren

Kognitive Einschränkungen, zu denen u. a. Störungen der Merkfähigkeit, der Wahrnehmung und der Aufmerksamkeit gehören, treten im Laufe der Zeit bei rund 40 % aller von MS Betroffenen auf, so die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Wissenschaftlichen Studien zufolge häufig sogar bereits in frühen Stadien der Krankheit.

222. Dem Uhthoff-Phänomen entkommen

Bei heißen Temperaturen leiden viele MS-Betroffene am Uhthoff-Phänomen, einer Verschlimmerung der Symptome durch Wärme.

223. Jahreszeit bei der Geburt: Einfluss auf die Entstehung von MS?

Einer Studie zufolge könnte die bei der Geburt herrschende Jahreszeit Einfluss auf die Entstehung von Multiple Sklerose haben.

224. Gezielt entspannen bei MS

Gezielte Entspannungsübungen können ggf. dabei helfen, Symptome der Multiplen Sklerose zu lindern und Schüben vorzubeugen.

225. Hilfsmittel für den Alltag

Eine MS kann mit Einschränkungen des Bewegungsapparates einhergehen. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Hilfsmittel, die Menschen mit MS den Alltag erleichtern sollen.

226. MS: Wunsch- und Wahlrecht bei Rehabilitation durchsetzen

Die Rehabilitation bei MS sollte genau auf die Bedürfnisse zugeschnitten sein. Betroffene sollten bei der Klinikwahl auf ihr Wunsch- und Wahlrecht bestehen.

227. Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. setzt sich für die Belange von MS-Erkrankten ein.

228. Gesund genießen

Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung ist bei gesunden und chronisch kranken Menschen wichtig, umso mehr aber profitieren chronisch kranke Menschen davon. Gerade chronisch Kranke sollten darauf achten, dass ihr Essen schmackhaft ist und sie sich ihren Appetit bewahren.

229. Was bringt mir eine Selbsthilfegruppe?

Ob der Besuch einer Selbsthilfegruppe infrage kommt, muss jeder individuell für sich selbst entscheiden. Oft hilft es, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, die mit ähnlichen oder denselben Problemen zu kämpfen haben.

230. 35 Jahre DMSG-Landesverband Hamburg

Seit 1982 berät der DMSG-Landesverband Hamburg Betroffene von MS und ihre Angehörigen. Außerdem werden Seminare und Workshops veranstaltet.

231. Zukünftige MS-Therapie

Nach den Leitlinien sind die Substanzen Teriflunomid und Dimethylfumarat als Basistherapeutika einzustufen und können deshalb wie IFN-beta und Glatirameracetat eingesetzt werden. Fingolimod ist nicht für die Basistherapie zugelassen und lässt sich deshalb eher mit Natalizumab und Alemtuzumab vergleichen.

232. Kann Vitamin D zur Myelinreparatur beitragen?

Forscher fanden heraus, dass die Einnahme von Vitamin D unter Umständen bei der Reparatur von Myelin hilfreich sein kann. Dabei spielt das RXR Gamma-Protein eine entscheidende Rolle.

233. Maus und Ratte als Modell für Multiple Sklerose?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Institut für Pathologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) haben bereits verfügbare Daten zur Multiplen Sklerose (MS) und experimenteller Tiermodelle neu analysiert. Ihre Ergebnisse haben sie in dem Online-Fachmagazin PLOS ONE veröffentlicht, berichtet die TiHo.

234. Was tun bei Beschwerden von Magen, Darm und Blase?

An der Entleerung von Harnblase und Darm sind zahlreiche Nerven beteiligt. So befinden sich z. B. in der Harnblase zahlreiche Rezeptoren, die Informationen über Dehnung und Füllungsstand der Blase über die Nerven des Rückenmarks ans Gehirn weiterleiten.

235. 55 Jahre DMSG-Landesverband Bayern

1960 gründete Oberschwester Annelis Wirsing das Sozialwerk der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Landesgruppe Bayern e. V. Zunächst war es nur ein kleiner Verband, der jedoch sehr bald wuchs.

236. Spastik in den Griff bekommen

Im Biologieunterricht dürften die meisten Menschen im Zusammenhang mit der Funktionsweise der Muskulatur schon einmal den Begriff „Gegenspielerprinzip“ gehört haben: Ein Muskel spannt sich aktiv an, zieht sich also zusammen, während der andere sich weitgehend entspannt und lang macht bzw. dehnt.

237. Leben mit Fatigue

Fatigue, dieses Wort aus dem Französischen bedeutet Müdigkeit. Es bezeichnet einen anhaltenden Erschöpfungszustand, der mit einer verringerten Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie körperlicher und geistiger Kraftlosigkeit einhergeht.

238. Cholesterinsenker möglicherweise hilfreich bei der MS-Behandlung

Statine, die vor allem zur Senkung zu hoher Cholesterinwerte im Blut eingesetzt werden, können eventuell dabei helfen, Veränderungen im Gehirn bei der sekundär progredienten Form der MS unter Kontrolle zu bringen. Dies fanden Forscher der Universität London mit einer Studie heraus, an der 140 Probanden teilnahmen.

239. Runter vom Sofa und Leinen los

Petra Orben, Jahrgang 1962, Diplom-Sozialpädagogin, war jahrelang im heilpädagogischen Bereich tätig. 1999 wurde die Diagnose Multiple Sklerose gestellt und seit 2002 ist sie Frührentnerin. Durch die Erkrankung ist sie in ihrer Motorik eingeschränkt und beim Gehen auf Hilfsmittel angewiesen.

240. Leberforscher auf der Spur zu einem Multiple Sklerose-Impfstoff

„Wir wollen die besonderen immunologischen Bedingungen in der Leber nutzen, um spezielle schützende Immunzellen zu erzeugen“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Stefan Lüth von der I. Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). „Solche regulatorischen T-Zellen könnten auch den Ausbruch von Multipler Sklerose verhindern.“

241. Ernährungstipps bei MS

Ernährung kann die Gesundheit und das Wohlbefinden beeinflussen. Doch bislang, so die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), gibt es keinen Hinweis darauf, dass eine wie auch immer geartete Diät das Fortschreiten der MS beeinflussen könnte.

242. Trainings- und Bewegungstherapie mit und ohne Geräte

Bewegungseinschränkungen sind eine häufige Folge der MS. Dazu zählen u. a. Gangunsicherheit, Lähmungen und Koordinationsstörungen. Da aber die Mobilität eine wichtige Voraussetzung für ein selbstständiges Leben ist, spielt die Bewegungstherapie eine große Rolle bei der Behandlung der MS, vor allem auch die geräteunterstützte Trainingstherapie.

243. Wie sieht eine barrierefreie Wohnung aus?

Bei vielen von MS Betroffenen kommt es zu Bewegungseinschränkungen. Daher ist es wichtig, die Wohnung möglichst barrierefrei umzubauen.

244. DMSG-Landesverband Bremen feierte 25-jähriges Bestehen

Am 24. April 1989 war es so weit: Der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Landesverband Bremen e. V. wurde als rechtlich selbstständige Untergliederung des DMSG-Bundesverbands gegründet.

245. Compliance – Eigenverantwortung in der MS-Therapie

Erfolgreiche Langzeit-Therapie erfordert Zusammenarbeit von Arzt und Patient: Der englische Begriff Compliance, zu deutsch: Bereitschaft oder Einwilligung, bezeichnet in der Medizin die Bereitschaft des Patienten, an diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen sorgfältig, regelmäßig und verantwortungsvoll mitzuarbeiten. Die so genannte „Verordnungstreue“ beinhaltet für den Erkrankten, Medikamente gemäß der ärztlichen Verschreibung einzusetzen, um auch bei Langzeit-Therapien den gewünschten Erfolg zu erreichen. Bei Multipler Sklerose ist angesichts der hohen Therapieabbruchrate eine auf Vertrauen und Zuverlässigkeit basierende Kooperation zwischen Arzt und Patient zur Erhaltung der Compliance unerlässlich.

246. Das Leben geht weiter Portrait einer MS-Betroffenen

Carola Himmel ist seit mehreren Jahren an Multiple Sklerose erkrankt. Während ihrer Therapie hat sie bemerkt, dass ihr die Aufzeichnung ihres Lebens hilft, sich mit der Krankheit intensiver auseinander zusetzen.

247. Entzündungswerte könnten Schwere der MS vorhersagen

Bei einer progredienten Verlaufsform der MS lässt sich im Blut eine erhöhte Zahl bestimmter Zytokine feststellen. Umso niedriger bei diesem Verlauf die Menge an Interleukin 10 im Blut war, desto größer war die Wahrscheinlichkeit für einen höheren Behinderungsgrad.

248. Tipps für den Urlaub mit MS

Auf den Urlaub müssen auch Menschen mit MS nicht verzichten. Allerdings sollte die Reise gut geplant werden, damit sie die gewünschten Ergebnisse (Erholung, Entspannung und/oder Abenteuer) bringt.

249. Kann Zimt MS-Beschwerden verringern?

Die orale Verarbeichung von Zimtpulver (Cinnamonum verum) unterdrückte bei weiblichen Mäusen, bei denen eine experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis (EAE) ausgelöst worden war, das Auftreten von Symptomen der schubförmigen EAE.

250. Schützt Kaffeekonsum vor MS?

Einer Studie zufolge könnte regelmäßges Kaffeetrinken das Risiko für die Entstehung von Multipler Sklerose reduzieren. Koffein werden nervenschützende Eigenschaften zugeschrieben.

251. Pflege bei Problemen mit der Beweglichkeit

Häufig übernehmen Angehörige die Pflege, wenn Betroffene von MS aufgrund von Bewegungseinschränkungen auf Hilfe angewiesen sind.

252. Mit MS aktiv leben

Auch mit Menschen mit MS können ein vielseitiges, aktives Leben führen. Freunde treffen, Gartenarbeit, Bewegung und Reisen sind in vielen Fällen auch mit MS möglich.

253. Forscher regen Mausstammzellen im Gehirn zur Reparatur von Myelinscheiden an

Zwei zugelassene Arzneimittel könnten in Zukunft eventuell eine Rolle bei der Behandlung von MS spielen. Einer Studie zufolge, entdeckten US-amerikanische Wissenschaftler, dass diese Arzneimittel im Mausmodell Stammzellen im Gehirn aktivieren konnten, Myelin produzierende Zellen anzuregen und die weiße Substanz (durch Myelin ummantelte Nervenfasern) zu reparieren, die bei MS geschädigt ist.

254. Erste Erfolge einer internationalen Forschungsallianz für Kinder mit MS

Unter dem Namen GRACE-MS erforschen Kliniken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bei Kindern mit Multipler Sklerose. Die Forschergemeinschaft trägt den Namen GRACE-MS, eine Kurzform von „German-speaking Research Alliance for ChildrEn with MS“.

255. Über 40 Jahre MS Bazar im DMSG Landesverband Bayern

Der MS Bazar besteht bereits seit über 40 Jahren. In einem großen Wohltätigkeitsbasar wird Geld für Menschen mit MS in Bayern und deren Angehörige eingenommen. Die Organisation erfolgt über ehrenamtliche Mitarbeiter.

256. Geht Übergewicht in der Jugend mit einem erhöhten MS-Risiko einher?

Eine in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlichte Studie legt nahe, dass ein hoher Body-Mass-Index (BMI, ein Wert zur Einordnung des Gewichts) in der Jugend – genauer im Alter zwischen 15 und 20 Jahren – die Gefahr für eine MS-Erkrankung erhöht.

257. Blasenfunktionstraining gegen Blasenfunktionsstörungen bei MS

Funktionsstörungen der Blase wirken sich in vielerlei Hinsicht auf das Leben der Patienten aus. Sie beeinträchtigen das soziale Leben, die berufliche Tätigkeit und das Sexualleben. Um das Problem in den Griff zu bekommen, gibt es z. B. bestimmte Trainingstechniken und Medikamente. Fast alle an Multipler Sklerose erkrankte Menschen haben im Verlauf der Krankheit Blasenfunktionsstörungen.

258. Die richtige Entspannungsmethode finden

Entspannung spielt in der symptomatischen Behandlung der MS eine wichtige Rolle. Denn gezieltes Sich-Entspannen baut Stress ab und sorgt für größeres körperliches und seelisches Wohlbefinden.

259. Astrozyten beeinträchtigen das Gedächtnis

Astrozyten gehören zu den Gliazellen und haben Einfluss auf die Aktivität der Neuronen im Gehirn. Bei einer Gehirnentzündung sorgen die Astrozyten für kognitive Beeinträchtigungen bei Menschen mit MS.

260. Dekubitus vorbeugen

Eine nicht zu unterschätzende Gefahr für alle von MS Betroffenen mit größeren Bewegungseinschränkungen ist ist der Dekubitus. Darunter versteht man Verletzungen der Haut und der darunter liegenden Schichten, die durch länger andauernden Druck auf das Körpergewebe sowie durch Reibung und Scherkräfte entstehen.

261. Vitamin D und MS

Babys, die bei der Geburt einen niedrigen Vitamin-D-Wert im Blut aufweisen, haben unter Umständen ein erhöhtes Risiko für MS.

262. 15 Menschen mit MS auf Reisen – ein Wochenende auf der MS World Conference in Berlin

Seit fünf Jahren leitet Lydia Dabringhausen den DMSG-Kontaktkreis Corvey und Umgebung, der mittlerweile 24 Mitgliedern aufweist. Für den aktiven Kontaktkreis war 2013 ein besonders aufregendes und zugleich anregendes Jahr.

263. MS und Pflege

Während manche Betroffene ohne größere Hilfen auskommen, sind andere in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt und benötigen Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen wie Körperpflege, Mobilität und Ernährung oder bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten.

264. Klettern mit MS

Klettern und MS – ein Widerspruch? Nein, denn mittlerweile gibt es deutschlandweit in mehreren Städten Klettergruppen für Menschen mit MS. Beim sog. therapeutischen Klettern geht es darum, Kraft, Ausdauer und Motorik zu verbessern.

265. Die unsichtbare Seite der MS

MS kann mit Beschwerden einhergehen, die für andere Menschen nicht immer sofort ersichtlich sind. So kann es zu psychischen Erkrankungen oder auch einer stark ausgeprägten Müdigkeit, der sog. Fatigue kommen.

266. Was MS-Patienten über klinische Studien wissen sollten

Klinische Studien – diesen Begriff haben wohl die meisten Menschen mit MS schon einmal gehört. Doch was versteht man darunter genau, wie sind klinische Studien aufgebaut, welchen Nutzen haben sie für Menschen mit MS und wer kann überhaupt an klinischen Studien teilnehmen?

267. Stehrollstühle

Stehrollstühle können das Leben von Rollstuhlfahrern mit MS erleichtern. Sie ermöglichen einem Rollstuhlfahrer das selbstständige Aufrichten in eine Stehposition auch dann, wenn er kaum noch bzw. gar nicht mehr selbstständig gehen oder stehen kann. Wer durch einen Stehrollstuhl in die Lage versetzt wird, bei Bedarf zu stehen, gewinnt i. d. R. ein gerüttelt Maß an Eigenständigkeit zurück, was sich in den meisten Fällen positiv aufs Wohlbefinden und auf die Psyche auswirkt.

268. Urlaub und Reisen: Raus aus dem Alltagstrott

Der Sommer naht – und damit für viele Menschen auch die Urlaubszeit. Viele fragen sich, ob sie den Strapazen einer Reise überhaupt gewachsen sind. Andere würden gerne wegfahren, wissen aber nicht, wie und wo sie auch mit körperlichen Beeinträchtigungen einen erholsamen Urlaub verbringen sollten.

269. Bewegungsstörungen und ihre Behandlung

Bewegungsstörungen treten im Verlauf der MS bei den meisten Betroffenen auf. Doch Bewegungsstörungen gibt es viele. Die Medizin unterscheidet u. a. Ataxien, Spastiken, Lähmungen und Tremor. Mit Bewegungsstörungen gehen bei MS zudem häufig Empfindungsstörungen (sog. Parästhesien) einher.

270. Mit Bogenschießen kognitive und körperliche Fähigkeiten trainieren

Sport und Bewegung spielen in der MS-Therapie eine wichtige Rolle: um die Beweglichkeit und damit zugleich die Selbstständigkeit der von MS Betroffenen zu erhalten, um Stress abzubauen und die Psyche zu stabilisieren und um ganz allgemein die Lebensqualität zu verbessern.

271. Therapieeffekt von Interferon-beta besser vorhersehbar

Eine Forschergruppe um Prof. Bernhard Hemmer hat zusammen mit Wissenschaftlern aus Düsseldorf und Dresden gezeigt, wie sich ein ein möglicher Wirkverlust der Interferon-beta-Therapie bei MS-Patienten besser vorhersagen lässt.

272. Interview mit Dr. Erik Bahn, Koordinator der German MS Brain Bank

Die Spender haben keinen direkten Vorteil von ihrer Spende, aber sie können jederzeit Informationsmaterial anfordern bzw. erhalten Informationen über Veranstaltungen zum Thema MS, die sie interessieren könnten. Die Dokumentation über den Krankheitsverlauf des Spenders erhält die German MS Brain Bank von den behandelnden Ärzten zumeist erst nach dessen Tod.

273. Klinische Studien: Was nützt mir eine Studienteilnahme?

Die Teilnahme an klinischen Studien ist immer freiwillig. Bei solchen Studien werden neue Medikamente und Wirkstoffe getestet. Es wird auch untersucht, inwieweit z. B. Lebensstiländerungen die Symptome der MS bessern können.

274. Forscher machen mögliche Vorzeichen von MS aus

Schon zwei bis drei Jahre, bevor die Diagnose Multiple Sklerose gestellt wird, lassen sich im Blut der späteren Patienten Auffälligkeiten nachweisen. Im Vergleich mit Gesunden sinken in dieser Zeit die Vitamin-D-Werte stark ab. Dafür steigt die Stärke der Antikörper-Immunantwort gegen das Epstein-Barr-Virus, das schon lange unter Verdacht steht, an der Entstehung von MS beteiligt zu sein.

275. Vielfältige Behandlungsoptionen bei sexuellen Störungen und Potenzproblemen

Zu den sekundären Dysfunktionen zählen die durch die Symptome der MS oder durch MS-Medikamente hervorgerufenen Beeinträchtigungen des Sexuallebens. Letztere können oft mit einer Umstellung der Medikation behoben werden. Tertiäre Dysfunktionen hängen nur bedingt mit der Krankheit zusammen. Meist sind es psychosoziale Probleme, die das Sexualleben beeinträchtigen. Hier kann dem Betroffenen der Besuch bei einem Psychologen oder Sexualtherapeuten helfen.

276. Pflege und betreutes Wohnen

Abhängig vom Verlauf der MS und der Schwere der Beeinträchtigungen durch die Krankheit bedürfen MS-Betroffene u. U. ab einem gewissen Zeitpunkt der Pflege durch andere Personen. Dabei kann die Pflege auf einen gewissen Zeitraum begrenzt sein, etwa weil sich körperliche Einschränkungen nach einem Schub wieder zurückbilden.

277. Experteninterview mit Prof. Dr. Thomas Henze

Herr Prof. Dr. Henze, zuerst möchten wir Ihnen gerne einige persönliche Fragen stellen. Warum haben Sie sich für den Arztberuf entschieden und was hat Sie bewogen, sich auf die Neurologie zu spezialisieren?

278. Autofahren mit MS

Menschen mit MS müssen dafür sorgen, dass ihre Teilnahme am Straßenverkehr kein Risiko für andere Verkehrsteilnehmer darstellt. Einfluss auf die Fahrtauglichkeit können z. B. Medikamente nehmen.

279. Hilfe bei paroxysmalen Symptomen

Paroxysmale Symptome sind kurzzeitig auftretende Beschwerden, die dann wieder verschwinden, aber in der Regel erneut auftreten. Zu den paroxysmalen Symptomen gehört auch das Uhthoff-Phänomen.

280. Tipps für Jugendliche mit von MS betroffenen Eltern

Eine Mutter oder einen Vater mit MS zu haben, ist besonders für Jugendliche oft schwierig. Weil das Leben sich nicht immer planen lässt. Weil Jugendliche mit einem von MS betroffenen Elternteil vielleicht nicht immer das tun können, was sie sich vorgenommen haben.

281. Neues vom Meeting der Amerikanischen Academy of Neurology

Bei der Tagung der Amerikanischen Academy of Neurology wurden neue Erkenntnisse zur MS besprochen. So waren zum Beispiel die Langzeitdaten zur Wirkung verschiedener Therapien Thema der Veranstaltung.

282. Vegetarische, fettarme Ernährung bei MS eventuell sinnvoll

Einige Symptome der MS können durch eine fettarme, vegetarische Ernährung unter Umständen gebessert werden. So können auf diese Weise der Body-Mass-Index und die Blutfettwerte positiv beeinflusst werden.

283. MS-Medikamente direkt ins Gehirn transportieren

Durch die Blut-Hirn-Schranke gelangen Medikamente bei MS nicht unmittelbar ins Gehirn. Mittels Ultraschallwellen soll dies nun besser möglich sein.

284. Rehabilitation bei MS – was muss ich wissen?

Der Begriff medizinische Rehabilitation (Reha) bedeutet so viel wie gesundheitliche Wiederherstellung. Die medizinische Reha soll einen Menschen, der infolge einer Krankheit oder eines Unfalls gesundheitlich beeinträchtigt ist, wieder in den körperlichen und geistigen Zustand versetzen, in dem er sich vor seiner Krankheit oder seinem Unfall befunden hat.

285. Selbst bestimmt leben – mit MS

Am 25. Mai 2015 findet der achte Welt MS Tag statt. Das Motto in diesem Jahr lautet „Selbst bestimmt leben – mit MS“. Damit soll deutlich werden, dass auch Menschen mit MS ein ganz normales Leben führen möchten.

286. Therapie von Multipler Sklerose

Die Therapie von Multipler Sklerose erfolgt mit Medikamenten gegen die Schübe und mit Medikamenten zur Langzeittherapie. Auch die Plasmapherese oder die Immunadsorption können zum Einsatz kommen.

287. Hilfe beim Uhthoff-Phänomen

Wenn sich die Symptome der MS bei höheren Temperaturen verschlimmern, kann es sich um das Uhthoff-Phänomen handeln. Man sollte sich dann möglichst im Schatten aufhalten und den Körper kühl halten.

288. 35 Jahre DMSG-Landesverbände Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz

Ein Jubiläum feiern 2015 drei Landesverbände der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG): der DMSG-Landesverband Hessen, der Landesverband Nordrhein-Westfalen und der Landesverband Rheinland-Pfalz. Alle drei Landesverbände wurden 1980 gegründet und bestehen damit bereits seit 35 Jahren.

289. Was beim Uhthoff-Phänomen hilft

In der warmen Jahreszeit sind viele Menschen mit MS vom Uhthoff-Phänomen betroffen: einer Verschlimmerung ihrer MS-Symptome durch die Erhöhung der Körpertemperatur. Wahrscheinlich verringert Wärme die Leitfähigkeit bereits vorgeschädigter Nerven, sodass sie langsamer reagieren.

290. Ramona Bigl: MS ist nicht das Ende aller Lebensträume

Unter den kunsthandwerklichen Ausstellern stechen sie heraus: die MS-Infostände auf den Hobby-, Künstler- und Ideenmärkten, die zweimal jährlich in den bayerischen Orten Rattelsdorf, Bindlach, Oberkotzau und Pliening (bei München) stattfinden. Es gibt einen guten Grund, warum sich die MS-Selbsthilfe genau dort präsentiert. Die Veranstalterin der Märkte, Ramona Bigl, ist selbst von MS betroffen.

291. Reisen und Urlaub mit MS

Wenn Menschen mit MS verreisen, müssen sie vorher ein paar Dinge beachten und planen. In Bezug auf ihre Medikamente sollten Betroffene vorab Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

292. Ab in den Urlaub trotz MS

Menschen mit MS sollten bei der Reiseplanung auf das Klima im Urlaubsland achten. Sehr warme Temperaturen können sich negativ auf die Symptome auswirken.

293. Katrin – eine junge MS-Betroffene im Altenheim

Katrin ist 47 Jahre jung und weiß seit 1994, dass sie Multiple Sklerose hat. Seitdem hat sie, wie sie selbst sagt, unzählige Krankheitsschübe gehabt. Nach sechs MS-Schüben in der ersten Hälfte des Jahres 2013 musste sie ihre Wohnung aufgeben und zog mit Pflegestufe 2 und einem EDSS von 8 ins Altersheim.

294. Ernährung bei Dysphagie

Dysphagie ist der medizinische Ausdruck für Schluckstörung. Der Schluckvorgang ist ein komplexer Prozess, an dem Mund, Rachen, Speiseröhre und Mageneingang beteiligt sind. Bei MS kann dieser Prozess durch eine Beeinträchtigung der Nerven gestört sein.

295. Wärme lähmt Geisteskraft bei Multipler Sklerose

Hohe Temperaturen lähmen bei Menschen mit Multipler Sklerose die geistige Leistungsfähigkeit. Bei Denkaufgaben oder Gedächtnistests schneiden MS-Patienten bei warmem Wetter um etwa 70 % schlechter ab als bei kühler Witterung.

296. Möglicher Ansatzpunkt für Therapie

Ein Forscherteam um den LMU-Mediziner Prof. Martin Kerschensteiner und Prof. Thomas Misgeld, München, konnte nun aufklären, wie es zur Zerstörung der Axone (Fortsätze der Nervenzellen) bei MS kommt. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die Entzündung im Nervensystem eine bislang unbekannte Form des Absterbens bzw. des Funktionsausfalls von Axonen in Nervenfasern (Axondegeneration) – die „focal axonal degeneration“ oder FAD – auslösen kann.

297. Gute Pflege ist Hilfe zur Selbsthilfe

Ein Mensch, der an Multipler Sklerose erkrankt ist, landet nicht gleich (und oft auch später nicht) im Rollstuhl. Das komplexe Krankheitsbild kann mit Symptomen einher gehen wie Spastik, Koordinationsstörungen, kognitiven Beeinträchtigungen, Fatigue ... Dinge, die möglichweise einer Unterstützung bedürfen und es sinnvoll erscheinen lassen, über Möglichkeiten der Pflege nachzudenken.

298. 35 Jahre DMSG Saarland

Die DMSG Saarland unterstützt und informiert seit 1981 von MS Betroffene, ihre Angehörigen und Interessierte. Auch ein ambulanter Pflegedienst gehört zum Angebot der DMSG Saarland.

299. Mit dem Uhthoff-Phänomen umgehen

Uhthoff-Phänomen – dieser Begriff bezeichnet die vorübergehende Verschlechterung von MS-bedingten Symptomen ausgelöst durch Wärme. Die Wärme scheint bei einigen MS-Betroffenen die Leitfähigkeit der vorgeschädigten Nerven zu verschlechtern, sodass die Betroffenen es in der Folge z. B. mit Problemen wie einer Verminderung der Sehfähigkeit, einer verringerten Leistungsfähigkeit, Verschlimmerung der Fatigue oder auch mit vermehrtem Auftreten von Spastik zu tun haben.

300. Bewegungstherapiegeräte: Welche gibt es und was bewirken sie?

In der Behandlung von MS spielt Bewegungstraining eine große Rolle. Es dient sowohl dem Erhalt körperlicher Funktionen, die durch Schädigungen der Nerven beeinträchtigt sind, als auch zu deren Rückgewinnung. Bewegung stärkt Muskeln, Ausdauer, Gleichgewicht sowie Koordination.

301. Jung und MS

An Multipler Sklerose erkranken häufig junge Menschen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Dadurch ändert sich von einem Moment auf den anderen die gesamte Lebensplanung.

302. Sicher in den Sommer – Uhthoff-Phänomen

Wenn die Außentemperaturen steigen, tritt bei vielen Menschen mit MS das sog. Uhthoff-Phänomen auf. D. h. neurologische Beschwerden wie Fatigue, Sehschwäche, Lähmungen und Spastiken, die mit der MS einhergehen, verschlimmern sich. Mediziner vermuten, dass eine erhöhte Außen- oder Körpertemperatur die Leitfähigkeit der Nerven, die durch die MS geschädigt sind, einschränkt.

303. 25 Jahre DMSG Landesverbände Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

1990 – im Jahr der deutsch-deutschen Wiedervereinigung – gründeten sich die DMSG Landesverbände Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und feiern 2015 damit ihr 25-jähriges Bestehen.

304. Auswahl eines Wohn- oder Pflegeheims

Da Multiple Sklerose in vielen Fällen bereits in relativ jungen Jahren auftritt, besteht je nach Krankheitsverlauf die Möglichkeit, dass der Patient sich bereits in einem recht jungen Alter nicht mehr selbst zu Hause versorgen kann. Auch die Versorgung durch Angehörige kann vielfach nicht den Bedürfnissen des Erkrankten gerecht werden. In diesen Fällen kann ein Umzug in ein Wohn- oder Pflegeheim sinnvoll sein. Dies bringt vielfältige Veränderungen für den Patienten mit sich, sodass bereits im Vorfeld des Umzugs einige Fakten beachten werden sollten.

305. Zertifizierte Kontinenz- und Beckenboden-Zentren: Experten verschiedener Fachrichtungen garantieren hohe Qualität

Mit den bereits 55 durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft zertifizierten Kontinenz- und Beckenboden-Zentren in elf Jahren konnte die Qualität in der Behandlung von inkontinenten Menschen bundesweit ausgebaut und verbessert werden. Derzeit stehen 25 Zentren erneut zur Rezertifizierung an, die jeweils nach drei Jahren fällig wird. Weitere Anträge für eine Zertifizierung wurden gestellt – für die Patienten bedeutet dies eine Beratung auf höchstem Niveau durch Spezialisten.

306. Soziales Netzwerk für Sport und MS

Das soziale Netzwerk für Sport und MS will Betroffenen und Angehörigen dabei helfen, Bewegungsangebote in der Nähe zu finden.

307. Tuberkulose-Impfung als Schutz vor MS?

Eine Studie der Universität Rom unter Federführung von Dr. Giovanni Ristori zeigte, dass eine Impfung mit dem Tuberkulose-Impfstoff Bacille Calmette-Guérin (BCG) u. U. vor einer Erkrankung an MS schützen kann.

308. Manche Herpes-Viren befallen Nervenzellen – löst dies MS aus?

Forscher beschäftigen sich mit der Frage, ob sogenannte Gamma-Herpesviren Multiple Sklerose auslösen können. Es wird vermutet, dass diese Viren die Nervenzellen befallen.

309. Funktionelle Veränderung im Gehirn als Ursache für kognitive Störungen

Multiple Sklerose geht im Lauf der Erkrankung sehr oft mit sinkender Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeitsstörungen einher.

310. Entstehung von Multipler Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS), auch Encephalomyelitis disseminata (ED) genannt, ist eine Autoimmunerkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS), bei der fehlgeleitete Immunzellen die Ummantelung (Myelin-, Markscheiden) der Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark angreifen. Die Ursachen der MS sind nicht eindeutig geklärt. Gleichwohl lässt sich beschreiben, was sich im Körper der Betroffenen abspielt.

311. Schmerzsyndrome bei MS

Eine in der Zeitschrift „Der Nervenarzt“ veröffentlichte Studie belegt, was viele MS-Patienten seit Jahren leidvoll erfahren: die typischen komplexen Schmerzsyndrome, häufig die belastendsten Begleiterscheinungen der Multiplen Sklerose, werden von den behandelnden Ärzten bis heute allzu oft nicht angemessen wahrgenommen und therapiert. Die Studie von Pöllmann et al., durchgeführt an 157 MS-Patienten an der Marianne-Strauß-Klinik Milchberg, verweist auf einen dringenden ärztlichen Handlungsbedarf. Eine Sensibilisierung für dieses Problem MS-Betroffener, jedoch auch eine verstärkte Eigeninitiative der Patienten tut Not.

312. MS und Sexualität

Mehr Zufriedenheit und größere Lebensfreude durch aktive Kommunikation: Eine erfüllte Sexualität ist für MS-Betroffene und Gesunde ein gleichermaßen grundlegendes Bedürfnis. Sexuelle Probleme können zu mangelndem Selbstwertgefühl und starken Einbußen an Lebensqualität führen. Studien zufolge ließ bei mehr als der Hälfte der MS-Patienten vom Zeitpunkt der Erstdiagnose an die sexuelle Aktivität nach. Bis zu 91 % der Männer und bis zu 72 % der Frauen mit Multipler Sklerose leiden unter Störungen ihres Sexuallebens. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, solchen Problemen zu begegnen. Der Schlüssel zu allen Lösungsansätzen ist eine aktive Kommunikation sowohl mit dem Partner als auch mit Fachleuten.

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