Wie wirken Neurodermitis-Cremes?
03.02.10.

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Patienten für Langzeitbeobachtung an der Universitätshautklinik Jena gesucht
Die Neurodermitis ist vor allem im Kindesalter eine häufige Erkrankung. In Europa sind etwa 10-15 % der Kinder im Vorschulalter betroffen. Zur Behandlung stehen zusätzlich zur notwendigen regelmäßigen Pflege der Haut eine Reihe Cremes und Salben zur Verfügung, die spezielle Wirkstoffe enthalten. Neben den seit Langem bekannten kortisonhaltigen Salben wurden auch kortisonfreie Wirkstoffe, wie z. B. die sog. Calcineurin-Inhibitoren, entwickelt.
„Um die Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen über einen langen Zeitraum erfassen zu können, beteiligen wir uns an einer Langzeitbeobachtung zur Anwendung des Calcineurin-Inhibitors Tacrolimus“, so Dr. Martin Kaatz, Oberarzt in der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena. Dazu sollen in über 80 Zentren europaweit 1.500 Patienten befragt werden. An der im Rahmen der regelmäßigen Neurodermitissprechstunde durchgeführten Befragung können alle Patienten teilnehmen, die bereits vor dem 16. Lebensjahr eine solche Salbe angewendet haben. Die Patienten werden gebeten, sich einmal jährlich in der Hautklinik zu einer Hautbefundkontrolle vorzustellen und zweimal im Jahr einen Telefonfragebogen zu beantworten. Insgesamt ist diese Langzeitanwendungsbeobachtung über einen Zeitraum von 10 Jahren geplant. „Von den Ergebnissen der Untersuchung werden letztendlich alle Patienten mit einer Neurodermitis profitieren“, ist sich der Dermatologe Kaatz sicher.
Weitere Informationen:
Studienschwester Nancy Schmidt, Neurodermitissprechstunde
Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 0 36 41/93 74 31
Montag–Freitag von 14-16 Uhr
Quelle: Universitätsklinikum Jena
Aus Patient und Haut 3/2009
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