- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Hauterkrankungen - Neurodermitis - News - Experteninterview zum Thema Neurodermitis mit Prof. Dr. Merk

Experteninterview zum Thema Neurodermitis mit Prof. Dr. Merk

Im folgenden Interview möchten wir Ihnen Herrn Prof. Dr. Hans F. Merk, Direktor des Universitätsklinikums für Dermatologie und Allergologie der RWTH Aachen, vorstellen. Prof. Merk, der auch Mitglied der wissenschaftlichen Beiräte der Patientenmagazine allergikus und Patient & Haut ist, stand der Redaktion bei der Erstellung dieses Ratgebers mit seinem Fachwissen beratend zur Seite.

Warum haben Sie sich für den Arztberuf entschieden und was hat Sie bewogen, sich auf die Dermatologie zu spezialisieren?

Vor allem mein Interesse für Fragestellungen im Bereich der Pharmakologie veranlasste mich, Medizin zu studieren. In Düsseldorf, wo ich an der Heinrich-Heine-Universität Medizin studierte, war in der damaligen Zeit in der Dermatologie im Bereich der Dermato-Pharmakologie ein besonderer Schwerpunkt, der mich schließlich zu diesem Fach führte.

Was sind die Grundpfeiler der Neurodermitistherapie?

Grundpfeiler der Neurodermitistherapie sind in Abhängigkeit von dem Schweregrad des Krankheitsbildes Optimierung der Hautbarrierenfunktion und antientzündliche Behandlungsprinzipien.

Welche sind die wichtigsten Faktoren, die Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben?

Hierbei wird man vor allem zwischen einer intrinsischen und extrinsischen Form der Neurodermitis zu unterscheiden haben. Bei der intrinsischen Form steht im Vordergrund die Barrierefunktion der Haut, während bei der extrinsischen exogenen Form Sensibilisierungen zu bedenken sind, deren aktuelle klinische Bedeutung aber sehr sorgfältig geprüft werden müssen.

Welches sind Ihrer Meinung nach zzt. die erfolgreichsten Behandlungsmethoden?

Auch diese Frage muss zur Beantwortung unterscheiden zwischen verschiedenen Stadien des Schweregrades der Erkrankung und reicht von hautpflegenden Maßnahmen über glukokortikoidhaltigen Externa bis hin zu Immunsuppressiva.

Für wie wichtig halten Sie eine psychosomatische Betreuung der Patienten?

Sie kann insbesondere bei schweren Fällen der Neurodermitis wertvolle Hilfe im Sinne einer Begleittherapie erbringen.

Was raten Sie Patienten, die an Neurodermitis leiden?

Ich rate ihnen eine aktuelle, dem Schweregrad der Erkrankung angepasste Therapie und zur Vermeidung des Rezidivs empfehle ich die Erstellung eines Planes zu einer proaktiven Behandlung.

Herr Prof. Merk

Quelle: Ratgeber Neurodermitis 2012

14.10.12

Newsletter An-/Abmeldung

Code: RJEO