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Asthma und Neurodermitis: Wie behandle ich mein Kind?

Allergien sind heute auch unter jungen Menschen verbreitet: Bei rund einem Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben Ärzte schon einmal Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis festgestellt. Etwa 5 bis 10% der Kinder und Jugendlichen haben asthmatische Beschwerden.

Asthma lässt sich allerdings mit medikamentöser Therapie und unterstützenden Maßnahmen kontrollieren. Im Kindesalter ist schweres Asthma selten, doch wenn es dazu kommt, belastet dies häufig die ganze Familie. Ein Problem dabei: Kleine Kinder verstehen meist nicht, warum sie ständig Medikamente einnehmen müssen.

Mit einer frühzeitigen Vorsorge können Eltern das Risiko ihres Kindes, an einer Allergie oder an Asthma zu erkranken, deutlich senken. Denn oft wird bereits in den ersten Lebensjahren die Grundlage für eine spätere Allergie gelegt. Schon vor der Geburt können Mütter das Risiko beeinflussen – durch den Verzicht auf das Rauchen während der Schwangerschaft. Denn die Kinder von Frauen, die in den Monaten vor der Geburt rauchen, sind deutlich anfälliger für Allergien und Asthma.

Nach der Geburt sollten Eltern die Wohnung, wenn möglich, ebenfalls rauchfrei halten. Denn der Tabakrauch reizt die Schleimhäute der Kinder, so dass Allergene leichter eindringen können. Ein weiterer Tipp für die erste zeit nach der Geburt: Das Baby sollte möglichst lange gestillt werden. Auf diese Weise nimmt es Abwehrstoffe in der Muttermilch auf, die Allergien vorbeugen.

Wenn es in der Familie bereits Allergiker gibt, sollte man besser gleich darauf verzichten, sich ein Haustier mit Fell anzuschaffen. Bei Kleinkindern können zum Beispiel Katzenhaare leicht eine Allergie auslösen, und wenn der Kontakt mit Tieren Asthmabeschwerden auslöst, sollte man darüber nachdenken, den allzu engen Kontakt zu vermeiden. Mitunter kann es auch erforderlich sein, das Haustier abzugeben.

Sportliche Aktivitäten sind für Kinder mit Asthma keinesfalls tabu. Wenn die Erkrankung richtig behandelt und eingestellt ist, kann das Kind sich bei Spiel und Sport bewegen. Wichtig ist es, Sportarten zu wählen, die das Kind regelmäßig ausüben kann – und die ihm Spaß machen.

Neurodermitis beim Kind

Eine Neurodermitis macht sich bei Neugeborenen oft durch trockene und raue Haut bemerkbar. Doch bedeutet trockene Haut allein nicht, dass ein Kind Neurodermitis hat – wenn sich aber nach einiger Zeit, etwa ab dem dritten Lebensmonat, die Haut zu verändern beginnt, gerötet ist und stark juckt, sollte ein Hautarzt konsultiert werden. Ein Dermatologe kann am besten diagnostizieren, ob es sich wirklich um Neurodermitis handelt.

An den Ursachen für das Auftreten einer Neurodermitis forschen Wissenschaftler noch. Genetische Ursachen spielen aber sicherlich auch eine Rolle und gibt der Wissenschaft noch Rätsel auf. Die Gene spielen aber auf jeden Fall eine Rolle: Ein Drittel der Kinder, deren Väter oder Mütter an Allergien leiden, erkrankt später ebenfalls an einer Allergie. Wenn beide Eltern Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen haben oder hatten, sind sogar zwei von drei Kindern betroffen. Bei gesunden Eltern dagegen erkrankt nur etwa jedes zehnte Kind.

Heilbar ist Neurodermitis nach dem heutigen Wissensstand nicht. Doch je früher sie diagnostiziert wird, desto besser kann eine Therapie die Symptome mildern. Auch die Teilnahme an einer Neurodermitisschulung ist sinnvoll, damit Eltern und Kinder lernen, besser mit der Krankheit umzugehen.

Quelle: Allergikus 1/12

08.07.12

Neurodermitis bei Kindern
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