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Kinder von Neurodermitikern mindestens vier Monate stillen

07.11.08.

Trotz Vererbung der Anlagen kann Nachwuchs vor Hautleiden geschützt werden

Baby

Foto: Shutterstock

Frankfurt/Main (AP) Kinder von Eltern, die beide Neurodermitiker sind, können bis zu einem gewissen Grad vor der Hauterkrankung geschützt werden. Ulrich Wahn von der Klinik für Pädiatrie der Charité Berlin rät im Apothekenmagazin «Baby und Familie» dazu, betroffene Säuglinge mindestens vier Monate ausschließlich zu stillen. Geht das nicht, sollten die Kleinen hypoallergene Säuglingsmilch bekommen.

Die Anlage für Neurodermitis wird meist vererbt. Haben beide Eltern die Hauterkrankung, liegt die Wahrscheinlichkeit laut Wahl bei 60 bis 80 Prozent, dass das Ekzem oder eine Allergie auch beim Nachwuchs auftritt. Eine allgemeine Diät zur Allergieprävention gebe es nicht, betont der Professor. Vielmehr könnten Diäten zu einer Mangelsituationen führen.

Um Allergien zu vermeiden, sollten Eltern besonders die Hausstaubmilben-Gefahr und Schimmelbildung im Haus im Auge haben. Beides seien häufige Allergie-Auslöser, betont der Experte. Auch Rauchen müsse in Räumen tabu sein, in denen sich Kinder aufhielten. Bei einer erblichen Vorbelastung rät Wahn zudem zum Verzicht auf Hunde und Katzen.

Möglicherweise kann in Zukunft die Medizin sogar mit einer Impfung helfen. Wissenschaftler der Charité werten dem Bericht zufolge gerade eine Studie aus, für die stark gefährdete Babys eine Schluckimpfung erhielten. In Kürze sollen erste Ergebnisse vorliegen.

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