Für ein möglichst langes unabhängiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden werden für Senioren neue Wohntechnologien entwickelt. Ein europäischer Verband will für Standards im Bereich des intelligenten Wohnens sorgen.
Im Englischen wird eine schlaue Wohnumgebung als “Ambient Assisted Living”, kurz AAL, bezeichnet. Darunter ist zu verstehen, dass die Wohnungen inklusive ihrer Einrichtung an die Bedürfnisse der Senioren angepasst sind.
Ein per Stimme bedienbarer Lichtschalter ist nur ein Beispiel für die technischen Helfer, die älteren Menschen das Leben erleichtern sollen.
Bereits seit 2006 arbeiten mehrere von der EU geförderte Forschungsprojekte an unterschiedlichen Ideen. Jetzt haben sich sieben dieser Projekte zur “AAL Open Association” (AALOA) zusammengeschlossen, um eine Standardisierung von Systemen voranzubringen. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass Forscher, Anbieter und Endbenutzervereinigungen besser zusammenarbeiten können. Denn Insellösungen würden der Gesellschaft keinen großen Nutzen bringen. “Erst wenn die Industrie bereit ist, Produkte und Dienste basierend auf einer gemeinsamen einheitlichen Plattform zu entwickeln, wird AAL wirklich seine Chance auf Erfolg haben”, ist der Organisationssprecher und AAL-Abteilungsleiter am Fraunhofer IGD, Reiner Wichert, überzeugt.
Quelle: Medical Press
18.11.10