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Alles über News

1. Die spezifische Immuntherapie – Trends und Entwicklungen

Die wichtigsten Neuerungen für die Behandlung von Allergien betreffen die spezifische Immuntherapie. Darauf wies Professor Dr. Ludger Klimek anlässlich des 29. Kongresses des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) im September in Wiesbaden hin. In Form von neuen Ko-Agenzien, Applikationsintervallen und Darreichungsformen erlebt die Immuntherapie derzeit einen enormen Aufschwung.

2. Fehlgeleitete Immunreaktionen blockieren

Das Braunschweiger Biotech-Unternehmen Cosmix molecular biologicals GmbH entwickelte im Rahmen des BioProfil-Projektes "Funktionelle Genomanalyse" einen Wirkstoff, der die Bindung zwischen Mastzelle und Antikörper hemmt. Für das Projekt, das dieses Jahr zum Abschluss gebracht werden konnte, erhielt Cosmix vom BioProfil eine Fördersumme von insgesamt 401.553 Euro.

3. Homburger Forscher finden neuen Therapieansatz für Allergien

Wissenschaftler des Homburger Instituts für Pharmakologie haben zusammen mit Kollegen des Instituts für Physiologie der Universität Leuven in Belgien einen bisher unbekannten Mechanismus identifiziert, der bei der Auslösung von Allergien und allergischen Reaktionen eine entscheidende Rolle spielt. Die Wissenschaftler um Dr. Rudi Vennekens, Professor Veit Flockerzi und Professor Marc Freichel konnten zeigen, dass ein Ionenkanal, der als TRPM4 bezeichnet wird, die Bereitschaft des Körpers erhöhen kann, auf Allergene mit Niesen, Heuschnupfen und Hautausschlag bis hin zu akut lebensbedrohlichen Symptomen zu reagieren

4. Warmer Winter bringt Qualen für Allergiker

Laue Lüftchen und sprießende Natur statt Schnee und Eis – die milden Frühlingstemperaturen mitten im Januar bringen gerade Allergikern Probleme. Mit tränenden Augen und laufenden Nasen kommen seit Dezember mehr Patienten als üblich zu den Ärzten. „Täglich zwei bis drei Allergiker mit akuten Beschwerden bei Pollenallergie sind für einen Winter außergewöhnlich“, so Dr. Regina Treudler, Oberärztin an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Leipzig. „In einem normalen Winter kommen vor allem die Hausstaubmilben-Allergiker zu uns. Auch meine niedergelassenen Kollegen erleben zurzeit einen ungewöhnlich starken Ansturm von Pollenallergikern.“

5. BfR will Verbraucher besser vor allergenen Substanzen schützen

Die Zahl der allergischen Erkrankungen steigt und weist in Deutschland regionale Unterschiede auf. Darauf wiesen Allergieexperten bei einer Informationsveranstaltung für Medienvertreter in Berlin hin. Noch vor der Sommerpause hatte Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer angekündigt, einen Nationalen Aktionsplan gegen Allergien ins Leben zu rufen. Vor diesem Hintergrund hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung Medienvertreter zu einem Informationsgespräch zum Thema Allergien eingeladen.

6. Einkommen und Bildung schlagen auf Gesundheit und Lebenserwartung

"Der heute 80-Jährige ist gesünder als der 80-Jährige vor 30 Jahren", sagte Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey von der Charité Berlin. "Insgesamt hat es in den vergangenen 30 Jahren eine Verbesserung der Gesundheit von etwa fünf Lebensjahren gegeben, so dass man es auch so formulieren kann: Der heute 70-Jährige ist so fit wie ein 65-Jähriger vor 30 Jahren."

7. Körperliche Aktivität kann vor Heuschnupfen schützen

Wie wissenschaft.de berichtete, kann Bewegung Kinder vor Allergien schützen. Eine Forschergruppe des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (GSF) hat unter der Leitung von Yvonne Kohlhammer in einer seit 1992 laufenden Studie belegt, dass sportliche und körperlich aktive Kinder ein deutlich geringeres Risiko haben, an Heuschnupfen zu erkranken. Als Ergebnis der Studie konnte festgestellt werden, dass Kinder, die sich wenig bewegen, ein 50 % höheres Risiko haben, eine Pollenallergie zu entwickeln Die genauen medizinischen Zusammen hänge sind bislang ungeklärt. Eine mögliche Erklärung sehen die Forscher aus Neuherberg in der Tatsache, dass regelmäßige Bewegung das Immunsystem stärkt. An der Studie nahmen 1.703 Kinder im Alter zwischen fünf und vierzehn Jahren sowie deren Eltern teil. Die Forscher befragten die Kinder und deren Eltern über einen Zeitraum von zwölf Jahren mindestens einmal jährlich zu den Bewegungsgewohnheiten der Kinder und zu anderen allergieauslösenden Faktoren. So wurde beispielsweise gefragt, ob Haustiere in der Familie lebten, ob häufig in Gegenwart der Kinder geraucht würde oder welche Krankheitsfälle bisher in der Familie aufgetreten seien.

8. Allergien auf dem Vormarsch

Aachen, den 10. Oktober 2006: Über die zunehmende Bedeutung von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten tauschten sich rund 200 Teilnehmer, darunter Mediziner, Apotheker, Ernährungswissenschaftler und Diätassistenten beim 4. Internationalen Diätetik Kongress am 7. und 8. Oktober 2006 im Kármán-Auditorium der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule Aachen aus.

9. Erste Patientenuniversität Deutschlands gegründet

Die zunehmende Alterung der Gesellschaft und die Zunahme chronischer Erkrankungen führen dazu, dass sich immer mehr Menschen mit dem Thema Gesundheit und Krankheit beschäftigen müssen. Sie müssen lernen, mit ihrer Krankheit und zahlreichen damit verbundenen Herausforderungen umzugehen. „Eine angemessene Gesundheitsbildung, Beratung und Schulung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Gegebenheiten ist deshalb zwingend erforderlich“, betonte Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Schwartz von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Direktor der Abteilung Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung.

10. Nahrungsmittelallergie? Ökoinform liefert Daten an WikiFood

Ökoinform, die größte Datenbank für Bioprodukte im deutschsprachigen Raum, hat einen weiteren Meilenstein in der Vernetzung der Bio- und Ernährungswirtschaft gesetzt. Als Datenlieferant für das Nahrungsmittel- und Allergieportal WikiFood konnte dessen Datenstamm mit einem Schlag um über 10.000 Produkte erweitert werden. Um die Aktualität der Einträge sicher zu stellen, werden die Daten nicht auf dem Wikifood-Server „geparkt“, sondern bei einer Abfrage direkt von Ökoinform geladen.

11. Die neue Gesundheitsversicherung beinhaltet vier große Reformen

Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG) beschlossen. Das Gesetz soll am 1. April 2007 in Kraft treten. Dazu erklärte die Bundesministerin für Gesundheit, Ulla Schmidt: „Mit diesem Gesetzentwurf ist der Weg bereitet für eines der wichtigsten Reformvorhaben der Bundesregierung in dieser Legislaturperiode: Niemand in Deutschland muss mehr ohne Krankenversicherungsschutz sein. […] Dazu sind enorme Veränderungen nötig. Deshalb bringen wir mit diesem Gesetzentwurf vier Reformen auf den Weg: eine Strukturreform, eine Organisationsreform, die Neuordnung der Finanzierung und eine Reform der privaten Krankenversicherung.

12. Hilfe, es riecht gut! – Duftstoffe sind zweithäufigster Auslöser von Kontaktallergien

Baierbrunn – Duftstoffe sind nach Nickel der zweithäufigste Auslöser von Kontaktallergien. Allein in Deutschland geht man von einer Million Betroffenen aus. Seit März letzten Jahres besteht für 26 Duftstoffe eine Kennzeichnungspflicht. „Allergiker können sich daran orientieren“, sagt Prof. Dr. Axel Schnuch, Leiter des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken und Hautarzt an der Universität Göttingen, im Apothekenmagazin Baby & Familie. Manche dieser Düfte besitzen nur geringes Allergiepotenzial. „Wirklich problematisch sind Eichenmoos (Evernia prunasti), Zimtaldehyd (Cinnamal) oder Isoeugenol“, sagt Schnuch. Wer sich vor einer Allergie schützen will, sollte auf diese Stoffe besonders achten.

13. Bleibende Urlaubserinnerung: Henna-Tätowierungen können Allergien auslösen

Die Körperbemalung mit Henna-Farbe erfreut sich im Urlaub immer größerer Beliebtheit. In zahlreichen Urlaubsländern werden sog. Henna-Tattoos (auch: „Mehndis“) angeboten, bei denen die Henna-Farbe mit Pinseln auf die Haut aufgebracht wird. Die Verzierung von Händen, Füßen oder Schulter kann aber schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

14. Birkenpollenallergiker auch allergisch gegen Sojaprodukte

Wie Experten der Universitätshautklinik Leipzig nachwiesen, kann eine Kreuzallergie gegen bestimmte Sojaprodukte bei Birkenpollenallergikern zu ausgeprägten allergischen Reaktionen führen. “Kürzlich wurde ein Autofahrer mit einem allergischen Schock in unsere Klinik eingeliefert, der kurz zuvor ein Sojagetränk zu sich genommen hatte“, erzählt der Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig, Prof. Dr. Jan Simon. „Gott sei Dank schaffte er es noch, rechtzeitig rechts heranzufahren und das Auto anzuhalten.“ Wie sich herausstellte, war der Fahrer allergisch gegen Birkenpollen und gegen ein bestimmtes Sojaprotein.

15. BfR will Verbraucher besser vor allergenen Substanzen schützen

Allergien stellen weltweit eines der größten gesundheitlichen Probleme dar. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität eines großen Teils der Bevölkerung und haben erhebliche volkswirtschaftliche Auswirkungen. Allein vier Prozent der Kleinkinder in Mitteleuropa leiden an einer Lebensmittelallergie. Rund 12 Prozent der 13- bis 14-jährigen Jugendlichen und noch deutlich mehr Erwachsene haben Heuschnupfen. Kontaktekzeme sind ein weiteres häufiges Problem. Die Symptome "überschießender" immunologischer Abwehrreaktionen des Körpers können sich an den Atemwegen, an der Haut oder an den Verdauungsorganen manifestieren.

16. Ultrafeine Partikel verstärken allergische Reaktionen

München – Wissenschaftler des Münchner Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (GSF) haben entdeckt, dass ultrafeine Partikel bei Allergikern zu einer Verstärkung des allergischen Entzündungsgeschehens führen. Die Forscher leiten diese Erkenntnisse aus einer neuen Studie am Mausmodell ab, die in der jüngsten Ausgabe des Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht wurde.

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