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Bei einem von drei Patienten mit Nierenkrebs liegt eine spezifische Gen-Mutation vor. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung eines internationalen Forscherteams. Die Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten, erhoffen sich nun neue Therapiemöglichkeiten. Die Forscher untersuchten Patienten mit der häufigsten Form von Nierenkrebs, dem Klarzellkarzinom. Das mutierte Gen, PBRM1, wurde bei 88 von 257 Patienten gefunden. Sie erhoffen sich durch die Identifizierung der genetischen Mechanismen, die bei der Entstehung von Nierenkarzinomen eine Rolle spielen, genauere Einblicke in die Biologie des Tumors und damit verbesserte Therapiemöglichkeiten.
Bereits zuvor identifizierten die Wissenschaftler drei mutierte Gene, die mit Nierenkarzinomen zusammenhängen. Diese Gene sind beteiligt an der Bildung von Chromatin, das die DNA in unseren Zellen zusammenhält und die Genaktivität beeinflussen kann. Auch das neu entdeckte Gen PBRM1 wirkt an der Bildung von Chromatin mit, was ein weiterer Hinweis darauf ist, wie wichtig die Genomregulation in Hinblick auf Nierenkrebs ist. Prof. Mike Stratton, Direktor des Sanger-Institutes: „Wir glauben, dass wir ein fast vollständiges Verständnis des Sets von abnormalen Genen haben, die diesen Krebs steuern.“ Die Forscher glauben, dass PBRM1 die Prozesse der Zellteilung in den Nierenzellen beeinflusst. Ein Defekt könnte daher zu einem abnormalen Zellwachstum führen.
Quelle: BK 2/2011
06.07.11