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Greenpeace warnt vor Pestizidbelastungen

07.02.10.

Obst und Gemüse

shutterstock

Trotz leicht rückläufiger Zahlen warnt Greenpeace weiter vor der Pestizidbelastung von Obst und Gemüse. «In der konventionellen Landwirtschaft werden nach wie vor Chemikalien verwendet, die Menschen krank machen können», sagte der Chemie-Experte von Greenpeace, Manfred Santen, am Donnerstag in Berlin. Allein in Deutschland würden jedes Jahr 30.000 Tonnen Pestizide versprüht.

Nach der aktualisierten «Schwarzen Liste der Pestizide», die am Donnerstag vorgestellt wurde, hat sich die Zahl der gefährlichen Pestizide seit 2008 von 327 auf 451 erhöht. Unter den gelisteten Stoffen sind Pestizide mit krebsauslösender, fruchtbarkeitsschädigender und neurotoxischer Wirkung.
Letztere seien nicht nur für den Verzehrer, sondern auch für seine Nachkommen gesundheitsgefährdend.

Zwar zeigten die Pestizid-Untersuchungen seit 2007 einen Trend zu abnehmenden Rückständen in Obst und Gemüse. Jedoch beobachte Greenpeace die Tendenz, hohe Konzentrationen einzelner Pestizide durch geringe Dosen mehrerer Stoffe zu ersetzen.

Erst am Dienstag hatte Greenpeace eine Untersuchung veröffentlicht, bei dem auf einem Salatblatt 15 verschiedene Pestizide gefunden wurden. Der Kopfsalat aus Italien wurde in einem Berliner Supermarkt verkauft. «Essen ohne Pestizide geht nach wie vor nur mit Bio-Produkten», sagte Santen.

Quelle: The Associated Press

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