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Psoriasis und Beruf

Wer unter Psoriasis leidet, ist keinesfalls arbeitsunfähig, kann allerdings nicht jeden Beruf uneingeschränkt ausführen. Es gibt Berufe, in welchen der Berufstätige zwangsläufig mit gewissen Substanzen in Verbindung kommt und andere, in welchen er während der Arbeitszeit besonderen Bedingungen ausgesetzt ist – diese Berufe gilt es für von Psoriasis Betroffene zu vermeiden.

Insbesondere betrifft das Berufe, die in feuchter Umgebung ausgeübt werden müssen, in denen der Berufstätige regelmäßig mit Chemikalien in Verbindung kommt, Berufe, die mit Verschmutzungen zu tun haben, aber auch Berufe, in welchen starke Temperaturextreme in Kauf genommen werden müssen: Starke Hitze oder intensive Kälte wirken sich meistens sehr ungünstig auf die Erkrankung aus. Kranken- oder Gesundheitspfleger beispielsweise müssen sich regelmäßig die Hände desinfizieren, während der Arbeit Handschuhe tragen und nicht selten geraten sie auch mit Seifen und Laugen in regelmäßigen Hautkontakt, die einfach unverträglich sind für einen Menschen, der ohnehin an einer Hautkrankheit leidet.
Für zahlreiche Arbeitsplätze – wie beispielsweise in der Pflege oder in der Chemieindustrie – ist ein Hautschutzplan vorgegeben, den Psoriasis-Patienten sehr ernst nehmen sollten. Im Hautschutzplan ist eine Auflistung der Hautschutzmittel enthalten, die für diesen Arbeitsplatz vorgeschrieben sind, sowie die Hygienevorschriften zur Häufigkeit der Nutzung und der Abfolge. Psoriasis-Betroffene können somit alleine durch einen intensiven Blick auf den Hautschutzplan erkennen, ob ein Arbeitsplatz für sie geeignet oder eher nicht ratsam ist.
Betroffene, die noch vor der Entscheidung in der Berufswahl stehen, sollten hier von Anfang an offen mit dieser Erkrankung umgehen. Auch wenn ein spezieller Beruf sehr interessant erscheint, wenn abzusehen ist, dass dieser Beruf durch die Arbeitsbedingungen das Krankheitsbild verschlechtern wird, sollte man hier Abstand nehmen.
Psoriasis ist eine Hautkrankheit, an der die Betroffenen schon ab dem Zeitpunkt der Geburt leiden oder die mit der Pubertät auftritt. Selten bricht die Krankheit erst zu einem späteren Zeitpunkt aus. Junge Menschen haben von daher in der Regel durchaus eine Chance sich für einen Beruf zu entscheiden, der das Krankheitsbild im späteren Arbeitsleben nicht verschlechtern wird.

Betroffene, die in einem Beruf tätig sind und nachträglich feststellen, dass die Arbeitsbedingungen das Krankheitsbild verschlechtern, sollten zunächst einmal ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Wenn eindeutig feststeht, dass die Arbeitsbedingungen die Symptome der Erkrankung verschlimmern oder gar auslösen, kann der Arzt ein Attest hierfür ausstellen. In der Regel kann der Betroffene in diesem Fall eine Umschulung bei der zuständigen Arbeitsagentur beantragen.

Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktlage haben Arbeitnehmer nicht immer unbedingt die Wahl. Was beruflich zumutbar ist und was nicht, entscheiden sehr häufig die Behörden, eine Stelle abzulehnen kann unter Umständen finanzielle Einschränkungen bedeuten. Ein regelmäßiger Kontakt mit dem behandelnden Arzt ist gerade angesichts solcher beruflicher Situationen notwendig. Treten akute Beschwerden auf, die ein ohnehin chronisches Krankheitsbild negativ beeinflussen, kann der Arzt ein Attest ausstellen. Wer unter Psoriasis leidet, hat durchaus das Recht, eine angebotene Stelle abzulehnen oder gegebenenfalls auch zu kündigen, wenn eindeutig feststeht, dass die berufliche Tätigkeit zu neuen Beschwerden führt oder akute Beschwerden verschlimmert.

10.03.11

Psoriasis und Beruf
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