- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Besser Leben nach Brustkrebs - Ich und meine Brust - Brustrekonstruktion - Brustrekonstruktion – Wie sicher sind die Implantate?

Brustrekonstruktion – Wie sicher sind die Implantate?

Nach einer Operation, bei der die Brust amputiert wurde, kann diese wieder mit Implantaten aufgebaut werden. Dabei werden am häufigsten Kunststoffkissen mit einer Silikongelfüllung verwendet. Trotz Meldungen über Probleme bei Billigimplantaten und Implantaten mit nicht zugelassenen Füllstoffen gelten Silikonprothesen guter Qualität heute als sicher, informiert der Krebsinformationsdienst.

Sicherheit und Gesundheit

Die Brustrekonstruktion mit einem Implantat ist eine relativ kurze und einfache Operation, die meist nur wenige Risiken birgt. Die Implantate sind gesundheitlich weitgehend unbedenklich. Sie können jedoch Verhärtungen in der Brust verursachen und müssen dann eventuell ersetzt werden. Nach aktuellem Kenntnisstand sind die Implantate mit Silikongel nicht gesundheitsschädigend. Allerdings kann das Implantat bei der Patientin das Gefühl hervorrufen, einen Fremdkörper im Körper zu haben. Die Gefahr, dass Silikon aus den Implantaten austritt, ist bei modernen Implantaten guter Qualität sehr gering. Die heute verwendeten Silikongele sind nicht flüssig, sondern entsprechen der Dichte von Brustgewebe. Eine Gesundheitsgefahr durch Silikontropfen im Gewebe, die noch vor einigen Jahren diskutiert wurde, gilt heute aus wissenschaftlicher Sicht als widerlegt. Die Prothesen sind stabil: Sie werden weder durch den Sicherheitsgurt im Auto noch durch die Luftdruckschwankungen beim Fliegen beschädigt. Moderne Brustimplantate sind sicherer und haben eine längere Haltbarkeit als noch vor einigen Jahren. Regelmäßige Untersuchungen der Implantate sind unbedingt notwendig.

Verschiedene Brustimplantate

Es gibt verschiedene Arten von Brustimplantaten und dabei sollte sich jede betroffene Frau ausführlich von ihrem Arzt beraten lassen, welches zu ihr passt. Bei vorübergehenden Implantaten werden Füllungen mit einer Kochsalzlösung verwendet. Im Vergleich konnten sich wasserhaltige Hydrogelimplantate gegenüber den Silikonimplantaten nicht durchsetzen und werden eher selten verwendet. Sojaöle, die in der Vergangenheit genutzt wurden, kommen für Brustimplantate heute nicht mehr zum Einsatz. Abhängig von der Situation der Patientin werden die Implantate unter die Haut eingeschoben, entweder auf oder unter den Brustmuskel. Verbleibt nach Abnahme der Brust ein ausreichend großer Hautmantel, kann das Implantat direkt eingesetzt werden. Ist die Haut nach dem Abheilen der Operationswunde jedoch zu straff, muss sie zuerst gedehnt werden. Dies geschieht mit einem auffüllbaren Kunststoffbeutel, einem sog. Expander: In einem operativen Eingriff setzen die Ärzte den Beutel leer unter die Haut ein. In der Folgezeit befüllen sie ihn durch ein Ventil mit einer Injektionsnadel nach und nach mit Kochsalzlösung. Nach ein paar Monaten ist die Haut auf diese Weise weitgehend schmerzlos gedehnt, und der Expander kann in einem zweiten Eingriff unter Narkose gegen das endgültige Implantat ausgetauscht werden.

Quelle: LL 3/2012

27.11.12

Newsletter An-/Abmeldung

Code: XIUC

Newsletter An-/Abmeldung

Code: HSJM