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Frauen mit Rheumatoider Arthritis drohen auch schon unter 50 Jahren vermehrt Knochenbrüche

Rheuma: Vermehrt Knochenbrüche bei Frauen unter 50 Jahren

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Frauen, die unter Rheumatoider Arthritis (RA) leiden, haben bereits in einem Alter unter fünfzig Jahren ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Darauf weisen die Rheumatologen des Bundesverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling hin.

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Bisher ist man davon ausgegangen, dass eher ältere RA-Patienten über fünfzig besonders gefährdet sind und damit rechnen müssen, sich bei Stürzen oder auch bei schon beim Husten die Knochen zu brechen. Jetzt berichten US-Forscher, dass insbesondere weibliche RA-Patienten im Vergleich zu gesunden RAPatientinnen auch schon in jüngeren Jahren unter 50 stärker knochenbruchgefährdet sind und sich daher entsprechend vorsehen sollten. Männliche RA-Patienten neigen im Vergleich zu Gesunden zwar auch häufiger zu Brüchen. Ein deutlich erhöhtes Risiko zeichnet sich bei ihnen aber offenbar erst in späteren Jahren ab. Auf ausreichende Versorgung mit Vitamin D, Kalzium und Sonnenlicht achten Frauen mit RA sollten sich also auch schon, bevor sie fünfzig Jahre alt werden, bewusst sein, dass sie leichter zu Knochenbrüchen neigen und entsprechende Vorkehrungen treffen. Hierzu zählt eine Messung der Knochendichte, um ein vorbestehendes Risiko für Osteoporose rechtzeitig zu erkennen.

„Außerdem ist zur Stärkung der Knochen eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, Kalzium und Sonnenlicht wichtig“, betont Prof. Klaus Krüger vom wissenschaftlichen Beirat des BDRh und praktizierender Rheumatologe im Münchener Praxiszentrum St. Bonifatius. Vitamin D wird zu 80 bis 90 Prozent mithilfe der UV-Strahlen der Sonne in der Haut gebildet und dazu benötigt, das die Knochen härtende Kalzium aus dem Verdauungstrakt aufzunehmen. Aufgrund der Lichtabhängigkeit kann es vor allem in den Wintermonaten zu einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel kommen. Ein chronischer schwerer Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko einer Knochenausdünnung (Osteoporose) oder Knochenweiche (Osteomalazie), während ein milder oder mäßiger Vitamin D-Mangel vor allem diffuse Schmerzen und andere nicht-spezifische rheumatische Beschwerden fördert. „Falls ein Mangel vorliegt, sollte eine Substitutionstherapie – das heißt eine gezielte Nahrungsergänzung mit Vitamin D – durchgeführt werden“, empfiehlt Krüger.

„Dabei ist allerdings unbedingt auf eine korrekte Einhaltung der verschriebenen Dosis zu achten, da eine Überdosierung von Vitamin D auch negative Auswirkungen haben kann.“ Bei Osteoporose medikamentöse Behandlung erforderlich Bei bestehender Osteoporose sollten zusätzlich Medikamente wie z.B. Bisphosphanate eingenommen werden. „Neben regelmäßiger Bewegung, die zur Stabilität und Festigung der Knochen beiträgt, sollte auch auf eine kalziumreiche und phosphatarme Ernährung geachtet werden“, rät Krüger. Dies lässt sich erreichen durch viel Milch bzw. Milchprodukte (Käse, Molke, Joghurt), grünes Gemüse (Broccoli, Grünkohl, Porree), Sesam und Kalziumsalze (in manchen Mineralwassern oder Fruchtsäften). Gleichzeitig sollten möglichst wenig phosphathaltige oder oxalsäurehaltige Lebensmittel verzehrt werden (wie z.B. Weißbrot, Wurst, Fleisch, Softdrinks, Schmelzkäse), da diese die Kalziumaufnahme aus dem Darm und Einlagerung in die Knochen verhindern können.

Quelle: MONKS-Ärzte im Netz

15.02.12

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