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Menstruationsstörungen nicht einfach als Stress abtun

01.08.09.

Haben Frauen längerfristig Zyklusunregelmäßigkeiten, sollten diese Signale nicht einfach als stressbedingt abgetan werden. „Eine unregelmäßige Menstruation oder gar ein Ausbleiben der Regelblutung über mehrere Zyklen hinweg, ist meist ein Hinweis darauf, dass etwas Grundlegendes nicht in Ordnung ist“, warnt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Pendelt sich der Zyklus nach zwei bis drei Unregelmäßigkeiten nicht von alleine wieder ein, sollte die Ursache unbedingt von einem Gynäkologen abgeklärt werden.“

Bei manchen Frauen können die Eierstöcke vorzeitig ihre Funktion einstellen, was als Klimakterium praecox bezeichnet wird. Hierbei treten zunächst Unregelmäßigkeiten und später ein Ausbleiben der Menstruationsblutung auf. „Diese frühzeitige Erschöpfung an Eizellen kann durch Schädigungen von außen – beispielsweise durch schwere Infektionen sowie Rauchen verursacht sein“, erläutert der Gynäkologe. „Auch bestimmte Autoimmunerkrankungen, wie Schilddrüsenstörungen, Rheumatoide Arthritis, Diabetes mellitus, Nebenniereninsuffizienz oder Systemischer Lupus erythematodes, können ebenso zum Verlust von Eizellen führen, wie Tumore an den Ovarien oder Essstörungen.“ Manchmal findet sich allerdings trotz intensiver Nachforschungen keine Ursache.

Ein Klimakterium praecox lässt sich durch Messung bestimmter Hormonwerte diagnostizieren. „Eine Behandlung mit Östrogen und Progesteron kann sinnvoll sein, um das Risiko von Folgeerkrankungen wie beispielsweise Osteoporose zu verringern. Denn Östrogenmangel kann sich negativ auf die Knochendichte auswirken“, erklärt Dr. Albring. Für betroffene Frauen ist es darüber hinaus besonders wichtig, genug Calcium und Vitamin D aufzunehmen und durch regelmäßigen Sport die Knochenstabilität zu unterstützen.

Quelle: Frauenärzte im Netz

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