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Mit Frühdiagnose-Sprechstunden schneller zum Rheumatologen

05.07.09.

Damit Patienten mit Symptomen einer entzündlichrheumatischen Erkrankung zügig zum Spezialisten kommen, bieten viele Rheumatologen spezielle Sprechstunden an. Damit schließen sie eine
Versorgungslücke: Weil es in Deutschland zu wenig rheumatologische Fachärzte gibt, betragen die Wartezeiten nicht selten mehrere Monate. Die besten Behandlungschancen bestehen jedoch, wenn die Erkrankung früh erkannt und behandelt wird. Die Frühdiagnose-Sprechstunden haben das Ziel, Patienten mit einem kurzen Krankheitsverlauf einen raschen Termin außerhalb der üblichen Wartezeiten anzubieten. Die aktualisierten Adressen der anbietenden Ärzte in den Regionalen Rheumazentren sind nun online.
„Man weiß heute, dass die Therapie im frühen Krankheitsstadium am besten greift und Medikamente gerade gegen aggressive und fortschreitende Verlaufsformen hier gute Chancen haben“, sagt Professor Markus Gaubitz, niedergelassener Rheumatologe in Münster. Er ist Sprecher der Projektgruppe Frühdiagnose/Integrierte Versorgung der Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren (AGRZ), welche die Idee zu den Spezialsprechstunden vorangetrieben hatte. „Voraussetzung ist natürlich, dass die Krankheit früh erkannt wird“, so Gaubitz weiter. Im besten Fall nehmen Betroffene erste Symptome, wie wiederholte andauernde Gelenkschwellungen und -steifigkeit am Morgen, ernst und gehen damit zum Hausarzt. Doch was nützt es, wenn sich der Verdacht erhärtet, der Patient aber lange auf einen Termin beim Rheumatologen warten muss?

Deswegen bieten viele Rheumatologen mittlerweile Sprechzeiten an, in denen Sie ausschließlich Patienten untersuchen, die Anzeichen einer entzündlichen Rheumaerkrankung aufweisen. Das sind nicht immer feste Wochentermine, sondern auch Zeiten, in denen der Rheumatologe Akutfälle „einschiebt“. Hier screenen die Ärzte gezielt nach den entzündlichen Erkrankungen, deren Behandlung im frühen Stadium besonders wichtig ist. Die Hauptbetreuung erfolgt anschließend zunächst weiter über den Hausarzt, der eng mit dem Rheumatologen kooperiert und von diesem auch den Therapieplan erhält.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie

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