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Gestreutes Röntgenlicht könnte krankes Lungengewebe zeigen

Eine Kombination von Dunkelfeld- und konventionellem Röntgenbild soll in Zukunft eine klare Unterscheidung zwischen gesundem und emphysematösem Gewebe sowie eine Beurteilung der regionalen Verteilung der Krankheit ermöglichen. Anhand solcher Bilder könnte der Arzt dann nicht nur sehen ob ein Patient erkrankt ist sondern auch, welche Stellen der Lunge wie stark betroffen sind.

Schwere Lungenerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Bisher sind sie im Frühstadium nur schwer zu diagnostizieren. Mit einer von Münchener Wissenschaftlern im Rahmen einer internationalen Kooperation entwickelten Röntgentechnik ist dies jetzt möglich. Nun arbeiten die Wissenschaftler daran, die Methode praxistauglich zu machen.

Jedes Jahr sterben allein in Deutschland mehr als 100.000 Menschen an schweren Lungenerkrankungen. Vorläufer einer lebensgefährlichen COPD ist i. d. R. eine chronische Bronchitis. Eine schwer wiegende Begleiterscheinung sind teilweise zerstörte Lungenbläschen und eine Aufblähung der Lunge (Emphysem). Doch in normalen Röntgenaufnahmen sind die feinen Unterschiede im Gewebe kaum sichtbar.

Zusätzlich zum normalen Röntgenbild analysierten die Münchener Wissenschaftler daher auch die vom Gewebe gestreute Strahlung. Aus diesen Daten errechneten sie dann detaillierte Bilder der Lungen der untersuchten Mäuse. Eine Beurteilung der Schädigung der Lunge wird so möglich.

„Gerade die frühen Stadien von Erkrankungen besser erkennen, quantifizieren und lokalisieren zu können, wäre sehr hilfreich“, sagt Prof. Maximilian Reiser, Leiter des Instituts für Klinische Radiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Wir erhoffen uns eines Tages mit der neuen Technik eine verbesserte Diagnose und Therapie von COPD und eine geringere Strahlenbelastung als mit hoch aufgelöster Computer-Tomografie“. Hierüber berichtete die Technische Universität München.

Quelle: COPD und Asthma 2/12

03.01.13

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