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Akne

Akne ist die häufigste dermatologische Erkrankung, also die häufigste Hautkrankheit. Mehr als 85 Prozent aller Menschen in Deutschland hatten schon einmal Akne. Es sind verschiedene Formen von Akne bekannt. Sie kann in allen Lebensabschnitten auftreten, auch Säuglinge oder ältere Menschen können an Akne erkranken. Gehäuft findet sich Akne aber in der Pubertät im Jugendalter. Gemeint ist in der Regel die sogenannte Acne vulgaris oder gewöhnliche Akne. Diese Form von Akne wird auch Pubertätsakne genannt. Je nachdem wie stark Akne ausgeprägt ist, zeigt sie sich durch eine fettige Haut, Pickel, Mitesser, Pusteln und Knötchen. Dabei sind in den meisten Fällen nicht alle Körperregionen gleich stark betroffen. Akne tritt besonders an den Körperstellen auf, die mit vielen Talgdrüsen versehen sind, also im Gesicht, im Nacken, an den Oberarmen, am Rücken und bei Frauen am Dekolleté.

Der Begriff Akne und seine Geschichte

Der Begriff Akne stammt vom griechischen Wort Akme ab. Dies bedeutet Spitze. Bereits in der Antike war das Krankheitsbild Akne bekannt und wurde beschrieben. Allgemein fand Akne zunächst nur wenig Beachtung. Einzig der Arzt Celsus, der von 25 vor Christus bis 50 nach Christus lebte, entwickelte einen Therapievorschlag. Erst im 20. Jahrhundert wurde Akne intensiver erforscht. Zu Beginn dieses Jahrhunderts wurde erkannt, dass ein Zusammenhang zwischen Akne und den Talgdrüsen der Haut besteht. Die Messmethoden, die dies bewiesen, wurden aber erst viel später entwickelt.

Häufigkeit und Ausprägung von Akne

Von Akne sind besonders oft Jugendliche betroffen, Mädchen meist etwas früher als Jungen. Der Grund dafür sind die Veränderungen im Hormonhaushalt während der Pubertät. Die überwiegende Zahl der Teenager hat schon einmal Mitesser oder Pickel im Gesicht vorgefunden. Akne ist bei Jugendlichen mit einer Häufigkeit von 70-95 Prozent vertreten. Akne ist die häufigste Erkrankung der Haut in diesem Lebensabschnitt. Die Prozentzahl lässt sich nicht ganz genau festlegen, weil sie abhängig ist von der jeweiligen Form der methodischen Erhebung. In etwa 60 Prozent der Fälle liegt ein milder Verlauf vor. Hier muss meist keine ärztliche Therapie erfolgen.

Die übrigen 40 Prozent sind diejenigen, die einen schwerwiegenden Verlauf von Akne haben. Dann kann die Erkrankung akut oder chronisch sein, aber auch wellenartige Verläufe sind bekannt. In diesen Fällen klingt Akne immer wieder ab, tritt aber auch immer wieder auf. Es kann zu Entzündungen kommen. Die inflammatorische Akne (mit Entzündungen) kommt etwa genau so oft vor wie die noninflammatorische (Akne ohne Entzündungen). Eine stärkere Ausprägung von Akne wird meist bei männlichen Jugendlichen erreicht. Der Grund dafür liegt darin, dass die Bildung des männlichen Geschlechtshormons Akne fördert. Wenn Akne nach der Pubertät weiter besteht, dann ist dies etwas häufiger bei Frauen der Fall.

Akne und Lebensalter

Zwar sind die meisten Patienten mit Akne Jugendliche in der Pubertät, aber Akne kann auch in anderen Lebensabschnitten auftreten, vor allem:

  • im frühen Erwachsenenalter
  • bei Frauen während oder nach der ersten Schwangerschaft (wobei Schwangerschaften im Allgemeinen nur einen geringen Einfluss auf die Entwicklung von Akne haben)
  • Neugeborene weisen mitunter schwarze Mitesser auf den Wangen auf. Diese haben ihren Grund in der Hormonproduktion der Mutter.
  • Die beim Kleinkind auftretende Akne bedarf meist keiner medizinischen Therapie.
  • Frauen zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr können eine sehr stark ausgeprägte Akne bekommen. Auch hier sind Hormone die Ursache.

Dauer und Verlauf von Akne

Akne fördert sich selbst: Durch die Bildung von Mitessern, Pickeln und Pusteln werden die betroffenen Talgausgänge zusätzlich verengt. So staut sich mehr Talg und mehr Akne kann entstehen. Einige Jugendliche leiden nur vorübergehend unter Akne, andere mehrere Jahre. Die Pubertätsakne ist meist spätestens nach dem 25. Lebensjahr ausgestanden. Bei 20 Prozent dauert sie über das 30. Lebensjahr hinaus.

Narbenbildung und psychische Folgen von Akne

Bei 2-7 Prozent der Betroffenen führt Akne zu einer Narbenbildung. Dazu kommt es besonders dann, wenn Betroffene versuchen, Pusteln, Pickel und Mitesser auszudrücken. Dann können sich die entsprechenden Stellen der Haut entzünden. In der Folge können großräumige Hautveränderungen entstehen und Narben verbleiben. Wenn Akne besonders auffällig ist, fühlen sich die Patienten oft in ihrem Selbstwertgefühl vermindert. Dann können psychische Begleiterscheinungen hinzukommen, die belastend sind und ggf. einer Therapie bedürfen.

Fedor Singer

27.11.14

Akne
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