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Aus für den Body-Mass-Index?

Der Body-Mass-Index (BMI) sagt weniger über das Krankheitsrisiko eines Menschen aus, als bislang vermutet wurde. Aussagekräftiger ist nach neuen Forschungen der WHtR, der nach der Formel "Bauchumfang geteilt durch Körpergröße" ...

 

Neue Erkenntnisse über Schlaganfall-Ursachen

Dr. Andreas Harloff, Privatdozent und Oberarzt an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Freiburg, wurde auf der ANIM-Konferenz in Bad Homburg mit dem Hans-Georg-Mertens-Preis ausgezeichnet. Der Preis wird von der Deutschen ...

 

Krankheitssignale richtig deuten

Die Ärztin Mirjam Christ-Crain untersucht, welche körpereigenen Botenstoffe u. a. bei Schlaganfällen frühzeitig Aussagen über den Krankheitsverlauf zulassen und somit Entscheidungsgrundlagen für die Behandlung liefern. Schlaganfälle können glimpflich oder lebensgefährlich ...

 

Raus aus den Federn

Strenge Bettruhe gilt nur noch bei akuten, schweren Erkrankungen als angebracht und dann auch nur für möglichst kurze Zeit. Dies sei mittlerweile quer durch alle Fachbereiche der Medizin anerkannt, berichtet ...

 

Migräne mit Aura erhöht Schlaganfall-Gefahr

Menschen, die an Migräne mit Aura leiden, sind besonders Schlaganfall-gefährdet. Dies gilt vor allem für Frauen, die unter 45 Jahre alt sind, rauchen und die Antibabypille einnehmen, wie die Deutsche ...

 

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Schlaganfall, die leise Gefahr –

27.04.09.

DER 10. MAI 2009 IST DER TAG GEGEN DEN SCHLAGANFALL

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für eine lebenslange Behinderung. Wen wann und warum ein Schlaganfall trifft, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. „Es gibt einige nicht beeinflussbare Faktoren, die das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, erhöhen. Beispielsweise das Alter, das Geschlecht oder erbliche Faktoren.

So erleiden z.B. mehr Frauen als Männer einen Schlaganfall und mehr alte als junge Menschen“, erklärt Prof. Dr. Horst-Wilhelm Kniemeyer, Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie im Elisabeth-Krankenhaus Essen. „Andere Risikofaktoren sind durch den Lebenswandel des Einzelnen bestimmt und daher auch vom Einzelnen beeinflussbar. Dazu gehört unter anderem das Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus.

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle: Übergewicht und zu hohe Cholesterinwerte erhöhen das Risiko von Gefäß-Erkrankungen ebenso wie Bewegungsmangel.“ Diese Faktoren und Erkrankungen haben in den überwiegenden Fällen eine Arteriosklerose zur Folge – im Volksmund auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Darunter wird eine Ablagerung von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen verstanden. Wörtlich übersetzt bedeutet Arteriosklerose eine bindegewebige Verhärtung der Schlagadern, die ist normalerweise Teil des natürlichen Alterungsprozesses und bei einem etwa 80-jährigen Menschen praktisch immer vorhanden. In jüngeren Jahren wird dieser Alterungsprozess aber durch die genannten Risikofaktoren stark beschleunigt und kann unter anderem bei Befall der Halsschlagader einen Schlaganfall zur Folge haben. Neben der Arteriosklerose der hirnversorgenden Blutgefäße sind Herzerkrankungen eine weitere wichtige Ursache für den Schlaganfall, dazu gehören unter anderem die Herzklappenfehler und allen voran die Herzrhythmusstörungen, insbesondere das so genannte Vorhofflimmern.

Bei diesen Herzerkrankungen besteht die Gefahr, dass sich Blutgerinnsel im Herzen bilden, die sich ablösen, mit dem Blutstrom in die Hirngefäße gespült werden und dort die Gefäße verstopfen und zum Schlaganfall führen. „Fakt ist, dass das Schlaganfallrisiko um so deutlicher ansteigt, je mehr Risikofaktoren vorhanden sind. Eine Vermeidung und konsequente Behandlung ist der beste und sicherste Weg im Kampf gegen den Schlaganfall. Die Prophylaxe ist bei einem Schlaganfall von immenser Bedeutung“, so Prof. Kniemeyer. „Die richtige Einstellung des Blutzuckers ist genauso wichtig wie die konsequente Einstellung des Blutdrucks und die Einnahme von notwendigen Herzrhythmus-Medikamenten. Würde beispielsweise ein zu hoher Blutdruck dauerhaft unter 130 zu 80 mmHg gesenkt, wären bereits mehr als ein Drittel aller Schlaganfälle vermeidbar.“

Frühwarnsystem einschalten

Nicht jeder Risikopatient ist sich der Gefahr eines drohenden Schlaganfalls bewusst. Dabei kündigt sich ein Schlaganfall manchmal bereits Wochen vorher an. Doch nur die wenigsten Betroffenen achten auf oder kennen überhaupt seine Vorboten: kurzzeitige (Sekunden oder Minuten dauernde) Blindheit oder Sehstörungen auf einem Auge, sehen von Doppelbildern, Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühl in den Armen und Beinen, manchmal auch Kribbeln und Missempfindungen in den Extremitäten, kurzzeitige Sprachstörungen, Schwindel und extrem starke und einmalig auftretende Kopfschmerzen. Alle Symptome verschwinden meist vorübergehend wieder oder treten in einer abgeschwächten Form auf, so dass die betroffenen Personen nicht an einen möglichen oder drohenden Schlaganfall denken. Prof. Kniemeyer rät: „Reduzieren Sie die Risikofaktoren, lassen Sie sich behandeln und achten Sie auf die Signale Ihres Körpers. So kann die Gefahr einen Schlaganfall zu erleiden, deutlich reduziert werden.”

Quelle: EKE

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