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Schluckstörung

Wenn feste oder flüssige Nahrung nicht mehr ohne Probleme vom Mund zum Magen transportiert wird, spricht man von einer Schluckstörung (Dysphagie). Da der Mensch ohne das Schlucken verhungern und verdursten würde, stellen diese Störungen ein ernstes Problem dar. Man unterscheidet zwischen drei Arten von Schluckstörungen, weil auch der Transport der Nahrung vom Mund bis zum Magen in drei Phasen verläuft: In der ersten Phase wandert die Speise durch Mundhöhle und Rachen bis zu dem Punkt, an dem der Schluckreflex einsetzt. In der zweite Phase wandert die Speise – durch Reflexe gesteuert – bis zur Speiseröhre. Die dritte Phase bezeichnet den Transport durch die Speiseröhre bis zum Magen. In jeder dieser drei Phasen kann eine andere Schluckstörung vorliegen. Schmerzhafte Beschwerden zu Beginn des Schluckvorganges werden beispielsweise durch Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich verursacht. Wohl jeder hat schon einmal die Schmerzen erlebt, die bei einem grippalen Infekt oder einer Mandelentzündung beim Schlucken entstehen können. Auch Verbrühungen oder Verletzungen durch Fremdkörper (Fischgräten etc.) können solche Schluckbeschwerden auslösen. Andere Schluckstörungen äußern sich durch ein Druckgefühl beim Schlucken im Hals oder hinter dem Brustbein (Globusgefühl). Betroffene haben dabei das Gefühl, dass beim Schlucken ein Stück „stecken geblieben“ ist. Brennende Schmerzen hinter dem Brustbein, Sodbrennen, Hustenattacken vor, während oder nach dem Schlucken und sogar das erneute Hochkommen von unverdauten Speisen treten im Zusammenhang mit Schluckstörungen in den letzten Phasen des Schluckvorganges auf. Insgesamt 50 Muskeln sind am Schluckvorgang beteiligt. Da so viele Muskeln und Nerven perfekt zusammenspielen müssen, sind Schluckstörungen auch häufig bei Erkrankungen des Nervensystems zu finden: also bei Schlaganfällen, Multipler Sklerose, Schüttellähmung (Morbus Parkinson), Demenzerkrankungen, Schädel-Hirn-Traumata, Gehirnentzündungen (Enzephalitis) oder Gehirntumoren. Auch Tumoren im Bereich des Schluckweges selbst, wie etwa in der Speiseröhre, oder eine vergrößerte Schilddrüse können zu Schluckstörungen führen. Da die Ursachen so vielfältig sein können, arbeiten bei der Suche nach den Ursachen Ärzte unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Hals-Nasen-Ohrenärzte, Gastroenterologen, Neurologen und Ernährungsmediziner sind Ansprechpartner für Betroffene.

25.02.11

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