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Pilzinfektionen der Haut

Für die Behandlung ist die Bestimmung des Erregers entscheidend

Es gibt sehr viele verschiedene Hautpilzerreger, die unterschiedliche Symptome auf der Haut hervorrufen können. Der Begriff Hautpilz beschreibt eher einen allgemeinen Zustand. Unterschiedliche Pilzerreger können Haut, Nägel und Haare befallen. Manche sind von Mensch zu Mensch übertragbar. Andere Erreger können von Tieren, wie z. B. Hunden oder Katzen auf den Mensch übertragen werden. Für die Behandlung ist die genaue Bestimmung des Erregers entscheidend.

Pilzerreger können sich am gesamten Körper ausbreiten

„Wenn die Haut juckt und es einen kreisrunden Ausschlag auf der Haut gibt, dann sind das schon zuverlässige Symptome für eine Pilzinfektionen. Eine genaue Diagnose kann nur gestellt werden, indem eine Hautprobe entnommen wird“, erklärt Prof. Dr. Hans-Jürgen Tietz, Berlin. Der Hautarzt legt diese Probe von der Haut, dem Nagel oder den Haaren auf einen Nährboden und versucht den Pilz anzuzüchten. Die Pilze fangen dann i. d. R. an zu wachsen und der Hautarzt kann feststellen, um welchen Erreger es sich handelt. Es ist wichtig, den Erreger zu bestimmen, damit der Patient auch entsprechend behandelt werden kann.

Mit dem Erreger kann man sich u. a. bei anderen Menschen anstecken, in öffentlichen Schwimmbädern oder bei Tieren. Die häufigsten Pilzinfektionen sind Fuß- und Nagelpilz. Der Nagelpilz kann auch aus Fußpilz entstehen. „Wenn der Fußpilz unbehandelt bleibt, können die Erreger sich weiter ausbreiten. Am schlimmsten ist es, wenn der Pilzerreger bis zum Kopf wandert“, erläutert Prof. Tietz. Symptomatisch für eine Pilzinfektion der Haut sind kreisrunde Herde, die mit Juckreiz verbunden sind. Zusätzlich ist die Haut gerötet. Weitere Symptome sind trübe und dicke Nägel. In Einzelfällen kann es auch zu Haarausfall kommen.

Behandlung bei Pilzinfektionen erfolgt von innen und außen

„Wenn die Pilzinfektion bereits fortgeschritten ist, wird die Hauterkrankung i. d. R. sowohl von innen als auch von außen behandelt. Also neben Cremes nimmt der Patient dann auch Tabletten ein. Um dem Patienten das richtige Medikament verschreiben zu können, muss der Hautarzt wissen, um welchen Erreger es sich handelt. Für die Pilzerreger der Haut gibt es verschiedene Wirkstoffe, die häufigsten sind Fluconazol und Terbinafin“, sagt Prof. Tietz. Neben der medikamentösen Behandlung mit Tabletten sollte auch immer zusätzlich eine Lokalbehandlung der Haut, Haare und der Nägel erfolgen. Der Erreger sollte also von außen und innen behandelt werden.

Die Pilzinfektion an den Nägeln wird i. d. R. mit Nagellack behandelt. Pilzinfektionen der Haut sind ansteckend, für sich selbst und für andere. Deswegen muss eine Pilzinfektion auch behandelt werden. „Der Pilz wird häufig innerhalb der Familie übertragen“, erklärt Prof. Tietz. Wenn der Pilz allerdings erfolgreich behandelt wurde, dann muss der Patient aufpassen, dass er sich nicht wieder neu ansteckt. Wenn nur die Haut betroffen ist, dann dauert die Behandlung i. d. R. zwei Wochen. Ist aber auch der Nagel betroffen, kann die Behandlung bis zu einem Jahr andauern, da der Nagel langsam und gesund wieder rauswachsen muss. In diesem Fall muss der Pilz also während des gesamten Jahres sowohl äußerlich als auch innerlich behandelt werden.

Gentest kann Pilzerreger nachweisen

„Pilzerreger lassen sich heutzutage bereits mittels eines Gentests nachweisen. Mithilfe dieser Methode können die Erreger sehr schnell nachgewiesen werden“, so Prof. Tietz. Bei den Fuß- oder Nagelpilzen handelt es sich eher um harmlose Erreger, die nicht lebensbedrohlich sind. Bei gravierenden Fällen, wenn der Erreger schnell festgestellt werden muss, ist solch ein Gentest sinnvoll.

Quelle: Patient und Haut 1/2014

07.07.14

Pilzinfektionen der Haut
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