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Schulungen sind wichtig

Diabetes ist eine Erkrankung, die in der Therapie viel Eigeninitiative, Selbstmanagement und Wissen seitens der Betroffenen erfordert. Dieses Wissen vermitteln strukturierte Schulungsprogramme für verschiedene Zielgruppen.

Es gibt spezielle Schulungsprogramme für Menschen mit neu diagnostiziertem Typ-1- und Typ-2-Diabetes, für Kinder und Jugendliche bzw. ihre Eltern, für Senioren oder auch Auffrischungsprogramme für Menschen, die schon länger an Diabetes erkrankt sind. Gemeinsam habe sie alle, dass sie auf ihre Zielgruppe abgestimmte und aktuelle Informationen rund um das Diabetesmanagement liefern, vom Insulinspritzen über die Blutzuckermessung bis hin zur richtigen Ernährung.

Austausch gehört auch dazu

Und auch wenn die Vermittlung von Wissen wichtig ist – die Teilnehmer drücken nicht nur einfach die Schulbank, sondern sollen in einen Austausch miteinander kommen, informiert der Diabetes Ratgeber. So gehört dazu, dass gemeinsam über den Alltag gesprochen wird und spezielle Situationen auch gemeinsam ausprobiert und geübt werden: Das kann der Einkauf im Supermarkt sein, aber auch, wie man sich auf einem Fest oder einer Party richtig in Sachen Diabetes verhält, heißt es weiter. Dabei kann sich jeder Schulungsteilnehmer einen Plan erstellen, der auf seinen individuellen Alltag abgestimmt ist, beispielsweise was Themen wie Ernährung oder Bewegung und Sport angeht. Gerade letztere stehen beim Typ-2-Diabetes im Vordergrund.

Die Teilnehmer können auch praktisch ausprobieren und in der Lehrküche lernen, wie man gesunde und vollwertige Speisen zubereitet. Kursmaterialien helfen, dass das in der Stunde erarbeitete Wissen auch zu Hause wiederholt werden kann bzw. zur Verfügung steht – und das in verschiedener und spielerischer Form: Vom Kursbuch über USB-Stick und Kalorienbausteintabelle bis hin zum Ernährungsquiz reichen die verschiedenen Möglichkeiten der Kursmaterialien, die in den aktuellen Schulungsprogrammen angeboten werden.

So können Schulungen auch die Einstellung zum Diabetes verbessern, so der Diabetes Ratgeber. Um wieder zu einer positiven Einstellung zu kommen, können Diabetesschulungen helfen, sagte Priv.-Doz. Dr. Bernhard Kulzer, Bad Mergentheim, dem Diabetes Ratgeber. In modernen Schulungen, so Dr. Kulzer, ginge es nicht nur um bessere Blutzuckerwerte, sondern auch um Motivation und Problemlösungen.

Schulungsmöglichkeiten

Schulungen werden in Arztpraxen oder Kliniken angeboten. Interessierte sollten mit ihrem behandelnden Diabetologen über geeignete Schulungsmöglichkeiten sprechen. Anerkannte Schulungsprogramme sind nach Angaben der DDG u. a. Behandlungs- und Schulungsprogramm für Intensivierte Insulintherapie bei Menschen mit Typ-1-Diabetes; PRIMAS: Leben mit Typ-1-Diabetes – Ein Schulungs- und Behandlungsprogramm für ein selbstbestimmtes Leben mit Typ-1-Diabetes; Schulungs- und Behandlungsprogramm für Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes; Behandlungs- und Schulungsprogramm für Menschen mit Typ-2-Diabetes, die nicht Insulin spritzen oder das Behandlungs- und Schulungsprogramm für Menschen mit Diabetes, die Insulin spritzen.

Quelle: Befund Diabetes 1/2016

20.05.16

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