- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Hauterkrankungen - Neurodermitis - Selbsthilfe - Schulungen für Eltern neurodermitiskranker Kinder

Schulungen für Eltern neurodermitiskranker Kinder

Das Kind kratzt sich, die Haut nässt und blutet. Doch der starke Juckreiz hört nicht auf. Nach Angaben des Ärzteverbands Deutscher Allergologen leiden in Deutschland rund 10 – 15 % aller Kinder und Jugendlichen unter Neurodermitis.

Die chronische Hauterkrankung ist auch für ihre Eltern eine große Belastungsprobe, weiß Rüdiger Szczepanski von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin.

„Die Diagnose Neurodermitis beinhaltet eine große Lebensveränderung für Familien“, so der Kinderallergologe, der auch seit vielen Jahren betroffene Familien betreut und berät. „In der Regel zeigt sich die Erkrankung bereits innerhalb der ersten zwei Lebensjahre“, sagt er. An ungestörte Nächte sei dann nicht mehr zu denken. Auch der Betreuungsaufwand am Tag wachse: „Für Eltern ist die psychische Belastung enorm.“

Der Experte rät Eltern, frühzeitig an speziellen Neurodermitis-Schulungen teilzunehmen, die mittlerweile deutschlandweit von Fachleuten und Ärzten angeboten werden. „Die Erfahrung zeigt, dass man die Erkrankung selten nur mit Medikamenten in den Griff bekommt, die Kinder brauchen auch den stärkenden Rückhalt der Eltern.“

In Seminaren und Kursen lernen Eltern die Hintergründe der Erkrankung kennen, trainieren Entspannungstechniken und Strategien zur Minimierung der psychischen Belastung. „Auch eine Ernährungsberatung und Hilfe im Umgang mit dem Juckreiz gehören dazu“, sagt Szczepanski. Zudem biete die Schulung Kontakt und Austausch mit anderen betroffenen Eltern.

Quelle: Allergikus 2/2011

02.08.11

Newsletter An-/Abmeldung

Code: FAHP