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Schwerhörigkeit beginnt meist schleichend

17.01.10.

Hörprobleme mit Kopfschmerzen

Photos.com

Probleme beim Verfolgen eines Gruppengesprächs stehen häufig am Anfang – Auch Erschöpfung und Kopfschmerzen sind Anzeichen

Einschränkungen des Hörvermögens machen sich meist nur schleichend bemerkbar. «Wenn Menschen Probleme haben, einem Gespräch in größerer Gruppe zu folgen, sollten sie aufmerksam werden. Auch bei mehreren gleichzeitigen Höreindrücken wie Unterhaltungen im Restaurant können Menschen mit beginnenden Hörbeeinträchtigungen nur schwer folgen», sagt Jan Löhler vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Die Betroffenen müssen öfter nachfragen, weil sie ihr Gegenüber nicht richtig verstehen und den Eindruck haben, dass ihr Gesprächspartner nuschelt. «Das Gleiche gilt für Probleme im Theater, bei Vorträgen oder beim Gottesdienst, also immer dann, wenn der Raumhall relativ stark ist», erklärt der HNO-Arzt. Schwerhörige seien nicht selten schneller erschöpft, weil der Hörprozess mit größerem Kraftaufwand und mehr Konzentration verbunden ist. Dadurch könnten vermehrt Kopfschmerzen auftreten.

Ein Arztbesuch sei dann dringend angeraten. Je früher Hörprobleme behandelt würden, desto besser ließen sie sich in den Griff bekommen. «Heute gibt es viele Behandlungsoptionen – und vor allem Hörgeräte, die individuell an die Gegebenheiten und Bedürfnisse des Patienten angepasst werden können», sagt Löhler. Hörgeräte seien kein Makel, sondern für die Betroffenen ein Gewinn für ihre Lebensqualität. Beim Ausprobieren müsse man aber Geduld haben. «Es dauert einfach ein wenig bis man sich an das neue, plötzlich wieder intensive Hören mit einem Hörgerät gewöhnt», sagt der Mediziner.

Auch Ohren brauchen Erholung

Um Hörprobleme nicht zu forcieren, sollten Menschen Lärm meiden und sich ab und an aus dem Alltag zurückziehen, um nur den Geräuschen in der häuslichen Umgebung oder der Natur zu lauschen. «Man verpasst nichts, wenn man mal Radio, Fernsehen und Handy ausgeschaltet lässt, die Ruhe genießt und seinen Ohren Erholung gönnt», rät Löhler.

Quelle: hno-aerzte-im-netz

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