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Schwitzen

Das Schwitzen ist für sich genommen noch kein Krankheitssymptom – im Gegenteil: Der Mensch braucht das Schwitzen, um seine Körpertemperatur regulieren zu können. Mehrere Millionen Schweißdrüsen produzieren jeden Tag 100 bis 200 Milliliter Schweiß, bei großer körperlicher Aktivität kann das Schweißvolumen auch auf mehrere Liter anwachsen. Der Schweiß sorgt bei jedem Menschen dafür, dass sich der Körper nicht überhitzt. Wenn die Schweißflüssigkeit verdunstet, entsteht Verdunstungskälte – die Haut kühlt sich ab. Außerdem baut der Schweiß den Säureschutzmantel der Haut auf: Im Schweiß sind Säuren enthalten, unter anderem Milch- und Fettsäure.

Doch wenn diese Säuren im Schweiß abgebaut werden, entsteht der typische Schweißgeruch. Und daher kann Schwitzen auch sehr unangenehm sein. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine Fehlfunktion vorliegt, die sogenannte Hyperhidrose. Etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden daran. Diese äußert sich vor allem durch eine übermäßige Schweißproduktion an den Hand- und Fußflächen, aber auch im Achselbereich und teilweise an der Stirn und am Rumpf.

Übermäßiges Schwitzen kann auch ein Symptom für andere Krankheiten sein. In diesem Fall spricht man von „sekundärer Hyperhidrose“. So geraten Menschen mit hohem Blutdruck oder Schilddrüsenüberfunktion schneller ins Schwitzen. Auch viele Infektionskrankheiten gehen mit verstärkter Schweißproduktion einher. Hormonelle Umstellungen wie Schwangerschaft oder die Wechseljahre können ebenfalls zu sekundärer Hyperhidrose führen, genauso wie psychischer Stress und Überlastung. Um eine Hyperhidrose festzustellen, können Betroffene die Menge an Schweißsekret mit einem bestimmten Verfahren (Gravimetrie) messen lassen. Von einer Hyperhidrose unter den Achseln spricht man etwa, wenn ein Mensch dort mehr als 50 Milligramm Schweißsekret pro Minute ausscheidet.

Sei es nun wetter- oder krankheitsbedingt: Menschen, die viel schwitzen, sollten viel trinken und dem Körper Mineralien zuführen. Denn über das Schwitzen gehen dem Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Salze und Mineralien verloren. Beim umgekehrten Phänomen, der sogenannten Hypohidrose, ist das Schwitzen vermindert. Auch dies ist für Betroffene sehr belastend: Heiße Sommer oder sportliche Betätigung werden zur Qual, weil der Körper sich nicht ausreichend abkühlen kann. Auslöser können Medikamente sein, aber auch Grunderkrankungen wie Diabetes können zu Hypohidrose führen. Auch im Alter lässt die Schwitzfreudigkeit generell nach.

25.02.11

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