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Seitenstiche

Seitenstiche kommen bei körperlicher Anstrengung vor allem bei Ausdauersportarten vor. Sie machen sich durch stechende Schmerzen in der Seite unterhalb der Rippen bemerkbar. Obwohl Seitenstiche fast jeder schon erlebt hat, ist bis heute wissenschaftlich noch unklar, woher diese Schmerzen kommen. Bekannt ist nur, dass Seitenstiche bei starker und ausdauernder körperlicher Belastung auftreten, besonders bei Untrainierten. Aber auch trainierte Menschen, die direkt nach umfangreichen Mahlzeiten Sport treiben, können Seitenstiche bekommen.

Es gibt verschiedene Theorien, wie dieser stechende Schmerz entsteht. Lange Zeit galt die Milz als Hauptverdächtige: Laut dieser Theorie zöge sich die Milz zusammen, um mehr Blut – und damit mehr Sauerstoff – in den Blutkreislauf zu befördern. Dass die Schmerzen jedoch nicht nur auf der linken Seite auftreten, wo die Milz sitzt, spricht gegen diese Theorie. Daher sind auch einige der Meinung, dass allgemein mangelnde Durchblutung – und damit Sauerstoffmangel – im Bereich von Milz, Leber und Magen für die Seitenstiche verantwortlich ist. Denn beim Sport sinkt die Durchblutung im Bauchraum zugunsten der Blutversorgung der Muskeln.

Eine weitere Theorie erklärt die Seitenstiche durch eine Fehlbelastung des Zwerchfells: Dieses trennt Brust- und Bauchhöhle voneinander und ist der wichtigste Atemmuskel. Wenn es sich zusammenzieht, atmet der Mensch ein. Da der Atem bei körperlicher Belastung schneller und oft auch unregelmäßiger geht, wird das Zwerchfell stärker beansprucht. So kann es also passieren, dass schließlich Sauerstoffmangel zu den stechenden Seitenschmerzen führt. Eine falsche Atemtechnik und zu intensives Training können daher Seitenstechen auslösen. Je trainierter jedoch der Körper ist, desto weniger hat er mit Seitenstichen zu kämpfen. Zudem sollten Sportler zwei Stunden vor der Trainingseinheit keine großen Mahlzeiten mehr einnehmen. Wer trotzdem noch einmal beim Training von Seitenstichen geplagt wird, sollte langsamer laufen, gehen – oder schließlich ganz stehenbleiben, wenn sich die Situation nicht bessert. Erst, wenn die Schmerzen gänzlich abgeklungen sind, kann der Läufer das Tempo wieder anziehen. Das Stechen selbst ist für die Betroffenen ungefährlich – solange man es nicht mit Herzproblemen oder Magen- und Darmbeschwerden verwechselt.

25.02.11

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