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Soleinhalation als Therapieergänzung bei Atemwegserkrankungen

Die Inhalation von Sole (Salzlösung) mit einem Salzgehalt von 0,9 bis 3 % stellt eine sinnvolle Therapieergänzung bei Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder COPD dar. Zusätzlich zu medikamentöser Therapie und Lungensport können so Beschwerden durch vermehrte Schleimbildung oder angeschwollene Schleimhäute effektiv behandelt werden.

Das Inhalieren von Sole hat zwei positive Effekte: Einerseits wird der Schleim in den Bronchien gelöst und eingedrungene Erreger, Schadstoffe und Allergene können besser abtransportiert werden. Andererseits wirkt Sole entzündungshemmend. Hierauf weist auch Prof. Dr. Harald Morr, Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung e. V. hin. Aus diesem Grund werden Atemwegspatienten Aufenthalte am Meer oder in Salzheilstollen empfohlen. Doch zu Hause im Alltag sollte ebenfalls eine Soleinhaltion durchgeführt werden – auch als vorbeugende Maßnahme im Winter gegen Atemwegsinfekte.

Die klassische Methode ist das Inhalieren mit Wasserschüssel und Handtuch, doch der Tröpfchendurchmesser ist hier größer als 30 Mikrometer und der Wasserdampf gelangt daher nur in die oberen Atemwege. Wesentlich effektiver sind Vernebler mit Atemmaske. Diese Geräte erzeugen kleinere Tröpfchen mit einem Durchmesser von zwei bis sechs Mikrometern, die bis in die unteren Atemwege (Lunge) gelangen können. Sehr angenehm in der Anwendung sind Sole-Rauminhalatoren, da keine Zeit für eine gezielte Inhalation aufgewendet werden muss. Bei diesen Geräten binden die Salzwassertröpfchen die Staubpartikel in der Luft und lassen sie zu Boden sinken und erzeugen einen deutlich höheren Salzgehalt in der Raumluft, ähnlich wie an der See oder in einem Salzstollen.

Quelle: COPD und Asthma 1/11

21.12.11

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