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Neben einer Müdigkeit/Abgeschlagenheit und Hautreizungen können weitere Nebenwirkungen durch eine Strahlentherapie hervorgerufen werden. Generell lässt sich jedoch festhalten, dass die Strahlentherapie relativ nebenwirkungsarm ist, da sie im Unterschied zu einer Chemotherapie nicht systemisch auf den ganzen Körper wirkt, sondern nur im tatsächlich bestrahlten Areal. Welche Nebenwirkungen auftreten, ist vom Alter des Patienten, seiner gesamten Fitness und natürlich von der Art des jeweilig vorliegenden Krebses abhängig. Bei den Nebenwirkungen unterscheidet man akute Nebenwirkungen, die bereits während der Behandlung auftreten, und Spätreaktionen, die erst Monate bis Jahre nach der Behandlung eintreten können.

Akute Nebenwirkungen und Spätfolgen

Zu den akuten Nebenwirkungen zählen beispielsweise Schleimhautentzündungen, wenn im Kopf- oder Halsbereich bestrahlt wird. Bei einem Bestrahlungsfeld im Bauchbereich können Übelkeit und Durchfall auftreten. Zu den Spätfolgen zählen Hautverfärbungen im behandelten Areal und Verhärtungen des Unterhautfettgewebes. Solche Nebenwirkungen lassen sich leider nicht immer vermeiden, sie sind aber selten geworden. Generell sollten sich die Betroffenen vor Augen führen, in welchem Verhältnis diese Nebenwirkungen stehen. Unbehandelt führt Krebs immer zum Tode. Die Therapie hingegen eröffnet die Möglichkeit, den Krebs zu heilen oder zumindest zu lindern. Treten also Nebenwirkungen auf, die die Lebensqualität einschränken und unter denen die Patienten leiden, sollten sie sich bewusst machen, welche Chancen die Therapie gibt und wie sehr die Lebensqualität ohne sie sinken würde.

Durch Strahlung verursachter Krebs

Häufig gehen Patienten, die sich in einer Strahlentherapie befinden, davon aus, dass die Bestrahlung selbst Krebs auslöst. Ganz abwegig ist dieser Gedanke nicht, denn die Strahlentherapie schädigt das Erbgut. Eine solche DNS-Schädigung ist die Grundvorrausetzungen für die Entartung von Zellen und die Entstehung von Krebs. Allerdings ist bei einer Strahlentherapie das Strahlenfeld sehr genau auf den Tumor ausgerichtet, so dass kaum umliegendes Gewebe getroffen und geschädigt wird. Durch die intakten DNS-Reparaturmechanismen kann es sich zudem gut erholen und eine dauerhafte Schädigung ist unwahrscheinlich. Das Risiko, durch eine Strahlentherapie 10 bis 30 Jahre später erneut an Krebs zu erkranken, ist in der Realität sehr gering, auch wenn die theoretische Möglichkeit besteht. Vor allem im Vergleich zu dem Risiko, welches die zu behandelnde Krebserkrankung selbst für den Patienten darstellt, sind die Risiken, die die Strahlentherapie mit sich bringt, eher gering einzuschätzen.

Belastung durch die Strahlung

Oftmals wird eine Strahlentherapie automatisch mit Radioaktivität und den bekannten daraus entstehenden Folgen in Verbindung gebracht. Bei einer externen Strahlentherapie wird allerdings keine radioaktive Strahlung eingesetzt. Diese kommt lediglich bei der Brachytherapie zum Einsatz, und dann in genau berechneten Dosen, sodass auch damit nur eine lokale Wirkung ausgeübt wird. Die Patienten sind also nicht verstrahlt und stellen keine Strahlenbelastung für ihr Umfeld dar.

Lydia Köper

21.04.11

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