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Intraoperative Strahlentherapie bei Brustkrebs übertrifft Erwartungen

31.01.10.

Die Fünf-Jahres-Ergebnisse der Intraoperativen Bestrahlung (IORT) beim Brustkrebs übertreffen die Erwartungen der Mediziner. Diese hatten gehofft, mit dem innovativen Verfahren Ergebnisse zu erzielen, die denen der konventionellen Methode zumindest vergleichbar sind. Doch statt der „normalen“ Rückfallrate von rund 3–5 % in den ersten fünf Jahren nach der Operation wurde nach der Intraoperativen Bestrahlung nur bei 1,5 % der Patientinnen erneut ein Tumor in der Brust entdeckt.

Damit hat die Methode nicht nur den Vorteil, dass sie die herkömmliche Strahlentherapie ggf. um eine Woche verkürzen kann, weil ein Teil der Bestrahlung bereits während der Operation verabreicht wird, sie kann darüber hinaus u. U. sogar wirksamer als die herkömmliche Therapie sein. Diese Ergebnisse stammen aus der Universitätsmedizin Mannheim. Prof. Dr. Frederik Wenz, Direktor der Universitätsklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, wendet die Methode, mit der die postoperative Strahlentherapie ganz oder teilweise eingespart werden kann, bereits seit Jahren in enger Kooperation mit der Universitäts-Frauenklinik konsequent und erfolgreich an.

Die Universitätsmedizin Mannheim ist mit den beiden beteiligten Kliniken Leitzentrum der Intraoperativen Bestrahlung beim Brustkrebs in Deutschland. Die IORT ist von Prof. Wenz vor rund sieben Jahren in Deutschland eingeführt worden. Am Zentrum der Mannheimer Universitätsmedizin besteht damit bundesweit die längste Erfahrung mit der Methode und nach wie vor werden hier die meisten Patientinnen mit dieser innovativen Therapiemethode behandelt. Darüber hinaus wird hier eine große Studie zur IORT koordiniert, an der sich in Deutschland neun Zentren beteiligen – weltweit sind es 24.

Was unterscheidet die IORT von der konventionellen Therapie?

Bei der IORT wird noch während der Operation, nachdem der Tumor entfernt wurde, mithilfe eines mobilen Bestrahlungsgerätes eine Strahlenbehandlung durchgeführt. Das dafür verwendete Gerät zeichnet sich dadurch aus, dass die Strahlung mit hoher Präzision direkt im Tumorbett appliziert werden kann. Dies kann den Patientinnen die Strahlentherapie des Tumorbettes über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen ersparen, die konventionell im Anschluss an Operation und Strahlentherapie der gesamten Brust angewandt wird.

Quelle: Universitätsmedizin Mannheim

Aus Leben? Leben! 3/2009

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