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Neue Stromtherapie bei Lähmungen

Neue Stromtherapie bei Lähmungen

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Wie kann eine Stromtherapie Bewegungsstörungen verbessern? Die Zauberformel heißt “GABA und Glutamat”. Diese beiden Botenstoffe beeinflussen das motorische Lernen des Gehirns. Mit einer neuen Therapie, der sogenannten “transkraniellen Gleichstromapplikation”, werden die beiden Botenstoffe reguliert. Die Patienten können dadurch motorische Übungen einfacher lernen und ausüben.

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Vielen Patienten gelingt es beispielsweise nach einem Schlaganfall bisher nur mit großer Mühe, verlorene Fähigkeiten wieder zu erwerben. “Bewegungen lernt das Gehirn ähnlich wie Vokabeln”, erklärt Professor Michael Nitsche von der Universität Göttingen, und “je länger und intensiver das Lernen stattfindet, desto erfolgreicher ist das Ergebnis”. Die Strom-Behandlung dauert zehn bis 20 Minuten, ist schmerzlos und wird von den meisten Patienten gut vertragen. Wichtig dabei ist, dass sie gleichzeitig mit der Physiotherapie stattfindet. Sonst bleibe die Wirkung aus, erklärt Nitsche.

Außerdem hilft mentales Training. Dabei ruft der Patient in Gedanken gezielt die gestörten Bewegungsabläufe ab. Kurios: Die Vorstellung einer Bewegung aktiviert das Gehirn in ähnlicher Weise wie dessen Ausführung.

Quelle: Medical Press

15.02.12

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