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Tattoo-Entfernung

Vor rund zwanzig Jahren wurden Tattoos auch für Frauen gesellschaftsfähig. Ein klein wenig Rebellion wohnte dem Tattoo zwar noch inne, es setzte sich jedoch mit den Jahren immer mehr durch. Heute gibt es rein statistisch gesehen kaum noch einen Unterschied in der Anzahl der Frauen und Männer, die sich ein Tattoo haben stechen lassen.

Ein paar Jahre später aber kann das Tattoo durchaus stören. Vielleicht war es das falsche Motiv. Oder einfach die falsche Entscheidung, sich überhaupt ein Tattoo stechen zu lassen. Auch die Anzahl von Frauen und Männern, die sich ein Tattoo wieder entfernen lassen möchten, ist in etwa gleich.

Zur Entfernung eines Tattoos gibt es inzwischen mehrere Methoden, die jedoch alle sowohl Vorteile als auch Nachteile aufweisen. Grundsätzlich eignet sich nicht jede Methode der Entfernung für jedes Tattoo und häufig müssen sogar mehrere Methoden angewendet werden, um ein Tattoo wirklich vollständig zu entfernen. Wenn chirurgische Methoden angewendet werden sollen, so bedeutet dies, dass das Tattoo, bzw. die komplette Haut an der Stelle des Tattoos, operativ entfernt wird. Bei kleineren Tattoos ist das ohne Komplikationen möglich, bei großflächigen Tattoos jedoch ist die chirurgische Entfernung gänzlich ungeeignet. Hier können nur nichtchirurgische Verfahren eingesetzt werden: Durch diese Methoden wird versucht, die Farbpartikel so gut wie möglich aus der Haut zu lösen. Dies ist beispielsweise mit einem Laser möglich. Der Laser zerkleinert die Farbpartikel, die dann vom Körper abtransportiert werden können. Über die extrovertierenden, nichtchirurgischen Methoden wiederum wird die Farbe durch die Oberfläche der Haut nach außen hin abgetragen.

Wenn die chirurgische Methode in Frage kommt – bei kleinen oder mittelgroßen Tattoos – so wird sehr häufig schon ein paar Wochen vor dem Eingriff die Haut entsprechend vorbereitet, indem sie durch einen Expander gedehnt wird, damit ein Hautüberschuss entsteht. Wenn die Narbe sorgfältig genäht wird, so wird sie zwar sichtbar sein, stellt jedoch nicht unbedingt einen ästhetischen Störfaktor dar. Eine andere Methode innerhalb der Chirurgie ist es, die Tätowierung Stück für Stück in mehreren Schritten operativ zu entfernen. Vorgezogen wird allerdings in der Regel die vorherige Dehnung der Haut, weil dadurch eine kleinere Narbe verbleibt und nur einmal operiert werden muss. Der Vorteil der chirurgischen Entfernung eines Tattoos ist definitiv, dass eine vollständige Entfernung möglich ist. Die Nachteile hingegen sind, dass diese Methode nicht an allen Stellen des Körpers angewendet werden können und nur bei kleinen oder mittelgroßen Tattoos sinnvoll ist.

Die Tattoo Entfernung mit dem Laser basiert auf einem sehr einfachen System. Die Farbpigmente werden durch den Laser erhitzt und zerspringen. Sie werden innerhalb des Körpers mit den im gleichen Vorgang zerstörten Hautzellen abtransportiert. Diese Methode eignet sich vor allem bei Tätowierungen, die nur in schwarzer Farbe durchgeführt wurden. Grundsätzlich aber sind mehrere Sitzungen notwendig, das Tattoo kann also nicht sofort vollständig entfernt werden. Mit jeder Sitzung allerdings verblasst es ein Stück mehr. Zur Entfernung von farbigen Tätowierungen ist der Laser nur begrenzt geeignet, die Farben lösen sich nur schwer auf und einige lösen sich durch den Laser überhaupt nicht auf. Die Vorteile einer Tattoo-Entfernung mit dem Laser liegen vor allem in der geringen Vernarbung des Hautgewebes und der relativ leichten Anwendung, die während der Behandlung kaum eine Belastung für den Organismus darstellt. Ärzte warnen jedoch vor dieser Methode, da die Spaltprodukte der Tattoofarben krebserregende Amine enthalten und sich in den Organen absetzen können.

Weitere, nichtchirurgische Methoden der Tattoo-Entfernung sind die mechanische, chemische und die thermische Auslösung der Farbpartikel, die nach außen treten, sich im Wundschorf sammeln und mit diesem abfallen, sobald die Haut sich regeneriert hat. Grundsätzlich handelt es sich hier um eine Dermabrasion, wie sie auch in der Schönheitschirurgie häufig für die Gesichtshaut angewendet wird, um diese zu glätten, Hautunebenheiten und Narbengewebe zu entfernen. Diese Methode eignet sich sowohl für schwarze, als auch für farbige Tattoos. Sie stellt allerdings hohe Anforderungen an die Qualifikation des Therapeuten.

Wer die Entfernung eines Tattoos plant, sollte unbedingt zunächst einen Hautarzt aufsuchen und diesen um Rat fragen. Weiterführend kann nach geeigneten Therapeuten gesucht werden, welche vornehmlich in der plastischen Chirurgie tätig sind. Die Kosten für das Entfernen eines Tattoos trägt der Patient vollständig selbst. Sie variieren zwischen den verschiedenen Kliniken und Chirurgen, können aber auch aufgrund der verschiedenen, infrage kommenden Möglichkeiten der Entfernung nicht eindeutig bestimmt werden. Ein weiterer Faktor zur Berechnung der Gesamtkosten ergibt sich natürlich aus der Größe des Tattoos.

Monika Celik

01.03.11

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