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Alles über Therapie

1. Kopfschmerzen: unterschätzt, unterdiagnostiziert, unterbehandelt

In Deutschland leiden etwa zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung an Migräne und 20 bis 30 Prozent einmal pro Monat an Spannungskopfschmerzen.

2. Den Kopfschmerz im Griff

Nicht-medikamentöse Strategien helfen bei chronischen Kopfschmerzen Psychologisch-verhaltensmedizinische Strategien können bei Kopfschmerzen die medikamentöse Behandlung sinnvoll ergänzen und mitunter sogar ersetzen.

3. Aktuelle Meta-Analysen belegen Wirksamkeit von Akupunktur

Die Auswertung der Daten von 6.700 Kopfschmerz-Patienten zeigt: Akupunktur hilft bei Spannungskopfschmerz und Migräne mindestens ebenso gut wie die schulmedizinische Standardtherapie. Zu dieser Einschätzung gelangen zwei aktuell veröffentlichte Meta-Analysen der internationalen Cochrane Collaboration.

4. Hormontherapie bei menstrueller Migräne nicht wirksam

Eine kurzzeitige Östrogenbehandlung vor und während der Menstruation kann Frauen mit einer menstruell bedingten Migräne zwar vor Migräneattacken an den »kritischen Tagen« schützen, doch der Kopfschmerz holt die Frauen hinterher wieder ein. Die Attacken werden nur verschoben, nicht verhindert.

5. Akupunktur wirkt unabhängig von Nadelpunkten

Akupunktur wirkt bei Kopfschmerzen besser als Medikamente. Überraschenderweise haben jedoch auch Scheinakupunkturen mit nicht korrekt angesetzten Nadeln denselben Effekt. Das behaupten Wissenschaftler am Zentrum für Komplementärmedizinische Forschung der TU München, die 22 eigene und externe Untersuchungen von insgesamt knapp 7.000 Patientenbehandlungen zur Wirksamkeit der Therapie mit Nadeln verglich.

6. Gewitter im Kopf: Immer mehr Kinder leiden an Migräne

Mit dem pochenden Schmerz im Kopf gehen oftmals Übelkeit, Konzentrationsschwäche sowie Lärm- und Lichtempfindlichkeit einher. Bei schweren Fällen von Migräne können Kinder aber auch an Lähmungen, Sprachstörungen, Halluzinationen und Taubheitsgefühlen leiden.

7. Biofeedback reduziert Migräneattacken

Biofeedback kann Migräneattacken ebenso wirksam vorbeugen wie Entspannungstechniken und medikamentöse Therapien. Das belegt eine aktuelle Untersuchung. „Der erhöhte technische Aufwand lohnt sich aber nur bei Patienten, die von den anderen Verfahren nicht profitieren“, kommentieren die Experten in den „Kopfschmerz-News“, dem Mitgliederorgan der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).

8. Ausdauertraining bessert Migräne

Ein Ausdauertraining kann die Häufigkeit und Schwere von Migräneanfällen senken. Bislang gingen Ärzte davon aus, dass körperliche Belastung solche Kopfschmerzen auslösen kann.

9. Einnahme-Fehler der Patienten können medikamentöse Migräne-Prophylaxe wirkungslos machen

Etwa ein Drittel der Patienten, die Medikamente zur Migräne-Prophylaxe einnehmen, halten sich nicht an die ärztlichen Empfehlungen. Dies belegt eine Untersuchung britischer Wissenschaftler.

10. Was tun, wenn das Kind Kopfweh hat?

Kinder mit Kopfschmerzen brauchen kompetente Hilfe. Doch die erhalten sie nur selten. Auf dem Deutschen Schmerzkongreß gibt eine Expertin Tips, wie sich Eltern verhalten sollen, wenn ihr Kind Kopfschmerzen hat.

11. Genforscher eröffnen Optionen für neue Therapiekonzepte gegen Migräne

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler bei seltenen Formen von erblicher Migräne mehrere Gene entdeckt, die bei den Mitgliedern betroffener Familien verändert sind. Inzwischen mehren sich die Hinweise, daß diese Gene den Einstrom von Kalzium und Kalium in Nervenzellen regulieren.

12. Migränepatienten für Akupunkturstudie gesucht

Migräne quält die Betroffenen oft ein Leben lang, und die moderne Medizin kann nur mit Hilfe von regelmäßigen Medikamentengaben wirksam helfen. Ob und wie gut alternative Behandlungsmöglichkeiten wie die Laserakupunktur hier helfen können, untersucht jetzt eine Studie im Rahmen einer Doktorarbeit am Kompetenzzentrum für Naturheilverfahren am Universitätsklinikum Jena.

13. "Stop dem Kopfschmerz im Kindesalter"

Stress und Zeitdruck machen nicht nur Erwachsenen das Leben schwer, auch Kinder und Jugendliche leiden daran. Und oft reagieren sie mit den gleichen Symptomen: sie bekommen Kopfschmerzen. Untersuchungen zufolge haben circa fünf bis acht Prozent aller Schulkinder behandlungsbedürftige Kopfschmerzen.

14. Biofeedback gegen Migräne

Wie die Ärzte Zeitung berichtete, belegt eine aktuelle Meta-Analyse, dass Biofeedback Migräneattacken ebenso wirksam vorbeugen kann wie Entspannungstechniken und medikamentöse Therapien. Forscher von der Universität Marburg berichteten in der Fachzeitschrift Pain über die Ergebnisse ihrer Analyse.

15. Osteopathie bei Migräne: Studie belegt Erfolg bei Kindern und Jugendlichen

Lukas Lange (12) hatte zum ersten Mal in der zweiten Klasse eine Migräne-Attacke. Rasende Kopfschmerzen und Übelkeit mit Erbrechen bestimmten von nun an sein Leben. Auch eingehende schulmedizinische Untersuchungen und Homöopathie halfen nicht, einzig Tabletten brachten Linderung. Das änderte sich nach drei osteopathischen Behandlungen. Eine aktuelle Studie belegt nun, dass durch Osteopathie Häufigkeit, Dauer und Intensität von Migräne-Anfällen bei Kindern und Jugendlichen verbessert werden können.

16. Schließung von Foramen ovale bessert Migräne

Washington (AP) Häufige Migräne kann mit einer Öffnung zwischen den beiden Herzvorhöfen zusammenhängen. Mediziner beobachten schon seit längerem, dass sich bei manchen Patienten die Kopfschmerzattacken bessern, wenn das Loch durch einen Kathetereingriff verschlossen wird.

17. Migräne: Therapie

Viele Betroffene schränkt die Erkrankung in ihrem täglichen Leben deutlich ein. Dennoch konsultieren nicht alle einen Arzt. In den letzten Jahren wurden jedoch auf dem Gebiet der Migränetherapie wesentliche Fortschritte gemacht, sodass es sich für jeden Betroffenen lohnen könnte, sich in ärztliche Behandlung zu begeben.

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