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Therapie am größten Immunorgan des Menschen

Dermatologie ist mehr als „Hautsache“ – unter diesem Motto kamen im September zahlreiche Mediziner zu einem Workshop in Berlin zusammen. Die Haut ist nicht nur Spiegel der Seele, so das Programm der Veranstaltung, sie kann auch zum Spiegel für Krankheits- und Heilungsprozesse werden. Das berichtet die Paul-Martini-Stiftung.

„Aus der Dermatologie kommen heute wichtige Konzepte zur Behandlung schwerer Krebs- und Entzündungskrankheiten, die auch für andere medizinische Teilgebiete entscheidende Fortschritte bringen“, erklärte Prof. Dr. Thomas A. Luger, Münster, zu Beginn des Workshops am 20. September. Dazu habe nicht zuletzt die international anerkannte Forschungstätigkeit an deutschen Kliniken für Dermatologie maßgeblich beigetragen.

So lässt sich an keiner anderen Entzündungskrankheit einfacher als an Schuppenflechte studieren, wie Krankheits- oder Heilungsprozesse voranschreiten. Wie sich das für die rationale und effiziente Entwicklung neuer Medikamente nutzen lässt, wurde auf dem Workshop diskutiert. Veranstalter des Workshops zu Stand und Perspektiven der Dermatologie war die Paul-Martini-Stiftung in Berlin.

Als wegweisend für die moderne Dermatologie hat sich insbesondere die immunologische Grundlagenforschung erwiesen. Sie erkennt in der Haut nicht nur das größte, sondern auch mit das wichtigste Organ des Immunsystems. So sind Immunzellen der Haut oft die ersten, die eindringende Erreger erkennen und andere Komponenten der körpereigenen Abwehr aktivieren. Neue Ansätze zur Behandlung von Hautkrebs, die im Workshop angesprochen wurden, setzen darauf, die Immunabwehr der Haut durch gezielte Stimulation in die Tumorbekämpfung einzubeziehen.

Die Kehrseite dieser „Abwehr-Infrastruktur“ der Haut ist ihre bekannte Anfälligkeit für Immunstörungen wie Allergien und für Autoimmunerkrankungen wie die Schuppenflechte. Neue Immunmodulatoren konnten hier in den letzten Jahren vielen Patienten Linderung bringen, doch besteht weiter Bedarf für Forschung und Innovationen.

Quelle: Allergikus 4/2011

29.12.11

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