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Alles über Therapie

1. Studien-Zwischenergebnis zeigt: Kombinierte Therapie Insulin plus Pioglitazon hilft bei Diabetes Typ 2-Insulinresistenz

Eine Ursache des Diabetes Typ 2 besteht in der Unempfindlichkeit der Körperzellen gegenüber der biologische Wirkung von Insulin. Ist diese Insulinresistenz ausgeprägt, wirkt auch das zugeführte Insulin im Rahmen einer Diabetes-Therapie nicht effektiv genug. Sogenannte Insulin-Sensitizer erhöhen die Insulin- Empflindlichkeit wieder. Seit 2007 ist in Deutschland eine kombinierte Therapie des Wirkstoffes Pioglitazon mit Insulin zugelassen.

2. Tabletten aufrecht mit viel Wasser schlucken

Tabletten oder Kapseln werden am besten im Sitzen oder Stehen mit viel Wasser geschluckt. Im Liegen eingenommen, können einige Arzneimittel unbemerkt in der Speiseröhre haften bleiben.

3. Diabetes - Insulin und seine Wirkungsweise

Das körpereigene Hormon Insulin vermittelt die Einschleusung von Glukose über Insulin-Rezeptoren in alle insulinabhängigen Zellen des menschlichen Körpers wie Muskeln oder Fettzellen. Bei Insulinmangel oder einer unzureichenden Wirkung des Insulins im Organismus steigt der Blutzuckerwert an, während es gleichzeitig zu einer Unterversorgung der Zellen mit der Energiequelle Traubenzucker kommt. Man spricht von der Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus. Nahezu jeder zwölfte Bundesbürger ist von dieser Erkrankung betroffen. Die Gesamtkosten, die der Staat jährlich für die Behandlung der Zuckerkrankheit und deren Folgeschäden ausgibt, beziffern sich auf mehrere Milliarden Euro.

4. DDG-Leitlinie zur Therapie des Typ 2-Diabetes aktualisiert

Ende des vergangenen Jahres hat die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) ihre Leitlinie „Antihyperglykämische Therapie des Typ 2-Diabetes“ auf Grundlage neuer klinischer Daten überarbeitet. Entsprechende Berücksichtigung findet hierin der Einsatz neuentwickelter Antidiabetika.

5. Bremer Studie: Neue Erkenntnisse für Behandlung von Diabetes

Eine Entdeckung von Wissenschaftlern der Universität Bremen könnte dabei helfen, neue Therapien gegen die Volkskrankheit Diabetes zu entwickeln.

6. Stoppt die Stoßtherapie Typ 2-Diabetes?

Diabetes vom Typ 2 ist mit rund acht Millionen Erkrankten in Deutschland zu einem echten Volksleiden geworden. Behandelt wird die Stoffwechselerkrankung mit einer Kombination aus Lebensstiländerungen und blutzuckersenkenden Medikamenten.

7. Blutzucker und Blutdruck: Engmaschige Kontrolle und Therapie sind wichtig

Typ 2-Diabetiker sind per se Hochrisikopatienten. Dem muss in der Praxis durch eine engmaschige Kontrolle und eine strikte Behandlung Rechnung getragen werden. Die Patienten profitieren eindeutig von der Blutzucker-Selbstmessung und brauchen eine strikte glykämische Einstellung, wobei auch die kardiovaskulären Risiken minimiert werden sollten. Und sie brauchen eine konsequente und umfassende Blutdruckkontrolle, wie die Experten bei einem Symposium bei der AND-Tagung in Bonn betonten.

8. Leben mit Diabetes

In Deutschland gibt es sieben Millionen Zuckerkranke, 95% aller Betroffenen sind Typ 2-Diabetiker. KUM aktuell sprach mit Prof. Dr. Martin Reincke, Direktor der Medizinischen Klinik am Campus Innenstadt und verantwortlich für das Diabeteszentrum am Klinikum.

9. Therapeutisch nutzbare Zellkultivierung

Vielen Patienten, die beispielsweise an Parkinson, Diabetes mellitus oder anderen hormonellen Erkrankungen leiden, könnte eine Zelltherapie helfen. Dabei werden als Ersatz oder Unterstützung funktionsgestörter Zellverbände oder Organe Zellen eingesetzt, die außerhalb des Körpers präpariert wurden.

10. Therapie könnte besser sein

Acht Millionen Patienten in Deutschland und erhebliche Mängel in der Therapie: Beim Typ-2-Diabetes setzen Ärzte zu lange auf den Nutzen von Bewegung und den Abbau von Übergewicht und warten zu lange mit der Arzneitherapie. Die meisten Patienten schafften das nicht, kritisiert die Leiterin der "Diabetes in Germany"-Studie (DIG), Dr. Petra Ott.".

11. Europäische Initiative Kinder und Diabetes

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten stehen zunehmend unter Druck, in Europa für alle an Diabetes erkrankten Kinder Zugang zu einer besseren und gleichwertigen Versorgung zu schaffen. Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEPs) haben heute in Brüssel den ersten Aufruf zur Verbesserung des Diabetes-Managements bei Kindern in Europa vorgelegt. Die Initiative wird von der ISPAD (International Society of Pediatric und Adolescent Diabetes) und der IDF (International Diabetes Federation) Europa unterstützt. Ebenfalls beteiligt waren Mitglieder der EU-Kommission.

12. Häufig depressiv durch Diabetes

„Diabetes? Damit kann man heute doch gut leben!“ Diese Reaktion hören Zuckerkranke von gut informierten Gesprächspartnern nicht selten. Es ist ja auch wahr – und doch unterschlägt dieser Allgemeinplatz, dass zur Bewältigung der Krankheit auch heute noch erheblicher Aufwand, viel Wissen, alltägliche Disziplin und das Leben mit kleineren und größeren Krisen gehören, die häufiger als bei ansonsten Gesunden auch einmal aus dem Ruder laufen können. Ein Ausdruck der tatsächlichen Belastung Zuckerkranker ist die hohe Zahl an Depressionen. Diabetiker sind davon doppelt so häufig betroffen wie andere Menschen, berichtet das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Privatdozent Dr. Norbert Hermanns, Leiter des Forschungsinstituts der Diabetes-Akademie Mergentheim, sieht Ursachen in der Dauerbelastung durch die chronische Krankheit verbunden mit einer Veranlagung. Untersuchungen hätten gezeigt, dass Depressionen zudem bei schlechter Blutzuckereinstellung und zusammen mit Folgeerkrankungen auftreten. Umgekehrt können Depressionen dazu führen, dass Diabetiker die Therapie vernachlässigen.

13. Ärztinnen erfolgreich - Von Frauen behandelten Diabetikern geht es besser

Ärztinnen setzen wissenschaftliche Leitlinien zur Behandlung der Zuckerkrankheit konsequenter um als ihre männlichen Kollegen und haben in der Behandlung mehr Erfolg bei ihren Patienten.

14. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Welt-Diabetestag

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Welt-Diabetestag am 14. November mitteilt, ist die Zahl der an Diabetes mellitus Gestorbenen im Vergleich aller Bundesländer anteilig in Thüringen und Sachsen-Anhalt am höchsten. In diesen beiden Bundesländern verstarben an dieser Volkskrankheit im Jahr 2007 61 bezie­hungsweise 60 Menschen je 100.000 Einwohner.

15. Medikamente im Sommer nicht im Auto lassen

An heißen Sommertagen sollten Arzneimittel nicht im Auto aufbewahrt werden. Einige Arzneiformen wie Dosieraerosole oder Zäpfchen können unter der starken Erwärmung unbrauchbar oder unwirksam werden. Durch eine zu starke Erwärmung können Spraydosen aufreißen oder explodieren. Zäpfchen wiederum können schmelzen. Beim Abkühlen verteilt sich der Wirkstoff in der Zäpfchengrundlage ungleichmäßig, wodurch die Wirkung des Arzneimittels beeinflusst werden kann.

16. Keine Zweiklassen-Medizin bei Typ-2-Diabetes

Stuttgart (AP) Kassen-Patienten mit Typ 2-Diabetes werden ebenso gut mit Insulin und Medikamenten versorgt wie Privatversicherte. Beide Gruppen erhalten jedoch zu selten Medikamente, die sie vor den Spätfolgen der Zuckerkrankheit schützen.

17. Multifaktorielle Therapie gegen Diabetes Typ 2

Berlin (AP) Bei der Therapie von Diabetes Typ 2 sollten Ärzte neben dem Blutzucker auch weitere Probleme wie Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte berücksichtigen. Eine solche multifaktorielle Therapie erhöht einer Studie zufolge die Lebenserwartung der Patienten.

18. Über therapiegerechtes Verhalten können Patient und Arzt nur gemeinsam entscheiden

Eine Bescheinigung des Arztes wird künftig darüber Auskunft geben, dass sich Arzt und Patient über die weitere Therapie verständigt haben und ein vom Gesetzgeber gefordertes therapiegerechtes Verhalten des Patienten vorliegt. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Köln.

19. Insulinproduzierende Zellen schützen und erhalten

Die aktuellen Forschritte in der Erforschung der insulinproduzierenden Betazelle ermöglichen weitere Therapieoptionen bei Diabetes mellitus. Das gilt nicht nur für den Diabetes Typ 1, sondern inzwischen auch für den Diabetes Typ 2. Wie Betazellen zukünftig vor Zerstörung geschützt oder zerstörte Zellen ersetzt werden können, ist eines der Themen der 44. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG).

20. Diabetes ist Volkskrankheit - Rund acht Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen

Nach dem deutschen Gesundheitsbericht 'Diabetes 2008' werden in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 behandelt. Unter Einrechnung der Dunkelziffer - also der Personen mit bisher unentdecktem Diabetes - geht der Gesundheitsbericht von rund acht Millionen an Diabetes erkrankten Menschen aus. Somit sind rund acht bis zehn Prozent der deutschen Bevölkerung von Diabetes betroffen.

21. Lachen ist gesund

Eine positive Lebenseinstellung wirkt sich vorteilhaft auf den Verlauf eines Diabetes Typ 2 aus. In einer aktuellen Studie belegen kalifornische Forscher jetzt erstmals den günstigen Einfluss von Lachen auf hormonelle Störungen am Beispiel des Diabetes.

22. Diabetes-Patienten mit Fußproblemen profitieren

Bis zu 15 Prozent aller Menschen mit Diabetes leiden am sogenannten diabetischen Fußsyndrom. Rund 70 Prozent aller Amputationen in Deutschland – bis zu 40 000 im Jahr – gehen auf diese Erkrankung zurück. Damit Betroffene eine möglichst frühe und umfassende Behandlung erhalten, etabliert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) seit fünf Jahren ein bundesweites Netz an spezialisierten Einrichtungen zur Fußbehandlung.

23. Chronikerprogramme bewähren sich

Patienten, die sich bei ihrem Hausarzt in ein Chronikerprogramm einschreiben, profitieren davon auf mehreren Ebenen. "Zum einen nehmen Teilnehmer ihre Krankheit ernster und beteiligen sich daher meist intensiver an der Therapie", erklärt Dr. Diethard Sturm, Vorstandsvorsitzender des Instituts für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband, im Patientenmagazin "HausArzt".

24. Insulintherapie: Therapietreue und Kompetenz bei Diabetes-Patienten fördern

Die englischen Begriffe „Compliance“ und „Empowerment“ stehen für zwei wesentliche Faktoren, die insbesondere bei einer Insulintherapie maßgeblich sind für einen dauerhaften Behandlungserfolg: Zum einen die sog. Therapietreue, also die Bereitschaft des Patienten, die Behandlung ordnungsgemäß und in Absprache mit dem Arzt mitzutragen und die entsprechenden Maßnahmen aktiv umzusetzen („Compliance“); zum anderen geht es darum, den Patienten durch geeignete Information, Beratung und Schulung in die Lage zu versetzen, im Hinblick auf seine Erkrankung eine sog. „Patientenkompetenz“ zu erwerben und ein entsprechendes Selbstbewusstsein zu entwickeln, die Krankheit zu managen und die Therapie angemessen umzusetzen („Empowerment“).

25. Serotonin könnte gegen Altersdiabetes helfen

Wofür das „Glückshormon“ Serotonin in der Bauchspeicheldrüse in den Insulin-produzierenden Zellen enthalten ist, blieb über vier Jahrzehnte lang rätselhaft und konnte nun von Wissenschaftlern des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik aufgeklärt werden.

26. Experteninterview mit Frau Prof. Dr. med. A.-G. Ziegler

Im Rahmen unserer Interviewreihe setzen wir die Vorstellung der Mitglieder unseres wissenschaftlichen Beirats fort, die der Redaktion von Befund Diabetes mit medizinischen Beiträgen und ihrem Fachwissen beratend zur Seite stehen. In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen Frau Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler vorstellen. Sie ist Chefärztin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin am Klinikum Schwabing in München und Leiterin des Instituts für Diabetesforschung an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums rechts der Isar der TU München.

27. Neue Erkenntnisse zu einer möglichen Ursachenbehandlung von Diabetes

Eine Entdeckung von Wissenschaftlern der Universität Bremen könnte dabei helfen, neue Therapien gegen die Volkskrankheit Diabetes zu entwickeln. Dr. Kathrin Mädler und ihr Forscherteam aus dem Fachbereich Biologie/Chemie haben bei Diabetes-Patienten einen entzündlichen Faktor namens CXCL10 aufgedeckt, der an der Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen entscheidend beteiligt ist. Ihre Studie ist in dem Fachmagazin Cell Metabolism nachzulesen.

28. Deutsche Diabetes-Gesellschaft fordert neues Verfahren

Bochum – Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) kritisiert in einer aktuellen Stellungnahme das methodische Vorgehen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bei der Bewertung von kurzwirksamen Insulinanaloga für Typ-1-Diabetiker. Im Juni 2007 veröffentlichte das IQWiG seinen Abschlussbericht dazu. Es bestätigt darin im Wesentlichen seine vorläufige Einschätzung aus dem Jahr 2006, dass kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 im Vergleich zu Humaninsulinen keinen Zusatznutzen hätten.

29. Auf dem Weg zu neuen Ansätzen in der Diabetes-Forschung

Auch in den kommenden fast vier Jahren erhält die Forschungsgruppe um Professor Dr. Elmar Peschke (Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) eine umfassende Förderung durch die Sächsische Akademie der Wissenschaften.

30. Insulin: Auf die Spritztechnik kommt es an

»Der häufigste Fehler beim Spritzen ist, dass die Spritzstellen und die Kanülen zu selten gewechselt werden«, sagt Gundula Ranze. Denn bereits nach einer Anwendung werde die Kanüle stumpf. »Fehler in der Spritztechnik können für Schwankungen des Blutzuckers mitverantwortlich sein«, erklärt die Expertin.

31. AWMF-Leitlinienkonferenz tagt in der Kammer

Im Zentrum der Konferenz stand die Kosten-Nutzen-Bilanz von Leitlinien. Beleuchtet wurden die Grenzen und Möglichkeiten einer ökonomischen Bewertung der Leitlinienentwicklung. Gefragt wurde auch, ob sich die Methoden der Evidenzbasierung und eine gesundheitsökonomische Bewertung ausschließen.

32. Kompetenznetz Diabetes gegründet

Ziel des Kompetenznetzes ist es, neue Erkenntnisse über die Entstehungsbedingungen, die Prävention und Behandlung des Diabetes mellitus zu gewinnen und dadurch die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Gerade in der frühen Phase der Erkrankung ist eine optimale Versorgung Voraussetzung, um Folgeerkrankungen und damit steigende Kosten für das Gesundheitssystem zu vermeiden.

33. Experteninterview mit Dr. Knisel

Im folgenden Interview wollen wir Ihnen mit Dr. Werner Knisel ein weiteres Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Befund Diabetes vorstellen. Dr. Knisel ist Leiter der Abteilung Diabetologie am Reha-Zentrum Bad Kissingen, Klinik Saale.

34. Noch enttäuschen Stammzellen beim Versuch, mit ihnen Diabetes zu heilen

Diabetes ist eine der Krankheiten, die immer wieder genannt wird, wenn über die Hoffnungen auf Stammzell- Therapien berichtet wird. Tatsächliche Erfolge gegen diese Volkskrankheit aber stehen bis heute aus, berichtet das Apothekenmagazin „Diabetiker Ratgeber“. Aus San Diego (USA) kamen kürzlich Berichte über mit Stammzellen geheilte Labormäuse.

35. Experteninterview mit Priv.-Doz. Dr. med. M. Toeller

Fachwissenschaftliche Informationen patientengerecht aufbereiten – das gelingt uns dank der wissenschaftlichen Beiräte, die der Redaktion mit ihrem Fachwissen beratend zur Seite stehen. Mit unserer neuen Reihe geben wir Ihnen Gelegenheit, diese Experten näher kennenzulernen. Wir beginnen mit Dr. med. Monika Toeller, Ärztin für innere Medizin, Diabetologin DDG und Leiterin des Bereichs Ernährung und Schulung am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung in Düsseldorf.

36. Im Zweifel nachfragen - Nur korrekt eingenommene Medikamente können auch zuverlässig wirken

Die Universitätsapotheke am Tübinger Uniklinikum kennt eine ganze Reihe von Fehlern bei der Medikamenteneinnahme, die den Patienten zumeist gar nicht bewusst sind und doch weitreichende Folgen haben können. Bleibt dann die erhoffte Wirkung eines Medikaments aus, sinkt oft auch noch die Motivation des Patienten, die Arznei regelmäßig weiter einzunehmen.

37. Insulinpumpen verbessern Diabetestherapie in der Pubertät

Bochum - Insulinpumpen können jugendlichen Diabetikern in einer wichtigen Lebensphase helfen und die Ergebnisse der Diabetes-Therapie verbessern. Dies ist das Ergebnis eine Studie von Typ-1-Diabetikern im Alter von 13 bis 21 Jahren. Sie vergleicht Jugendliche mit Insulinpumpentherapie und Jugendliche mit intensivierter konventioneller Therapie. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) weist darauf hin, dass alterstypische Probleme und individuelle Fähigkeiten der Jugendlichen im Umgang mit ihrer Erkrankung bei der Entscheidung für eine Diabetes-Therapie eine Rolle spielen sollten.

38. RUB-Diabetes-Studie: Tiermodelle halten nicht, was sie versprechen

Anders als in Tiermodellen regenerieren sich die Insulin produzierenden Zellen bei Menschen nach einer Teilentfernung der Bauchspeicheldrüse nicht messbar. Das hat Björn Axel Menge, Assistenzarzt an der Medizinischen Klinik I der Ruhr-Universität im St. Josef-Hospital (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Schmidt) herausgefunden.

39. 12. November 2008 Diabetikertreffen in Dresden

Insulinpumpen bringen das Hormon je nach Bedarf in den Blutkreislauf, ohne dass der Patient selbst zur Spritze greifen muss. Damit kommt die Behandlungsform der Natur am nächsten und stellt die modernste Insulintherapie bei Typ-1-Diabetes dar. Jedoch stellt der Einsatz dieser Pumpe einige Anforderungen an die Benutzer.

40. Experteninterview mit Prof. Dr. med. Burkhard Göke

Herr Prof. Dr. Göke ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Befund Diabetes und Experte für klinische Diabetesforschung. Er ist Direktor der Medizinischen Klinik II am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Dort werden Erkrankungen aus dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Endokrinologie sowie Diabetes und Stoffwechsel behandelt.

41. Krankenkassen geizen mit Insulinpumpen

Diabetes-Ärzte und Patienten werfen den Krankenkassen vor, eine effektive Behandlung der Zuckerkrankheit mit einer Insulinpumpe unnötig zu erschweren. Die Pumpe, ein halbautomatisches System zur kontinuierlichen Gabe von Insulin, kann verordnet werden, wenn sich der Diabetes mit der üblichen Spritzenbehandlung nicht ausreichend einstellen lässt.

42. Medikamente für Diabetes Typ 2 in der Diskussion

Kassenpatienten mit Diabetes mellitus Typ 2 könnten zukünftig Blutzucker senkende Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Glitazone nicht mehr auf Rezept erhalten. Die Wirkstoffe Pioglitazon und Rosiglitazon können jedoch für Patienten unverzichtbar für eine optimierte Diabetes-Therapie sein.

43. Blutzuckersenker Glitazone sind wichtige therapeutische Bausteine

Kassenpatienten mit Diabetes mellitus Typ 2 könnten zukünftig Blutzucker senkende Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Glitazone nicht mehr auf Rezept erhalten. Die Wirkstoffe Pioglitazon und Rosiglitazon können jedoch für Patienten unverzichtbar für eine optimierte Diabetes-Therapie sein.

44. Auf dem Weg zu neuen Ansätzen in der Diabetes-Forschung

Wissenschaftler auf der ganzen Welt suchen nach neuen Behandlungsmethoden des Diabetes mellitus. Denn immer mehr Menschen sind von dieser Krankheit betroffen; allein in Deutschland sind es nahezu acht Millionen Patienten. Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg um Prof. Dr. Elmar Peschke (Institut für Anatomie und Zellbiologie) haben einen Ansatz gefunden, der möglicherweise in einer neuen Therapieform münden könnte.

45. Stammzellenkur erübrigt Beinamputation

Ein multidisziplinäres Team aus Wissenschaftlern hat erfolgreich eine Stammzellentherapie an einem nach einer irreversiblen Ischämie geschädigten Bein durchgeführt. Die Stammzellen wurden aus dem Knochenmark des Patienten entnommen und unmittelbar danach in sein Blut übertragen.

46. Patienten müssen sich auf Wechsel bei ihren Arzneien

Berlin (AP) Viele Patienten müssen sich im neuen Jahr abermals darauf einstellen, statt ihrer gewohnten Pillen andere Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff zu bekommen. Hintergrund der Umstellung sind Änderungen bei Rabattverträgen von Krankenkassen und Herstellern, wie der Deutsche Apothekerverband am Freitag mitteilte.

47. Hallesche Forscher auf der Suche nach neuen Therapieansätzen bei Diabetes mellitus

Dabei soll erforscht werden, ob Stammzellen als Quelle für Insulin produzierende Zellen genutzt werden können. Die Zuckerkrankheit betrifft immer mehr und immer jüngere Menschen. Dieser Trend und die damit verbundene Zunahme von Folgeerkrankungen erfordern die Entwicklung von Verfahren zum Ersatz und/oder der Regeneration der Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse.

48. Heilung nur nach Kombination

Diabetiker profitieren langfristig davon, wenn ihnen gleichzeitig eine Niere und eine Bauchspeicheldrüse (Pankreas) transplantiert werden.

49. Nationales Diabeteszentrum am Helmholtz Zentrum München - Integrierte Diabetesforschung durch strategische Partnerschaften

Das Nationale Diabeteszentrum, welches am Helmholtz Zentrum München angesiedelt wird, soll einen neuen Ansatz in der Diabetesforschung verfolgen. "Mit der Einrichtung dieses Zentrums wollen wir einen Paradigmenwechsel von der isolierten Forschung auf Einzelgebieten hin zu neuen integrierten Prozessen basierend auf Kooperationen, Wissenstransfer und wissenschaftlicher Wertschöpfung vollziehen," so Prof. Günther Wess, Wissenschaftlich-Technischer Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München.

50. Zimt ungeeignet für Diabetes-Therapie

Bochum (AP) Zimt ist als Nahrungsergänzung für die Behandlung von Diabetes nicht geeignet. Zwar werben manche Hersteller damit, dass ihre Zimtpräparate den Blutzuckerspiegel senkten, doch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) rät von einer therapiebegleitenden Einnahme ab.

51. Neue Wirkstoffe verbessern Qualität der Diabetes-Therapie

Bochum - Neue Medikamente könnten die Therapie von Diabetes Typ 2 bald verbessern: Studienergebnisse zeigen, dass der Wirkstoff Rimonabant die gestörte Wirkung des körpereigenen Insulinhormons positiv beeinflusst. Zwei weitere, in Deutschland noch nicht zugelassene Wirkstoffe, verlangsamen im Tierversuch das Fortschreiten des Diabetes mellitus. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) erhofft sich von den neuen Mitteln eine höhere Behandlungsqualität.

52. Evidenzbasierte Leitlinie zu Diabetes im Kindes- und Jugendalter

Im Auftrag der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG)/DiabetesDE hat eine vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft pädiatrische Diabetologie (AGPD) benannte Expertengruppe eine evidenzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter erstellt.

53. Therapie bei Typ 2-Diabetes oft mangelhaft: Schlechte Blutzuckereinstellung trotz Insulin

In Deutschland haben viele Menschen mit Typ 2-Diabetes trotz einer Insulintherapie zu hohe Blutzuckerwerte. Grund dafür ist, dass sich Patienten und Therapeuten häufig zu spät für eine Insulintherapie entscheiden und dann nicht immer die passende Therapieform wählen. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich der Veröffentlichung einer aktuellen bundesweiten Studie hin.

54. Eine Krankheit, viele Auswirkungen

Krankheiten alter Menschen sollten so behandelt werden, dass die Therapie die Lebensqualität möglichst wenig beeinträchtigt. Also zum Beispiel keine Diäten, die die letzte Freude am Essen nehmen. Auch eine strenge Einstellung der Blutzuckerwerte kann mit Einschränkungen verbunden sein - und doch ist es für Hochbetagte ratsam, die Therapie so sorgfältig wie möglich zu gestalten.

55. Therapie des Diabetes mellitus

Diabetes mellitus kann zwar nicht geheilt werden, aber durch die richtige Therapie können die Symptome gelindert bzw. die Folgeerkrankungen weitestgehend vermieden werden.

56. Patientenorganisation kritisiert G-BA-Entscheidung

Der Vorstand des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) kritisiert den am 22. Februar 2008 verkündeten Vorschlag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zum Umgang mit Analoginsulinen für Typ 1 Diabetiker. Die modernen Insuline, die den Betroffenen Therapiefreiheit für einen ungestörten Tagesablauf gewähren und deshalb längst internationaler Standard sind, sollen nur noch den Patienten verschrieben werden, die sie derzeit einsetzen.

57. Zu tief gespritzt - Was Diabetiker beachten sollen, die aus Versehen in den Muskel gespritzt haben

Insulinpflichtige Diabetiker müssen sich mehrmals täglich eine Spritze in das Unterhautfettgewebe geben. Mit einer zu langen Nadel kann das Medikament aber versehentlich in einen Muskel gespritzt werden. Das ist meistens nicht nur schmerzhaft, sondern verändert die Wirkung erheblich

58. Therapien für Kinder und Jugendliche mit Diabetes

Übergewicht und Bewegungsmangel führen in Deutschland zu einer wachsenden Anzahl von Jugendlichen mit Diabetes Typ 2. Zurzeit sind es rund 200 Neuerkrankungen jährlich. Sinnvolle Therapien für die Betroffenen und Präventionsmaßnahmen, um die Erkrankung in jungen Jahren zu verhindern, sind Themen der diesjährigen Tagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) in Leipzig.

59. Blutzucker richtig messen - Wie Diabetiker die Voraussetzung für eine gute Therapie schaffen

Diabetiker müssen sich meistens mehrmals täglich den Blutzucker messen, um ihren Medikamentenbedarf festlegen zu können. Schon bei den Teststreifen beginnt es: Sie sollen trocken aufbewahrt werden, gehören also nicht ins Bad.

60. Teil 1 – Blutzuckerselbstmanagement Report Deutschland 2006

Die Patientengruppe mit Diabetes mellitus lässt sich als sehr inhomogen bezeichnen. Die Heterogenität erklärt sich durch die unterschiedliche Diabetesformen (Typ-1, Typ-2, LADA, MODY) sowie die differierenden Anforderungen an die Therapieführung (Diät, orale Antidiabetika, Insulin mittels CT, ICT, CSII). Die Durchführung der Blutzuckerselbstmessung als Bestandteil eines erfolgreichen Diabetesselbstmanagements ist je nach Diabetesform hinsichtlich der Messfrequenz sehr unterschiedlich.

61. Diabetische Neuropathie: Unnötige Schmerzen und Einschränkungen durch Nervenleiden

Viele Diabetiker entwickeln im Verlauf ihrer Zuckerkrankheit eine schwere Schädigung der Hautnerven, häufig ohne es zu wissen. Diese Nervenleiden, die so genannte diabetische Neuropathie, führt nicht immer zu Schmerzen. Und vielfach wird sie von Ärzten nicht erkannt. Grund genug, sie zu einem zentralen Thema auf dem diesjährigen Symposium für praktische Diabetologie in Berlin zu machen.

62. Nationales Diabeteszentrum bringt Forschung für Menschen voran

Bei ihrem Besuch in München hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan am Donnerstag die Gründung eines neuen Nationalen Diabeteszentrums angekündigt. Dafür sollen 300 bis 400 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren zur Verfügung stehen – wobei der Bund 90 Prozent der Gelder übernehmen will.

63. Teil 2 - Blutzuckerselbstmanagement Report Deutschland 2006

Die Fortsetzung: Aufgrund des großen Umfangs mussten wir diesen Artikel teilen. Den ersten Teil finden Sie unter:

64. Therapie bei Typ-2-Diabetes oft mangelhaft: Schlechte Blutzuckereinstellung trotz Insulin

In Deutschland haben viele Menschen mit Typ-2-Diabetes trotz einer Insulintherapie zu hohe Blutzuckerwerte. Grund dafür ist, dass sich Patienten und Therapeuten häufig zu spät für eine Insulintherapie entscheiden und dann nicht immer die passende Therapieform wählen. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich der Veröffentlichung einer aktuellen bundesweiten Studie hin.

65. Lachen ist Medizin

Diese Medizin kostet nichts, ist überall zu haben und macht Laune: Lachen. Der indische Arzt Dr. Madan Katari hat das Lach-Yoga entwickelt und auch schon getestet, dass damit der Blutdruck gesenkt werden kann,

66. Geschlechtsunterschiede beim Placeboeffekt

Aktuelle Forschungen zur Placebo-Forschung von Wissenschaftlern am Tübinger Uniklinikum ergeben: Frauen reagieren auf ihre Umwelt eher aus dem bisherigen Erfahrungsschatz heraus, Männer lassen sich eher durch Suggestion beeinflussen.

67. Nach Magenverkleinerung verschwindet der Diabetes

Frankfurt/Main (AP) Magenverkleinerungen und andere chirurgische Methoden zur Bekämpfung von Übergewicht haben eine überraschende Nebenwirkung: Oftmals verschwindet auch der Typ-2-Diabetes, dessen Abhängigkeit von Ernährung und Lebensweise besonders ausgeprägt ist.

68. Der DDU/NAFDM-Zug rollt

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit(BMG) konnte Ende 2004 das Nationale Aktionsforum Diabetes mellitus (NAFDM) gegründet werden, das von der Deutschen Diabetes-Union (DDU) koordiniert wird. Ziel des NAFDM ist es, gemeinsam ein Nationales Diabetes-Programm Deutschland zu erarbeiten und bis 2010 zu implementieren. In einer Serie von Klausurtagungen wurde der Bedarf diskutiert, daraus drei Arbeitsbereiche (Prävention, Versorgung und Forschung) einvernehmlich definiert und mittlerweile strukturiert.

69. Sport als Medizin gegen Herzinfarkt und Diabetes - Training repariert kranke Gefäße

Körperliche Aktivität wird zunehmend gezielt zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf- Krankheiten eingesetzt, und das mit beeindruckenden Ergebnissen. "Die Mechanismen, die dabei wirksam werden, sind immer besser bekannt. Sie liegen in der Beeinflussung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in günstigen Effekte auf die Innenschicht der Blutgefäße sowie auf die Reparatur und Neubildung von Gefäßen", erklärt Prof. Dr. Rainer Hambrecht (Herzzentrum Bremen) auf einer Pressekonferenz der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, die am 12. April in Mannheim begann.

70. Diabetisches Fußsyndrom – Vorbeugen hilft Amputationen vermeiden

Das diabetische Fußsyndrom ist eine Erkrankung, die sich als Folge eines Diabetes mellitus entwickeln kann. Da diese Folgeerkrankung bei Diabetikern sehr häufig ist, sollte jeder Betroffene gut darüber Bescheid wissen, denn richtige Vorbeugung bzw. frühzeitige Therapie kann die Zahl der Amputationen senken, die leider sehr häufig – bei Diabetikern 40-mal häufiger als bei Nicht-Diabetikern – notwendig werden.

71. Mit Insulin zu einem gesunden Baby

Werden Frauen mit Diabetes mellitus schwanger oder tritt bei ihnen durch die Schwangerschaft ein Diabetes auf, ist dies mit Risiken für Mutter und Kind verbunden. Die moderne Insulintherapie kann die Gefahren jedoch minimieren.

72. Langwirksame Insulinanaloga - IQWiG will weitere Daten prüfen

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) will weitere Daten zum Patientennutzen langwirksamer Insulinanaloga zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 prüfen. Dies ist das Ergebnis der wissenschaftlichen Erörterung zu dem vorläufigen Prüfbericht des IQWiG. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob synthetisch hergestellte Insuline eine erhöhte Anwendungssicherheit haben, weil sie Unterzuckerung (Hypoglykämien) bei Patienten vermeiden helfen.

73. Herzkreislauferkrankungen bevor die Nieren versagen: Nierenschädigungen von Diabetes-Patienten intensiver untersuchen

Bochum – Drei von vier Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 haben Nierenschäden, die langsam fortschreitend zu Nierenversagen führen können. Nur Wenige erreichen jedoch das Endstadium mit regelmäßiger Blutwäsche (Dialyse) oder Organtransplantation. Die meisten Erkrankten sterben vorher an Herzkreislauferkrankungen, die durch die Nierenschäden begünstigt werden. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Professor Dr. med. Wolfgang Pommer, Berlin, Beirat der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Niere der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG).

74. Amputationen bei diabetischem Fußsyndrom verhindern

Jeder sechste Mensch mit Diabetes entwickelt im Laufe seines Lebens ein Fußgeschwür. Im schlimmsten Fall verursacht das sog. diabetische Fußsyndrom die Amputation eines Beines. Wie Ärzte und Patienten dem vorbeugen können, war eines der Schwerpunktthemen auf der Tagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) im November 2008.

75. Der Zusammenhang zweier Volkskrankheiten: Wie Diabetes mellitus und Parodontitis sich gegenseitig beeinflussen

Es gilt als allgemein bekannt, dass Diabetes mellitus schwerwiegende Folgekrankheiten vor allem am Blutgefäßsystem nach sich ziehen kann - mit Augen-, Nieren- und Nervenschäden oder diabetischem Fußsyndrom. Klinische Studien belegen, dass auch Parodontitis zu diesen Folgekrankheiten gehört. Gleichzeitig hat auch eine schwere, unbehandelte Parodontitis ungünstige Auswirkungen auf den Diabetes. Häufig sind Diabetes-Patienten darüber nicht ausreichend informiert.

76. Normaler Messfehler - Was zu tun ist, wenn man an der Genauigkeit eines Blutzuckermessgerätes zweifelt

Messgeräte, mit denen Diabetiker die Höhe ihres Blutzuckerspiegels bestimmen, dürfen mit ihren Ergebnissen 10 bis 15 Prozent von exakten Labormessungen abweichen. Grundsätzlich sollte jeder Diabetiker stets das selbe Messgerät verwenden und seine Therapie danach ausrichten.

77. Diabetes: Diagnose "zuckerkrank"

Vier Millionen Deutsche leiden derzeit an Diabetes mellitus, einer Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Glukose- oder auch Blutzuckerspiegel entsteht. Das Tückische daran: Ein leicht erhöhter Blutzuckerspiegel macht sich erst durch seine langfristigen Folgen bemerkbar.

78. Bauch-Yoga - Stärkung für Muskeln und Seele

Vier verschiedene Aspekte stehen beim Bauch-Yoga im Mittelpunkt. Zum einen werden bei den Übungen Bauch- und vor allem Beckenbodenmuskulatur trainiert. Die Stärkung dieser tief liegenden Muskeln gibt dem Körper wichtigen Halt und sorgt für eine flache Bauchdecke. Ein starker Beckenboden richtet zudem die ganze Wirbelsäule aus der Tiefe auf.

79. Wichtiges Ziel in der Diabetes-Therapie: Folgeerkrankungen vermeiden

„Ziel jeder Diabetes-Therapie ist weiterhin ein Langzeitblutzuckerwert von unter 7 %. Nur so lassen sich Folgeerkrankungen vermeiden“, kommentiert Prof. Dr. med. Thomas Haak, Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), anderslautende Medienmeldungen.

80. Protest erfolgreich: Therapieerhalt für Kinder mit Diabetes

Die gesundheitspolitischen Entscheidungsträger haben sich – zumindest teilweise – für die Interessen von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 entschieden: Das Bundesgesundheitsministerium wird in den nächsten Tagen ein Veto gegen den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 21. Februar 2008 verkünden.

81. "Gesundheit heute": Nachschlagewerk zu über 2.200 Erkrankungen

Informationen zu mehr als 2.200 Erkrankungen und ihren Therapiemöglichkeiten liefert das Handbuch "Gesundheit heute" des Knaur Verlags auf rund 1.400 Seiten. Die Stiftung Gesundheit hat diesen Ratgeber für Schulmedizin, Naturheilkunde und Selbsthilfe zertifiziert.

82. Große Insulindosis aufteilen - Zwei kleinere Portionen sind sicherer in ihrer Wirkung

Benötigt ein Diabetiker größere Mengen Insulin pro Spritze, so ist es sinnvoll, sie in zwei gleich große Einzeldosen aufzuteilen und in verschiedene Stellen zu injizieren. Wer sich das Medikament in die Bauchhaut verabreicht, soll es ab vierzig Einheiten aufteilen und links und rechts spritzen

83. Leitlinien und Behandlungsprogramme in der Praxis: Wie gut sind Patienten mit Diabetes mellitus in Deutschland versorgt?

2001 hat der Gesetzgeber die Aufnahme strukturierter Behandlungsprogramme (DMPs) in das Sozialgesetzbuch beschlossen. Hierdurch sollte eine flächendeckende Verbesserung der Versorgung chronisch kranker Menschen erreicht und der finanzielle Nachteil bei den Krankenkassen ausgeglichen werden, die solche Programme den Versicherten anbieten. Die Schaffung struktureller Voraussetzungen hierfür haben die Diabetologen in Deutschland bereits Anfang der 90er Jahre angemahnt.

84. Bauchspeicheldrüsen- und Inselzelltransplantation

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) enthält sogenannte Beta-Zellen. Diese sind die einzigen Zellen im Körper, die Insulin produzieren können. Insulin ist ein Hormon, welches Zellen ermöglicht, Glukose in Energie umzuwandeln. Wenn Nahrung aufgenommen wird, setzen Beta-Zellen genau die benötigte Menge an Insulin frei, damit Kohlenhydrate und Zucker in Energie umgewandelt werden kann und der Glukosespiegel im Normbereich bleibt.

85. 42. Diabetes-Tagung: Zukünftige Heilungschancen mit reproduzierten Betazellen

Hamburg - Die Erforschung der sogenannten Betazellen hat in den letzten Jahren wichtige Fortschritte gemacht. Die Betazellen sind Teil der Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse und produzieren Insulin. Ihre Zerstörung führt zum Typ-1-Diabetes. Wenn es gelingt, die zerstörten Zellen entweder durch Transplantation oder durch Neubildung von Zellen im Patienten zu ersetzen, könnte der bis heute unheilbare Diabetes mellitus heilbar werden. Die aktuellen Forschungsergebnisse stellen Experten auf der 42. Jahrestagung der Deutschen Diabetes- Gesellschaft (DDG), vom 16. bis 19. Mai 2007 in Hamburg, vor.

86. Diabetes: Stammzellen-Injektionen fördern Zellerneuerung

Wissenschafter der Tulane University (USA) haben Stammzellen aus menschlichem Knochenmark eingesetzt, um defekte Insulin produzierende Zellen der Bauchspeicheldrüse bei Mäusen zu erneuern. Die Behandlung brachte auch die durch den Diabetes verursachte Schädigung der Nieren zum Stillstand. Die Forscher hoffen, dass dieser Behandlungsansatz künftig auch für den Menschen eingesetzt werden kann. Die in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie wurde von Diabetes UK als interessante Alternative zu bestehenden Ansätzen begrüßt.

87. Wenn die Welt ins Schwanken gerät

Schwindel kann manchmal ein lustvolles Gefühl sein, das viele Menschen sogar mit Absicht herbeiführen wollen, wie man am Beispiel von Vergnügungsparks, Volksfesten (Achterbahn, Mehrfach-Loopings) und einigen Sportarten (z.B. Bungee-Jumping) sehr gut beobachten kann, sagt Dr. Annegret Eckhardt-Henn. Doch was für die einen ein aufregendes Erlebnis ist, wird für andere zur Lebensqual.

88. Veröffentlichung über die chirurgische Behandlung des Insulin-pflichtigen Diabetes mellitus Typ 2

In der letzten Ausgabe der Caduceus News haben Dr. Michael Frenken, Dr. Eun-Young Cho (beide St. Josef Krankenhaus Monheim), Dr. Ingo Röhrig und Dr. Stefanie Tunger (beide Diabeteszentrum Rheinland Haan) über die chirurgische Behandlung des Insulin-pflichtigen Diabetes mellitus Typ 2 veröffentlicht. Durch die sog. ADIB, die Anti-diabetische intestinale Bypass-Operation, kann zu einem hohen Prozentsatz eine dauerhafte Besserung oder Remission erreicht werden. Bei der Operation werden der Zwölffingerdarm (Duodenum) und Teile des Leerdarms (proximales Jejunum) aus der Magen-Darm-Passage ausgeschlossen.

89. Kunsttherapie/ Gestaltungstherapie

Künstlerischen Ausdrucksformen wie Malen, plastisches Gestalten oder Schreiben wird ein hohes therapeutisches Potenzial beigemessen, weil sie vielen schwer oder chronisch Kranken die Möglichkeit geben, ihre Krankheit besser zu verarbeiten und wenigstens für ein paar Stunden die Probleme zu vergessen, die sich aus ihr ergeben. Aus diesem Grund sind verschiedene Formen der Kunsttherapie inzwischen fester Bestandteil des psychosozialen Begleitprogramms vieler Kliniken und Reha-Einrichtungen. Künstlerisches Gestalten ist eine averbale Therapieform, die „inneren Bildern“, Gefühlen, Bedürfnissen und Vorstellungen Ausdruck verleiht und so als Spiegel für bewusste oder unbewusste Prozesse und Zustände angesehen werden kann. Jede kreative Produktion hat eine Ausdrucksseite, die einen seelischen Zustand offenbart und eine Eindrucksseite, die gleichzeitig auf den Produzenten zurückwirkt. Über sein Werk kann also der kreativ Schaffende, sei es mit sich selbst oder mit anderen, in einen Dialog treten.

90. Pumpen-Kids: Das Alter spielt keine Rolle

Seit Ende der 90er Jahre nimmt die Anzahl der Diabetikerkinder, die mit einer Insulinpumpe versorgt werden, ständig zu, denn diese Therapieform hat gegenüber der herkömmlichen intensivierten Insulintherapie einige Vorteile. Besonders in der Altersgruppe der 14- bis 18jährigen Diabetiker ist die Pumpentherapie enorm beliebt.

91. Diabetes: Alpha-Liponsäure lindert neuropathische Beschwerden auch bei oraler Gabe

Bei der diabetischen Neuropathie, einer Folgeerkrankung des Diabetes (siehe Befund Diabetes 2/2006, S. 4/5), sind typische Symptome Taubheitsgefühl, Brennen und Schmerzen in den Füßen. In einer jetzt in Diabetes Care veröffentlichten Studie wurde festgestellt, dass auch die regelmäßige orale Gabe von Alpha-Liponsäure diese Beschwerden auch lindern kann. Alpha-Liponsäure ist eine antioxidativ wirkende Substanz, die im Tierversuch bereits Nervenleitgeschwindigkeit und Nervendurchblutung besserte. In einer Metaanalyse, in der im Jahre 2004 die Daten von über 1.200 Patienten analysiert wurden, konnte eine deutliche Verminderung der neuropathiebedingten Schmerzen, der Taubheit und des Kribbelns nach dreiwöchiger Infusionsbehandlung mit 600 mg Alpha-Liponsäure pro Tag nachgewiesen werden.

92. Amputationen lösen die Probleme nicht

Nach Meinung von Dr. Wolfram Wenz löst die Amputation von Gliedmaßnahmen das Fuß-Problem von Diabetikern und auch bei älteren Menschen nicht. Im Gegenteil sei die erste Amputation eines Gliedes oft der Anfang vom Ende.

93. Magazine Befund Diabetes, Allergikus & Co. kostenfrei für Ihre Homepage

Die gfmk Verlagsgesellschaft bietet ab sofort als ergänzendes Angebot zu ihren kostenfreien Patientenmagazinen einen neuen Service: Alle Magazine stehen nun auch in digitalisierter Form auf www.gfmk.com zum Download zur Verfügung. Sie können kostenfrei auf der eigenen Homepage veröffentlicht und dort als zusätzliches Informationsangebot für Besucher bereitgestellt werden.

94. Können Medikamente die dramatische Zunahme von Diabeteserkrankungen verhindern?

Neue Medikamente können die Gefahr von Diabeteserkrankungen reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt die DREAM-Studie (Diabetes Reduction Assessment with ramipril und rosigliatzone Medication), die auf dem Symposium "The Metabolic Syndrom - a postprandial disease" in Dresden zum ersten Mal der deutschen Öffentlichkeit präsentiert wird. Zwar bleiben Lebensstiländerungen weiter die unverzichtbare Basis der Behandlung von Menschen mit Metabolischem Syndrom, doch könnten künftig neue Arzneien die Therapie bereichern. Die Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT, deren Ziel es ist, für die Gefahren des Metabolischen Syndroms zu sensibilisieren, lädt daher zu einem Pressegespräch ein, bei dem Experten Nutzen und mögliche Risiken der neuen medikamentösen Möglichkeiten erörtern.

95. Schlüsselmoleküle öffnen Heilungschancen

Unter Diabetes Typ II, häufig auch Alterszucker genannt, leiden in Deutschland fünf Millionen Menschen. Die Zahl der Alzheimer-Patienten wird auf 700.000 geschätzt. Doch die beiden Krankheiten verbinden in unserer älter werdenden Gesellschaft nicht nur die steigende Zahl von Betroffenen: Sie gehören beide zu den so genannten Amyloid- Krankheiten.

96. Statement des DDB-Bundesvorsitzenden Heinz Windisch: Du bist Deutschland – auch mit Diabetes

Alltäglich hören und sehen wir mehrmals im deutschen Fernsehen: „Du zeigst uns, dass es nie den falschen, sondern nur den richtigen Zeitpunkt gibt, dich zu bekommen. Du bist Deutschland!“ Dieser Spot meint Kinderfreundlichkeit und verspottet alle Kinder, die entweder schon mit der chronischen Erkrankung Diabetes mellitus Typ-1 zur Welt kommen, oder sie bereits in sehr jungen Jahren bekommen.

97. Insulin: Sorgfältig spritzen verhindert viele Probleme

Mit Hilfe von Pens ist das Insulinspritzen so einfach wie nie zuvor. Trotzdem treten immer wieder Probleme und Beanstandungen auf, sagt der Leiter der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, Professor Dr. Thomas Beck.

98. Pumpenkids – Therapieverantwortung liegt bei den Eltern

Robin ist zehn Jahre alt. Vor vier Jahren wurde bei ihm Diabetes festgestellt. Von Anfang an praktiziert er die intensivierte Insulintherapie. Das heißt, er muss vier Mal am Tag Insulin spritzen.

99. Insulinnadeln regelmäßig wechseln

Diabetiker sollten ihre Injektionsnadeln regelmäßig wechseln, denn schadhafte oder abgenutzte Nadeln verletzen das Gewebe stärker. Verklebte oder verstopfte Nadeln können außerdem die Dosierungsgenauigkeit beeinträchtigen. "Injektionsnadeln sind Einmalprodukte. Wenn Patienten in der Apotheke von mechanischen Defekten eines Insulinpens berichten, sind in sehr vielen Fällen die Injektionsnadeln verklebt oder verstopft"

100. Neue OP für Diabetikerfüße - Beseitigung von Engstellen kann Nervenschmerzen bei Zuckerkranken lindern

Viele Diabetiker leiden unter starken Nervenschmerzen, vor allem in Beinen und Füßen. Der Grund ist, dass die erhöhten Zuckerwerte im Blut die Nerven schädigen. Bei einem Teil der Betroffenen spielt noch eine andere Ursache eine Rolle: Die Nerven passieren in der Region zwischen Knie und Fußknöchel verschiedene Engstellen.

101. Akupunktur: Feine Nadeln, starke Wirkung

Die (fast) gute Nachricht vorab: Nach jahrelangem Ringen und mehrfacher Verschiebung entschied der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im April 2006, dass gesetzlich Versicherte ab sofort einen Anspruch auf Kostenübernahme einer Akupunkturbehandlung haben. Allerdings ist die Erstattung ausdrücklich nur für die Indikation chronischer Schmerz im Rücken oder der Knie beschränkt - und zwar von Ärzten mit Zusatzausbildung als Teil einer umfassenden Schmerztherapie. Patienten mit Kopfschmerzen, Hüft- oder Ellbogenbeschwerden müssen die Nadeltherapie dagegen selbst zahlen.

102. Behandlungsunterlagen dürfen eingesehen werden

Jeder Patient darf seine Behandlungs- und Krankenunterlagen einsehen, wenn er möchte. „Einen Anspruch auf Zusendung oder Aushändigung der Originalunterlagen haben Patienten jedoch nicht“, sagt Heike Wöllenstein, Referentin für Patientenrechte und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim AOK-Bundesverband. „Sie können verlangen, dass Kopien der Unterlagen angefertigt werden und können diese dann selbst beim Arzt abholen.“ Die Kosten für Kopien der Krankenakte trägt der Patient.

103. Sporttherapie in der Medizin

In dem soeben erschienenen interdisziplinären Werk "Sporttherapie in der Medizin" stellen erfahrene Sportmediziner zusammen mit Fachärzten aus anderen Bereichen evidenzbasierte Behandlungsansätze der häufigsten Krankheitsbilder vor. Prof. Martin Halle, Direktor der Sportmedizin am Klinikum rechts der Isar der TU München und einer der Herausgeber des Buches, erläutert:

104. Implantate: Diabetes und Osteoporose sind keine Kontraindikationen

Die Zahnärzte sind bei der Implantation künstlicher Zahnwurzeln in den letzten Jahren mutiger geworden. Sie pflanzen die Pfeiler aus Titan inzwischen beispielsweise auch Patienten mit Osteoporose oder Diabetes ein. Die Risiken einer Implantation bei solchen Erkrankungen sind heute kalkulierbar und können bei der Behandlung berücksichtigt werden, erklärt Professor Henning Schliephake, Göttingen,

105. VFA: „Bei zuckerkranken Kindern wird optimale Therapie zur Ausnahme“

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), der über die Erstattungsfähigkeit von Medikamenten entscheidet, hat beschlossen, dass künftig Kindern mit Diabetes sofortwirksame Insuline nicht mehr regelhaft auf Kassenrezept verordnet werden dürfen. Eine heftig kritisierte Empfehlung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gab für diese Entscheidung den Ausschlag.

106. Kosten von Arzneimitteln nicht zu Lasten der Patienten sparen

Studien zufolge verschlechtert sich die medizinische Versorgung von Patienten, wenn die Krankenkassen bestimmte cholesterinsenkende Medikamente nicht mehr über den Festbetrag hinaus erstatten. Über die Bewertung von Kosten und Nutzen von Arzneimitteln diskutieren auf dem diesjährigen 114. Internistenkongress Vertreter der Ärzte, der medizinischen Forschung und der Industrie im Rahmen des Frühjahrssymposiums der Korporativen Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).

107. Neue Studie zeigt: Es lohnt sich, den Blutzuckerspiegel frühzeitig zu senken, um Folgeerkrankungen zu vermeiden

Was Fachärzte bereits lange vermutet haben, ist nun wissenschaftliche Gewissheit: Die frühe Behandlung eines Typ 2 Diabetes mellitus kann schwere Krankheitsfolgen auch noch nach langjähriger Diabetesdauer verhindern. Britische Forscher haben in einer vor über 20 Jahren begonnenen Studie herausgefunden, dass die Senkung des Blutzuckerspiegels kurz nach der Diabetesdiagnose langfristig das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nieren- und Augenschädigungen, sowie frühzeitige Todesfälle senken kann.

108. Berberin: Chinesische Medizin soll bei Diabetes helfen

Ein Arzneimittel der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) könnte Patienten, die an Typ 2-Diabetes leiden, helfen. Zu diesem Ergebnis ist laut Pressetext eine Studie des Garvan Institute in Australien gekommen. Berberin kommt in den Wurzeln und Rinden einiger Pflanzen vor. Jetzt haben Wissenschaftler in Tests mit Nagetieren gezeigt, dass Berberin den Zuckerspiegel senken und auch das Gewicht der Tiere verringern konnte. Dies publizierten sie in dem Fachmagazin Diabetes.

109. Kasse muss zahlen, wenn Wirksamkeit belegt ist

Die Krankenversicherungen müssen in bestimmten Fällen auch dann die Kosten für ein Arzneimittel tragen, wenn es außerhalb seines therapeutischen Zulassungsgebietes eingesetzt wird („Off-Label-Use“). Das Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen hat entschieden, dass die Kasse die Kosten bei Off-Label-Use zu tragen hat, wenn die Wirksamkeit des Arzneimittels wissenschaftlich belegt ist (Az.: L 5 KR 144/03).

110. Insulinpumpentherapie – Keine Frage des Alters

In Deutschland findet die Pumpentherapie bei Diabetikern mit erhöhtem Insulinbedarf zunehmende Verbreitung, da sie gegenüber herkömmlichen Therapieverfahren einige Vorteile (z. B. die fein abgestimmte Insulingabe) aufweist. Dennoch muss die Entscheidung für diese Behandlungsmethode nach ausführlicher Beratung durch den behandelnden Arzt vom jeweiligen Patienten individuell getroffen werden. Zunehmend etabliert sich die Pumpentherapie auch für jüngere Patienten.

111. Diabetes-Patienten in DMP signifikant besser versorgt

Diabetes-Patienten, die in strukturierten Behandlungs- Programmen (Disease- Management- Programmen) medizinisch betreut werden, haben signifikante Vorteile gegenüber nicht DMP-Patienten, das ergab eine breit angelegte Studie, welche jetzt veröffentlicht wurde. Während DMP bei der Behandlung chronischer Erkrankungen anfangs umstritten war, belegen heute nachweisbare Fakten den Erfolg.

112. Atemanalyse gibt Auskunft über den Blutzuckerspiegel

Wissenschaftliche Untersuchungen an der Universität von Kalifornien, Irvine legen nahe, dass die Atemanalyse eine effektive, nicht-invasive Methode zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels sein könnte. Mithilfe eines Untersuchungsverfahrens, das primär zur Messung der Luftbelastung entwickelt wurde, haben die Forscher festgestellt, dass an Typ 1-Diabetes erkrankte Kinder mit einem erhöhten Blutzuckergehalt eine stark erhöhte Konzentration an Methylnitrat in der Atemluft aufweisen.

113. Mehr als ‚zuckerkrank’: Patienten mit Diabetes erfolgreich behandeln

Die Behandlung des Diabetes mellitus hat dann den größten Erfolg, wenn Patienten umfassend betreut werden: Neben Ärzten gehören Diabetesberater, Ernährungsberater und Psychologen zu einer professionellen Diabetes-Therapie. Wie solche Diabetes-Teams über viele Jahre erfolgreich zusammen arbeiten können, wird bei der diesjährigen Herbsttagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) diskutiert.

114. DDG: Neue Wirkstoffe für Augenerkrankungen durch Diabetes im Test

Neue Medikamente könnten zukünftig diabetisch bedingte Erkrankungen des Auges wirksamer behandeln. Durch Diabetes verursachte Erkrankungen der Netzhaut sind in Deutschland immer noch Hauptursache für Erblindung im Erwachsenenalter. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) bewertet die neuen Therapieoptionen als Fortschritt in der Diabetes-Therapie.

115. Die Versorgung übergewichtiger und adipöser Kinder und Jugendlicher in Deutschland

Angesichts einer hohen Anzahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher (rund 15 Prozent), von denen 6 Prozent unter starkem Übergewicht (Adipositas) leiden, besteht ein hoher Präventions- und Behandlungsbedarf. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach den Therapieangeboten.

116. Zahl der Sehbehinderten steigt weiter an

Ansatzpunkt für die Untersuchungen ist die Beobachtung, dass es bei den am häufigsten zur Erblindung führenden Krankheiten zum Untergang von Nervenzellen in der Netzhaut des Auges kommt. Dieser Zelltod wird vor allem ausgelöst durch das zunehmende Versagen von Hilfssystemen, wie der Durchblutung, dem Augeninnendruck und dem Immunsystem.

117. 40 Jahre Lichtkoagulation – 20 Jahre Pars plana-Vitrektomie (Glaskörperchirurgie)

Nach der Entdeckung des Insulins durch Banting und Best im Jahre 1921 konnte die Lebenserwartung von Diabetikern erheblich verlängert werden. Jedoch die inzwischen bekannten Spätkomplikationen – insbesondere Gefäßveränderungen, die mit Seheinbußen bis hin zur Erblindung einhergehende diabetische Retinopathie und die diabetische Makulopathie – mussten in Kauf genommen werden.

118. Nervenfreilegung verhindert Amputationen bei Diabetes

In Deutschland leiden mehr als vier Mio. Menschen an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Bei 30 bis 50 Prozent entwickelt sich die diabetische Nervenschädigung, genannt Neuropathie. Häufigste Symptome sind zuerst ein lästiges Kribbeln, später oft extreme Brennschmerzen und weitgehende Gefühllosigkeit an Händen und Füßen.

119. Harnteststreifen für Kontrolle des Diabetes ungeeignet

Diabetiker sollten ihre Therapie nicht mit Harnteststreifen kontrollieren, weil diese zu ungenau sind. „Harnteststreifen sind in der Früherkennung sinnvoll. Für die Therapiekontrolle bei Menschen, die gegen einen Diabetes behandelt werden, sind sie nicht ausreichend exakt. Außerdem erfassen sie keine Unterzuckerungen“,

120. Förderung für neue Therapien gegen Allergien und Diabetes

Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, der Humboldt-Universität zu Berlin und des Deutschen Rheuma- Forschungszentrums arbeiten gemeinsam an Impfstoffen, die schädigende Reaktionen des Immunsystems selektiv ausschalten.

121. Leiden Frauen und Männer anders? - Geschlechterforschung in der Medizin

Zuckerkranke Frauen erleiden fünfmal so häufig einen Herzinfarkt wie Frauen ohne Diabetes. Diabetikerinnen spüren seltener die typische Infarktsymptomatik. Der behandelnde Arzt ist also gefragt, der bei einer Frau die Blutzuckereinstellung besonders sorgfältig überwacht.

122. Nierenschäden bei Diabetikern nehmen rasant zu

Die Zahl der Diabetiker, die eine Nierenschädigung entwickeln und einer Nierenersatztherapie an der Dialyse bedürfen, nimmt explosionsartig zu. Inzwischen sind fast 40 bis 50 Prozent aller neuen Dialysepatienten Diabetiker. Laut Angaben der Deutschen Dialysegesellschaft stieg die Zahl der Dialysepatienten

123. Müdigkeit und ständig Durst – Zuckerkrankheit bei Kindern erkennen und behandeln

Marius (9) war in letzter Zeit häufig müde und hing lieber in seinem Zimmer herum, als mit seinen Freunden etwas zu unternehmen. Neben seinem Schreibtisch stapelten sich leere Flaschen, denn während Marius antriebslos vor seinem Computer saß, schüttete er Unmengen Saft und Limonade in sich hinein. Seine Eltern hatten sich zunächst nichts dabei gedacht, denn an heißen Sommertagen fühlten auch sie sich oft schlapp und tranken mehr als sonst. Erst als es wieder deutlich kühler wurde und Marius’ Verhalten sich nicht änderte, machten sie einen Termin beim Kinderarzt. Dieser stellte bei einer einfachen Blutuntersuchung fest, dass Marius’ Blutzuckerwert deutlich erhöht war.

124. Blutzuckerspiegel normalisieren trotz Insulinresistenz

Experimente mit insulinresistenten Mäusen zeigen, dass die Inaktivierung eines Proteins in der Leber zu einem normalen Blutzuckerspiegel führt. Auf diese Ergebnisse könnten zukünftig neue Therapiekonzepte aufbauen, um häufige Erkrankungen wie das Metabolische Syndrom oder Diabetes mellitus Typ 2 zu behandeln. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich einer aktuellen Veröffentlichung hin.

125. Diabetes-MOBIL: Langfristige Begleitung für Typ 2-Diabetiker

Menschen mit Typ 2-Diabetes können durch Lebensstiländerungen eine Menge tun, um Folgeerkrankungen zu verhindern. Das bedeutet insbesondere mehr Bewegung, eine geeignetere Ernährung und Abnehmen. Da es uns Menschen aber sehr schwer fällt, Alltagsgewohnheiten langfristig wirklich zu ändern, hilft die Begleitung durch einen „Coach“, der die Betroffenen immer wieder motiviert.

126. Gefäßsymposium "Vasynkon" in Düsseldorf: Diabetes und Gefäßerkrankungen

Laut Angaben der WHO gab es im Jahre 2006 in Deutschland acht Millionen Diabetiker. Diese Zahl soll im Jahr 2010 schon zehn Millionen bzw. 25 Prozent der Bevölkerung betragen. Hauptfolgeschäden des Diabetes sind auch Gefäßerkrankungen. Das Risiko betrifft sowohl die kleinen Gefäße, mit der Folge von Augen- und Nierenschäden, als auch die großen Gefäße, in denen arteriosklerotische Veränderungen zum Schlaganfall und zum Herzinfarkt führen können.

127. Therapie der diabetischen Retinopathie heute und morgen

Die diabetische Retinopathie stellt die häufigste Erblindungsursache im erwerbsfähigen Alter zwischen 30 und 60 Jahren dar. Verschiedene Studien zeigten Risikofaktoren für die Entstehung der diabetischen Retinopathie auf. Die Dauer des Diabetes und die Qualität der Blutzuckereinstellung – kontrolliert anhand des HBA1C-Wertes (glykolisiertes Hämoglobin)– stehen hierbei an erster Stelle.

128. Buchtipp: „Diabetes – 600 Fragen,600 Antworten“

Als Diabetiker hat man „tausend Fragen“ und eigentlich müsste das Buch 635 Fragen heißen, denn ebenso viele stellt die Typ 1-Diabetikerin Elisabetta Matelli ihrem behandelnden Arzt Prof. Dr. Ernst R. Froesch. Aus insgesamt 15 Themengebieten werden Fragen beantwortet. Aufgrund der Fülle der Fragen sind die Antworten meist kurz gehalten, jedoch ohne auf wichtige Informationen zu verzichten. Jedem Kapitel ist eine kleine Einführung in das jeweilige Thema vorangestellt. Nach einem Rückblick auf die Geschichte des Diabetes erläutern die Autoren das Wesen der Zuckerkrankheit und ihre verschiedenen Formen. Weiter geht es mit Informationen zur Ernährung, Therapie, Selbstkontrolle und der Schulung und Beratung von Diabetikern. Neben wissenschaftlichen Informationen bekommt man viele nützliche Tipps für den Alltag. So werden z. B. die speziellen Probleme auf den Gebieten Diabetes und Pubertät, Partnerschaft und Sexualität erörtert. Weitere Themen sind Diabetes und Sport, Reisen, Schwangerschaftsdiabetes, Diabetes bei Kindern und Jugendlichen, psychologische Aspekte der Diabeteserkrankung sowie Spätkomplikationen. Zuletzt geht es noch um mögliche neue Behandlungswege in der Zukunft.

129. Über Diabetes Buch führen

Diabetestherapie ohne Blutzuckerkontrolle und Dokumentation gleicht einem Blindflug! Nur die Selbstkontrolle und entsprechende Therapieanpassungen ermöglichen es, diabetisch bedingte Folgeschäden zu verringern oder zu vermeiden.

130. Kinder und Jugendliche mit Diabetes fordern Hilfe vom Europäischen Parlament

Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus aus 18 europäischen Staaten forderten das Europäische Parlament in Straßburg auf, ihr Recht auf Unterstützung beim Schulbesuch einheitlich umzusetzen. Anlass war der Weltdiabetestag, der jedes Jahr am 14. November stattfindet. Nach Angaben der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) sind in Deutschland etwa 25 000 Kinder und Jugendliche an Diabetes erkrankt.

131. Forscher bremsen Fortschreiten des Diabetes

Forscher der Universität Zürich haben eine neue Therapie gegen die Volkskrankheit Nummer 1 entwickelt und diese erfolgreich an Patienten erprobt. Die Therapie bekämpft die Ursache des Diabetes und kann anscheinend erstmals das Fortschreiten der Krankheit bremsen. Die Studie von Prof. Marc Donath erschien im renommierten New England Journal of Medicine.

132. Frankfurter Sportmediziner: "Es ist nie zu spät, aktiv zu werden"

Vieles, was Menschen als körperlichen Alterungsprozess empfinden, ist Ausdruck einer passiven Lebensweise: Sie werden zunehmend inaktiv und damit schwindet nach und nach die Bewegungsfähigkeit. Bis zu 30 Prozent der abnehmenden Leistungsfähigkeit zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr ist zu gleichen Teilen auf Rückbildung und Nichtgebrauch der Muskeln zurückzuführen.

133. Verhinderung von Organschäden bei Diabetes und Bluthochdruck

Wissenschaftler aus dem Center for Cardiovascular Research (CCR) der Charité-Universitätsmedizin Berlin haben neue Erkenntnisse zur Verhinderung von Organschäden durch Bluthochdruck und Diabetes gewonnen. Diese Forschungsergebnisse bieten den Wissenschaftlern des CCR jetzt die Grundlage für die Entwicklung einer neuen Medikamentenklasse.

134. Kinder und Jugendliche mit Diabetes benötigen spezielle Therapien

Diabetes mellitus ist die häufigste Stoffwechsel- erkrankung bei Kindern und Jugendlichen: In Deutschland sind etwa 25 000 an Diabetes Typ 1 oder Diabetes Typ 2 erkrankt. Obwohl es wirksame Behandlungs- und Versorgungskonzepte für Heranwachsende mit Diabetes gibt, werden diese noch nicht flächendeckend umgesetzt.

135. Studie: Gutes Behandlungssystem für diabetische Füße in Deutschland

Eine umfassende Bestandsaufnahme zum diabetischen Fuß ist bisher nie gelungen. Das soll sich nun ändern. Die EURODIALEStudie schloss im vergangenen Jahr insgesamt 1.229 Patienten an 14 verschiedenen europäischen Behandlungszentren ein. Über ein Jahr lang wurden dabei mehr als 90 verschiedene Parameter in monatlichen Untersuchungen erhoben und dokumentiert.

136. Gefäßerkrankungen im Vormarsch

Gefäßerkrankungen sind die Volkskrankheit Nummer 1 – und sie werden in Zukunft noch erheblich zunehmen. Die demographische Entwicklung und vor allem der massive Anstieg der Diabeteserkrankungen sind die Hauptgründe für diese Entwicklung. Schlaganfall, Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen der Beine mit Schaufensterkrankheit und schlimmstenfalls Beinamputation sind die Auswirkungen von Gefäßerkrankungen. Sie führen die Krankheits- und Todesstatistiken der über 65 Jährigen in Deutschland an.

137. Hypoglykämie

Maßgeblich für den Schwellenwert (ab dem eine Hypo wahrgenommen wird) ist zum einen der durchschnittliche BZ, den der Pat. bisher hatte. Ein Diabetiker, der z.B. bisher durchschnittliche BZs um 300 mg/dl hatte kann sich möglicherweise schon bei Werten um 100 oder 150 mg/dl hypoglykämisch fühlen.

138. Hyperglykämie

...ist ein Ansteigen des BZ-Wertes über den individuellen Zielwert des Pat. hinaus. Der Zielwert selber ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen des Pat. und soll einerseits hoch genug sein, damit der Pat. nicht so häufig eine Hypoglykämie bekommt und andererseits so niedrig wie möglich, um das Risiko des Auftretens von Spätschäden zu minimieren.

139. Genehmigt? Leben mit der Insulinpumpe

»Patienten tragen ihre Insulinpumpe nicht, weil sie diese chic finden, sondern weil sie Vorteile hat.« Das sagte Dr. med. Jens Kröger, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe am Diabeteszentrum Hamburg Bergedorf. Durch die Pumpentherapie könne der natürliche Insulinbedarf des Körpers am besten nachgeahmt werden.

140. Diabetes 2: Injektionen verbessern Krankheitsverlauf

Eine kurze Phase mit einer intensiven Insulin-Behandlung könnte das Fortschreiten der Erkrankung bei neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes verzögern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Sun Yat-Sen University gekommen. Patienten, die zu Beginn ihrer Behandlung eine Reihe von Injektionen erhielten, ging es ein Jahr später deutlich besser als jenen, die kurzfristig Medikamente nur oral eingenommen hatten.

141. Stellungnahme des Bundes diabetischer Kinder und Jugendlicher e.V. zum G-BA Beschluss vom 21.02.2008 über die Verordnungsfähigkeit von kurzwirksamen Insulinanaloga

Viele besorgte Eltern befürchteten das, was nun eingetreten ist: die Bewertung des IQWIG wurde von erwachsenen Menschen mit Diabetes auf Kinder und Jugendliche übertragen. Da sich sowohl die Pädiater als auch betroffene Familien darin einig sind, dass Kinder spezielle und zum Teil ganz andere Anforderungen an die medizinische Versorgung stellen, als ältere Erwachsene, ist es für uns untragbar, dass die kurz wirkenden Analoginsuline künftig für die jungen Diabetespatienten nicht mehr zur Verfügung stehen sollen.

142. Transplantationen von Schweinezellen auf Menschen sind umstritten

Die sogenannten Xenotransplantationen - die Übertragung von funktionstüchtigen Zellen zwischen verschiedenen Spezies - seien im vergangenen halben Jahr in einer Klinik in Moskau durchgeführt worden, berichteten die Mediziner bei einem Diabetes-Kongress in Wellington.

143. Diabetes richtig therapieren: Welche Insuline stehen zur Wahl?

Ist die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 gestellt, regulieren viele Patienten neben Diät ihren Blutzuckerspiegel zunächst durch Einnahme oraler Antidiabetika, durch die akzeptable Werte erzielt und wesentliche Verbesserungen der Lebensqualität gewährleistet werden können. Dennoch zeigt sich bei einer großen Anzahl von Betroffenen, dass sie langfristig nicht ohne den Einsatz von Insulin via Spritze oder Pumpe auskommen.

144. Bleibt die Lebensqualität auf der Strecke? Über den Nutzen der kurzwirksamen Analoga im Alltag von Kindern

Mein Name ist Juliane Zadow und das ist unsere Tochter Nina. Nina ist 11 Jahre alt und besucht die 5. Klasse eines Gymnasiums. Seit fünf Jahren hat Nina Diabetes und im Folgenden möchten wir Ihnen kurz darlegen, wie man heute – dank Analoginsulin – mit dem Diabetes gut leben kann. Wie alles begann: Am Anfang war die Diagnose wie ein Schock: Nina hatte plötzlich über zwei Wochen lang nachts größeren Durst, wirkte schlapp und müde. Vorsorglich prüfte ich mit einem Teststreifen aus der Apotheke auf Zucker im Urin.

145. Diabetes Typ 2: Erste umfassende Analyse zur Versorgungsqualität

Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus werden von Hausärzten ausreichend mit Insulin und Medikamenten gegen zu hohen Blutzucker behandelt. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Versicherten. Dies zeigt eine deutsche Langzeitstudie zur Versorgungsqualität von Patienten mit Diabetes Typ 2.

146. Parodontitis und Diabetes – ein gefährliches Duo

Wenn zwei Volkskrankheiten wie Diabetes und Parodontitis aufeinandertreffen, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland rund acht Millionen Menschen an Diabetes. Etwa 80 Prozent der Diabetes-Patienten sind älter als 40 Jahre und leiden an Diabetes Typ 2, auch Altersdiabetes genannt. Von einer Parodontitis an mindestens einem Zahn sind rund 70 Prozent der Erwachsenen im Alter von 35 bis 50 Jahren und über 80 Prozent der Senioren betroffen.

147. VDBD: G-BA-Beschluss gefährdet Lebensqualität von Menschen mit Typ-1-Diabetes

Mit tiefer Enttäuschung haben zahlreiche Menschen mit Typ-1-Diabetes auf das Votum des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 21. Februar 2008 reagiert. Demnach seien kurzwirksame Insulinanaloga teurer als Humaninsulin, wirkten aber nicht besser und seien deshalb nicht verordnungsfähig. Der VDBD wehrt sich vehement gegen diese patientenfeindliche Entscheidung, welche die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig gefährdet.

148. Kein Kind sollte wegen Diabetes sterben müssen

Für die Kinder in den Entwicklungsländern, die an Diabetes Typ-1 erkrankt sind, sieht die Zukunft düster aus. Nahezu 75.000 Kinder aus einkommensschwachen Ländern und Staaten mit niedrigem mittlerem Einkommen müssen mit ihrer Diabetes in hoffnungslosen Zuständen leben. Diese Kinder brauchen das lebensrettende Insulin, um zu überleben. Sogar noch mehr dieser Kinder benötigen dringend die Geräte zur Kontrolle, die Teststreifen und die notwendige Aufklärung, um ihre Diabetes und die lebensbedrohlichen Komplikationen, die mit der Krankheit zusammenhängen, in den Griff zu bekommen.

149. Diagnose vor Erkrankung senkt Risiko von Folgeerkrankungen bei Diabetes Typ-1

Diabetes Typ 1 lässt sich schon vor Beginn der Erkrankung feststellen. Ärzte können in solchen Fällen frühzeitig mit der Therapie beginnen und das Risiko für Folgeerkrankungen senken.

150. Einmonatsspritze gegen Diabetes scheint möglich

Eine Einmonatsspritze gegen Diabetes Typ 2 scheint möglich zu werden. Erste Zwischenergebnisse einer Nachfolgestudie der Universität Zürich und des Universitätsspitals bestätigen die Erfolgsaussichten der neuen Therapie, die im April 2007 vorgestellt worden war. Die neuen Resultate wurden von Prof. Marc Donath am 8. September 2008 am internationalen Diabetes-Kongress in Rom präsentiert, wo er als erster Schweizer mit dem Novartis-Preis für Diabetes ausgezeichnet wird.

151. Übergewicht bei Diabetes Typ 2 erfolgreich verringern

Sind Menschen mit Diabetes Typ 2 übergewichtig, besteht ein erhöhtes Risiko für Folge- und Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen. Um das Gewicht zu verringern, reichen in der Regel Medikamente nicht aus. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) hat deshalb in Zusammenarbeit mit drei anderen Fachgesellschaften die bestehende Leitlinie zur kombinierten Ernährungs-, Bewegungs-, Verhaltens- und medikamentöse Therapie ergänzt.

152. Die „Diabetes-Nanny“ kommt!

Nach der Erstbehandlung von Kindern mit neu entdecktem Diabetes in einer Klinik werden sie nach zehn bis 14 Tagen nach Hause entlassen. Dort beginnt der alltägliche Umgang mit der Erkrankung. Gerade das erste Jahr nach der Diagnose fordert von den Kindern und ihren Eltern viel Kraft und Ausdauer, um den Diabetes und seine Behandlung in das tägliche Leben zu integrieren.

153. Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom im Krankenhaus künftig nur noch unter bestimmten Umständen Kassenleistung

Für die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms (DFS) ist die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) im Krankenhaus künftig nur unter ganz bestimmten Umständen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnungsfähig. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Siegburg beschlossen.

154. Basistherapie

Egal welcher Typ auch immer diagnostiziert wurde, um eine Therapie wird man nicht herumkommen. Bei einigen wird es ausreichen, wenn sie ihren Lebensstil ändern (ausgewogene Ernährung, Körpergewicht auf Normal bringen, mehr körperliche Betätigung). Diese Maßnahmen werden daher oft auch als Basistherapie bezeichnet.

155. Höhere Lebenserwartung bei Patienten mit Diabetes Typ 2 durch multifaktorielle Therapie

Viele Menschen mit Diabetes Typ 2 haben auch einen erhöhten Blutdruck und gestörte Blutfett-Werte. Dies steigert ihr Risiko für Organschäden und Herz-Kreislauferkrankungen beträchtlich. Studienergebnisse zeigen, dass eine Therapie, die weitere Risikofaktoren neben dem Blutzucker berücksichtigt, das Risiko von Folgeerkrankungen deutlich senkt und die Lebenserwartung dieser Patienten erhöht.

156. Genauere Diagnostik und zukünftige Therapieoptionen

Fast alle Kinder und Jugendliche, die an Diabetes mellitus Typ 1 erkranken, haben charakteristische, körpereigene Abwehrstoffe im Blut. Die Autoantikörper sind die Folge vom Angriff des Immunsystems auf die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, in denen bei Gesunden das Hormon Insulin gebildet wird. Der Nachweis dieser Diabetes- Antikörper ist in den letzten Jahren ein wichtiger Bestandteil der Frühdiagnose geworden

157. DDG widerspricht Aussagen von IQWiG-Chef Prof. Sawicki zur Diabetes- Therapie

Menschen mit Diabetes Typ 2 müssen ihren zu hohen Blutzuckerspiegel senken, um Folgeerkrankungen des Diabetes vorzubeugen. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) widerspricht damit den öffentlichen Äußerungen von Professor Dr. med. Peter Sawicki, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

158. Impfung gegen Typ-1-Diabetes im Test

Ein internationales Wissenschaftler-Team wird eine Impfung gegen Typ-1-Diabetes testen. "Die Idee ist, gefährdeten Kindern und Jugendlichen eine Zeit lang regelmäßig Insulin als Pulver oder Nasenspray zu verabreichen", erklärt Professorin Dr. Anette-Gabriele Ziegler, Chefärztin am Klinikum München Schwabing und Leiterin des Instituts für Diabetesforschung

159. Insulinpumpen sinnvoll bei Diabetes Typ 1 einsetzen

Eine Insulinpumpe hat Vorteile für Menschen mit Diabetes Typ 1, deren Stoffwechsel sich mit der intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT) nicht ausreichend einstellen lässt. Bevor Krankenkassen eine Pumpe genehmigen, müssen Ärzte und Patienten den bisherigen Verlauf der Diabetes-Erkrankung und -Therapie umfangreich dokumentieren.

160. Transplantierte Zellen sorgen wieder für Insulin-Produktion

Zwei Wochen nach dem Eingriff bildet die seit 51 Jahren an Diabetes Typ 1 erkrankte Patientin wieder körpereigenes Insulin. Die Transplantation ist Ergebnis einer über zwei Jahre dauernden, aufwendigen Aufbauarbeit an Uniklinikum und Medizinischer Fakultät der TU Dresden.

161. Zukünftige Heilungschancen durch transplantierte oder regenerierte Betazellen

Die Erforschung der sog. Betazellen hat in den letzten Jahren wichtige Fortschritte gemacht. Betazellen sind Teil der Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse und produzieren Insulin. Ihre Zerstörung führt zum Typ 1-Diabetes. Wenn es gelingt, die zerstörten Zellen entweder durch Transplantation oder durch Neubildung von Zellen im Patienten zu ersetzen, könnte der bis heute unheilbare Diabetes mellitus heilbar werden. Die aktuellen Forschungsergebnisse stellten Experten auf der 42. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) vom 16. bis 19. Mai 2007 in Hamburg vor.

162. Klinikumsärzte transplantieren erstmals Bauchspeicheldrüse

Auch Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums, ist zufrieden: „Wir können die Patientin in einem erfreulich guten Zustand entlassen. Die beiden transplantierten Organe funktionieren gut.“ Trotz der Strapazen des Eingriffs und der nachfolgenden Therapien geht es Ines Schablick sicht­lich gut.

163. Frühe Erkennung und Therapie von geringfügigen Nierenschäden reduziert die Fälle von Nierenversagen, Herzversagen und Diabetes

Anlässlich einer Pressekonferenz im letzten November in Den Haag, an der auch der niederländische Gesundheitsminister Prof. Kingma teilnahm, forderte die Internationale Gesellschaft für Nephrologie die weltweiten Gesundheitsministerien auf, proaktives Albuminurie-Screening in die Vorsorgekataloge zu implementieren. Das würde ein frühzeitiges Erkennen von Nierenschäden ermöglichen, was wichtig wäre, da eine frühzeitige Behandlung das Fortschreiten des Nierenfunktionsverlustes aufhalten kann. Durch eine solche Früherkennung könne die Zahl der Patienten, die an Nierenversagen, Herzversagen oder auch an Diabetes leiden erheblich reduziert werden – und damit auch die daraus resultierenden Kosten für die Gesundheitssysteme.

164. Neue Therapien gegen diabetische Retinopathie

Diabetes mellitus kann auch die Netzhaut des Auges schädigen. Augenärzte sprechen dann von einer diabetischen Retinopathie, einer durch den Diabetes bedingten Netzhauterkrankung. Eine multifaktorielle Therapie kann das Auftreten von Netzhautkomplikationen zeitlich verzögern.

165. Warum bei Diabetikern die Nieren versagen

Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg haben einen entscheidenden Mechanismus entdeckt, der bei Diabetikern zum Nierenversagen führen kann: Durch die Überzuckerung bei einem Diabetes mellitus wird ein wichtiger Signalweg unterdrückt, der für die Funktion bestimmter Nierenzellen notwendig ist.

166. Selbständigkeit älterer Diabetes-Patienten erhalten

Etwa zwei Drittel aller Menschen mit Diabetes mellitus sind älter als 60 Jahre. Aufgrund des demografischen Wandels ist damit zu rechnen, dass dieser Anteil in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Oberstes Ziel der medizinischen Versorgung geriatrischer Patienten mit Diabetes mellitus ist der Erhalt der Selbständigkeit, damit sie die komplizierte Therapie möglichst lange eigenverantwortlich durchführen können.

167. Diabetischer Fuß: Amputationen vermeiden durch optimale Wundversorgung

Viele Diabetiker leiden am Diabetischen Fußsyndrom (DFS) oder seinen Folgen: Ausgelöst durch eine Schädigung der Nerven infolge von Diabetes, oft kombiniert mit einer Durchblutungsstörung der Beine, kann das DFS zu einer lebensbedrohlichen Entzündung führen, die früher häufig nur durch eine Amputation beherrscht werden konnte.

168. Diabetischer Fuß: Amputationen vermeiden durch optimale Wundversorgung

Viele Diabetiker leiden am Diabetischen Fußsyndrom (DFS) oder seinen Folgen: Ausgelöst durch eine Schädigung der Nerven infolge von Diabetes, oft kombiniert mit einer Durchblutungsstörung der Beine, kann das DFS zu einer lebensbedrohlichen Entzündung führen, die früher häufig nur durch eine Amputation beherrscht werden konnte.

169. Vom Staging zum Screening: Ganzkörper-TÜV durch Bild gebende Verfahren

Schnell und unkompliziert können heute komplette Organsysteme untersucht werden. Dies ermöglichen radiologische Ganzkörperverfahren wie die MRT, CT und Hybridsysteme wie PET/CT. Schon heute nehmen Ganzkörperbilder entscheidenden Einfluss auf die Therapieplanung bei Krebs, Herzkreislauf- und muskuloskelettalen Erkrankungen. Für ausgewählte Indikationen könnten die Hightech-Geräte aber auch für Screening-Untersuchungen genutzt werden. Ärzte führen dazu momentan eine Pilotstudie mit Diabetikern durch. Radiologen stellen erste Ergebnisse dieser Studie auf dem 87. Deutschen Röntgenkongress vor.

170. Blutzuckerkontrolle: Neue Standards bei Diabetes

Die langfristige Kontrolle des Blutzuckers ist ein wichtiges Ziel der Diabetes-Therapie. Allerdings können die Messergebnisse - je nach Methode und Labor - unterschiedlich sein. Die Deutsche Diabetes- Gesellschaft (DDG) hat sich internationalen Empfehlungen zur Standardisierung des Verfahrens angeschlossen und empfiehlt eine neue verbesserte Nachweismethode.

171. Blutzuckerselbstmessung sinnvoll in Diabetes-Therapie einbauen

Messen Patienten regelmäßig ihre Blutzuckerwerte, kann dies ihre Diabetes-Therapie verbessern. Die Diabetesorganisation diabetesDE und die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) setzen sich deshalb in einer Stellungnahme dafür ein, die Selbstmessung der Blutglukose-Werte als Bestandteil der Therapie weiterhin zu finanzieren und auf diese Weise hohe Kosten für Folgeerkrankungen des Diabetes zu vermeiden.

172. Typ 2-Diabetes besser behandeln

In einer Studie der australischen Monash University wurde ein entscheidender Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und der Entstehung von Typ 2-Diabetes nachgewiesen. Die Entdeckung könnte zur Entwicklung eines Medikaments zur Vorbeugung dieser Erkrankung führen.

173. Stoppt Stoßtherapie Typ-2-Diabetes?

Diabetes vom Typ 2 ist mit rund acht Millionen Erkrankten in Deutschland zu einem echten Volksleiden geworden. Behandelt wird die Stoffwechselerkrankung mit einer Kombination aus Lebensstiländerungen und blutzuckersenkenden Medikamenten. Nach mehrjähriger Dauer benötigen viele Betroffene zusätzlich Insulinspritzen.

174. 13 neue Diabetesmedikamente bis 2010

Um der weltweit drastisch wachsenden Zahl von Typ-2-Diabetikern gerecht zu werden, wollen forschende Pharmahersteller bis spätestens 2010 mindestens 13 Medikamente mit neuen oder verbesserten Wirkmechanismen auf den Markt bringen. Das berichtet die neue Ausgabe der »Neue Apotheken Illustrierte EXTRA Diabetes«

175. Kombinierte Transplantation für Diabetiker sinnvoll

Heidelberg (AP) Diabetiker profitieren langfristig davon, wenn ihnen gleichzeitig eine Niere und eine Bauchspeicheldrüse übertragen werden. Heidelberger Wissenschaftler konnten erstmals nachweisen, dass die Überlebenszeit der Empfänger und des verpflanzten Organs bei der kombinierten Transplantation bedeutend länger ist.

176. Stammzellen gegen Diabetes beim Kind?

Wenn Kinder an Diabetes Typ 1 erkranken, bedeutet das eine lebenslange Belastung und das Risiko zahlreicher Komplikationen wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen, Erblindung, Nierenversagen. Nun testet eine internationale Forschergruppe in München und Florida, ob Stammzellen aus dem eigenen Nabelschnurblut des Kindes den Verlauf der Krankheit mildern.

177. Untersuchung bei Erektionsstörungen trägt zur Früherkennung von Grunderkrankungen bei

In Deutschland leiden circa fünf Millionen Männer unter Erektionsstörungen, aber nur jeder zehnte Betroffene geht zu einem Arzt. Dabei kann die Behandlung von Erektionsstörungen zur Früherkennung von schwerwiegenden Grunderkrankungen beitragen. Wie wichtig ein solcher Risiko-Check ist und wie häufig bei solchen Untersuchungen bis dahin nicht erkannte Erkrankungen entdeckt werden, belegen Daten einer Studie aus den 1990er Jahren.

178. Wellness im Schwebezustand: Floating

Das Tote Meer auf ca. drei Quadratmetern – Floating, das etwa einstündige „schwerelose“ Schweben auf hautfreundlichem, stark salzhaltigen Wasser bewirkt tiefe körperliche und geistige Entspannung und kann zudem Schmerz lindernd, Blutdruck senkend und Wundheilung unterstützend wirken. Therapieergänzend kann Floating positive physische und psychische Auswirkungen haben, die chronisch Kranken den Krankheits- und Therapiealltag erleichtern können

179. Entdeckung eines neuen Gens öffnet Tür im Kampf gegen Krebs und Diabetes

Australische Wissenschaftler haben ein neues Gen entdeckt, das zu einem Durchbruch in der Bekämpfung von Brust- und Prostatakrebs sowie von Diabetes führen könnte. Das Gen wurde von Wissenschaftlern des Laboratory for Cancer Medicine am Western Australian Institute for Medical Research endeckt und SLIRP getauft. Das Forscherteam unter der Leitung von Professor Peter Leedman der University of Western Australia stellte fest, dass das Gen das Potential hat, jene Hormone auszuschalten, die Krebszellen am Leben halten – bei Brustkrebszellen das Östrogen und bei Prostatakrebszellen das Testosteron.

180. Erforschung von Stoffwechselprozessen bei diabetischen Mäusen: Blutzuckerspiegel normalisieren trotz Insulinresistenz

Experimente mit insulinresistenten Mäusen zeigen, dass die Inaktivierung eines Proteins in der Leber zu einem normalen Blutzuckerspiegel führt. Auf diese Ergebnisse könnten zukünftig neue Therapiekonzepte aufbauen, um häufige Erkrankungen wie das Metabolische Syndrom oder Diabetes mellitus Typ 2 zu behandeln.

181. Basisschulung reicht bei Diabetes nicht immer aus

Die meisten Menschen mit Diabetes leiden darüber hinaus an Folge- oder Begleiterkrankungen. Um das Risiko schwerer Folgen wie Unterzucker oder Amputationen von Gliedmaßen zu senken, fordert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) mehr problemspezifische Schulungen für Patienten. Diese ermöglichen Betroffenen auch mit Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes besser umzugehen und weiteren Komplikationen vorzubeugen.

182. Achtung: Fußpilz – Für Diabetiker keine Bagatellerkrankung!

Sie lauern auf den Fußböden in Hotelzimmern, in der Sauna, in Sporthallen oder in Gemeinschaftsduschen. Auch direkt von Mensch zu Mensch können sie übertragen werden. Die Rede ist von Pilzsporen. Fuß- und Nagelpilzerkrankungen sind hochgradig ansteckend, werden in den meisten Fällen durch denselben Erreger ausgelöst und treten oft gemeinsam auf.

183. Hypertonie und Medikamente beeinflussen Sexualität

Sexualstörungen im fortgeschrittenen Lebensalter können eine Reihe von Ursachen im emotionalen, mentalen oder organischen Bereich haben. Nicht selten liegen die Gründe dafür aber auch in Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, Rauchen oder Übergewicht.

184. Das Bochumer Gesundheitstraining (BGT) Ein ganzheitliches Programm zum „Weg Krankheit“

Die Forschung der letzten Jahrzehnte ist ein dichtes Geflecht aus neuen Erkenntnissen, Forschungsergebnissen und Therapieversuchen. Der Faktor „menschliche Psyche“ wird wahrgenommen, aber oft nicht angemessen in die Behandlung mit einbezogen.

185. Wie kann Typ 2 Diabetes optimal mit Insulin behandelt werden?

Typ 2 Diabetes ist eine fortschreitende Erkrankung. Fast alle Typ 2 Diabetiker brauchen irgendwann Insulin. Es gibt bislang kaum systematische längerfristige Studien und damit keine eindeutige Aussagen, zu welcher Insulintherapie einem bislang mit Tabletten therapierten Typ 2 Diabetiker geraten werden kann.

186. Neue Wirkstoffe erhöhen Qualität der Diabetes-Therapie

Neue Medikamente könnten die Therapie von Diabetes Typ 2 bald verbessern: Studienergebnisse zeigen, dass der Wirkstoff Rimonabant die gestörte Wirkung des körpereigenen Insulinhormons positiv beeinflusst. Zwei weitere, in Deutschland noch nicht zugelassene Wirkstoffe, verlangsamen im Tierversuch das Fortschreiten des Diabetes mellitus. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) erhofft sich von den neuen Mitteln eine höhere Behandlungsqualität.

187. Strukturierte Behandlungsprogramme in der Praxis - DMP Diabetes mellitus Typ 2 in Sachsen-Anhalt

Diabetes mellitus Typ 2 tut nicht weh. Und genau das ist die Gefahr. Die Krankheit wird meist zufällig entdeckt. So auch bei Ingrid von Borries aus Magdeburg. Heute engagiert sich die Rentnerin in der Selbsthilfe und im Diabetikerbund. Mit dem strukturierten Behandlungsprogramm DMP Diabetes mellitus Typ 2 in Sachsen-Anhalt hat sie gute Erfahrungen gemacht.

188. Schlechte Versorgung von Menschen mit Diabetes 2

Stuttgart (AP) Menschen mit Diabetes vom Typ 2 werden in Deutschland mangelhaft versorgt. Nur wenige Patienten erreichen die geforderten Therapieziele, wie die Ergebnisse einer bundesweiten Studie zeigen. Demnach sind bei vielen Diabetikern nicht nur die Blutzuckerspiegel zu hoch, sondern auch andere Probleme werden vernachlässigt.

189. Neue Wirkstoffe erhöhen Qualität der Diabetes-Therapie

Neue Medikamente könnten die Therapie von Diabetes Typ 2 bald verbessern: Studienergebnisse zeigen, dass der Wirkstoff Rimonabant die gestörte Wirkung des körpereigenen Insulinhormons positiv beeinflusst. Zwei weitere, in Deutschland noch nicht zugelassene Wirkstoffe, verlangsamen im Tierversuch das Fortschreiten des Diabetes mellitus. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) erhofft sich von den neuen Mitteln eine höhere Behandlungsqualität.

190. Therapie könnte besser sein

Beim Typ 2-Diabetes setzen Ärzte einer Studie zufolge zu lange auf den Nutzen von Bewegung und den Abbau von Übergewicht und warten zu lange mit der Arzneitherapie. Die meisten Patienten schafften das nicht, kritisierte die Leiterin der „Diabetes in Germany“-Studie (DIG), Dr. Petra Ott im Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber.

191. Warum es neu entdeckten Typ-1-Diabetikern manchmal plötzlich wieder besser geht

Beim Typ-1-Diabetes gehen insulinproduzierende Betazellen der Bauchspeicheldrüse unter. Beginnt bei frisch entdeckten Zuckerkranken dann die Insulintherapie, können sie sich vorübergehend wieder erholen. "Das bedeutet aber nicht, dass die Zerstörung der Betazellen zum Stillstand gekommen ist

192. Kranke Kinder: Wenn das Leben ruft

Prof. Dr. Andreas Merkenschlager von den Universitätsklinik für Kinder und Jugendliche über die Rolle von Familie, Schule und Freunden

193. Medizinische Universitätsklinik Heidelberg sucht Diabetiker als Teilnehmer an Studie zu neuem Therapieverfahren

Diabetes-Patienten, die unter Nervenschmerzen oder Missempfindungen an den Beinen (diabetische Polyneuropathie) leiden, kann durch ein neues Therapieverfahren mit elektrischer Muskelstimulation möglicherweise geholfen werden. Dank erster überzeugender Ergebnisse mit dem neuen Verfahren starten Ärzte der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg jetzt eine klinische Studie, in deren Rahmen eine größere Anzahl von Diabetikern behandelt wird.

194. Neuer Diabetes-Therapieansatz: Transplantation „verkapselter“ Inselzellen

Einer Bochumer Forschergruppe ist es gelungen, für die Transplantation vorgesehene Insulin produzierende Inselzellen in tierexperimentellen Untersuchungen durch Einschluss in eine spezielle Mikrokapsel vor der Immunabwehr des Empfängers zu schützen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) sieht darin eine Möglichkeit, künftig mehr Typ 1-Diabetikern als bisher durch eine Inselzelltransplantation zu helfen.

195. G-BA aktualisiert Disease-Management- Programme für Diabetes mellitus Typ 1 und 2

Damit stellt der G-BA sicher, dass für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2, die im Rahmen eines DMP behandelt werden, der medizinische Fortschritt in der sektorenübergreifenden Versorgung nach evidenzbasierten Kriterien Berücksichtigung findet. Beim DMP Diabetes mellitus Typ 2 handelt es sich bereits um die zweite Aktualisierung.

196. Diabetesleitlinien jetzt auch „zuckerreduziert“

Die American Diabetes Association (ADA) bezieht erstmalig kohlenhydratarme Ernährung als Alternative in der Behandlung und Prävention von Diabetes mellitus mit ein. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass sich mit einer kohlenhydratreduzierten Ernährung erkrankungsabhängige Parameter des Stoffwechsels, bei vorheriger Beeinträchtigung, wieder regulieren.

197. DGE: Hormontherapie für ältere Männer

Sinkt bei Männern im Alter der Spiegel der männlichen Geschlechtshormone, beeinträchtigt dies nicht nur Leistung, Liebe und Lust sondern auch den Stoffwechsel: Testosteronmangel begünstigt bei älteren Männern das Metabolische Syndrom - ein tödliches Quartett aus Bluthochdruck, gestörtem Fett- und Zuckerstoffwechsel und Übergewicht.

198. Buchtipp: Relax! Der schnelle Weg zu neuer Energie

Das 2001 bei Gräfe und Unzer in München erschienene Buch erfüllt schon beim Durchblättern die Aufforderung seines Titels. Dazu trägt der gut recherchierte, freundlich und anregend formulierte Text ebenso bei wie die stimmungsvollen Bilder. Es enthält Ratschläge, Hinweise und Rezepturen, Weisheiten, Erfahrungen und Erkenntnisse für Verwöhnprogramme, die uns nicht in teure Wellness-Center führen, sondern die nur wenig mehr kosten als den Willen, sich Zeit und Liebe für sich selbst zu nehmen. „Er kommt schnell und bleibt gern etwas länger: Stress ist eine trickreiche Sache. Wir können uns aber mit ihm arrangieren, das Beste daraus machen und die Anspannung mit Entspannung ausgleichen. Deshalb haben wir für Sie und uns ‚Relax!’ geschrieben.“, bekennen die Autorinnen eingangs ihres Buches und führen uns sogleich zu den Top 12 der Wellness-Oase: Massagebürste und Meersalz, Duftkerzen und Turnschuhen, Musik und Badeschwamm, Badeöl und weichen Socken, Thermometer und Bananen, angewärmten kuscheligen Handtüchern und der Teetasse.

199. DMP – Das Disease Management-Program

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Krankheits-Verwaltungs- Programm“. Es wurde entwickelt um die Behandlung von ausgewählten chronischen Erkrankungen qualitativ zu verbessern und die Zusammenarbeit von Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten, Reha-Einrichtungen und sonstigen medizinische Institutionen aufeinander abzustimmen.

200. Ergebnisse ACCORD- und ADVANCE-Studien: Blutzucker bei Typ-2-Diabetes ohne Nebenwirkungen senken

Den Blutzucker langfristig zu normalisieren, bleibt ein zentrales Ziel in der Behandlung des Typ-2- Diabetes mellitus. Nur so lassen sich Spätfolgen der Erkrankung verhindern. Oberste Priorität in der Therapie hat jedoch die Vermeidung von Risiken und Nebenwirkungen der Blutzucker senkenden Medikamente. Dies teilt die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) nach Auswertung der Ergebnisse zweier Studien mit

201. Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung bei neuen Behandlungsmethoden - „Bioresonanztherapie“

Einem Patienten mit gesetzlicher Krankenversicherung, für dessen lebensbedrohliche Krankheit eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Behandlung nicht zur Verfügung steht, darf nicht von der Leistung einer von ihm gewählten, ärztlich angewandten Behandlungsmethode (z. B. Bioresonanztherapie) ausgeschlossen werden, wenn eine nicht entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder eine spürbar positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht. Damit hat das Bundesverfassungsgericht erstmals die Leistungspflicht von gesetzlichen Krankenversicherungen unter bestimmten Voraussetzungen auch für Leistungen festgestellt, die medizinisch nicht anerkannt sind

202. Pre-POINT (Primary Oral / intranasal INsulin Trial) - Schutz vor Typ 1 Diabetes durch Insulin-Impfung

Bei der Pre-POINT Studie handelt es sich um eine Impfung gegen Typ 1 Diabetes. Durch die vorbeugende Behandlung mit Insulin soll bei Kindern mit sehr hohem Diabetesrisiko bereits die Entwicklung von "Diabetes- Antikörpern" im Vorfeld eines Diabetes verhindert werden. Bei der Studie handelt es sich also um eine so genannte "Primärpräventionsstudie".

203. Wohin führt der Nationale Aktionsplan Diabetes mellitus?

Dieses Eckpunktepapier wurde vom Nationalen Aktionsforum Diabetes mellitus (NAFDM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) erstellt. Im Februar 2008 wurde es im Rahmen der 3. Vollversammlung des NAFDM vorgestellt und zusammen mit Vertretern des BMG diskutiert.

204. Neue Erkenntnisse für die Diabetes-Vorbeugung

Dr. med. Norbert Stefan, Medizinische Klinik und Poliklinik IV, Universität Tübingen, ist auf der "ernährung 2006", der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V., in Berlin für seine Forschungen zu den Auswirkungen von Veränderungen des Lebensstils auf Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 und deren genetische Anlagen ausgezeichnet worden. Er erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis des Instituts Danone Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE). Der Preis wird jährlich verliehen und wurde zum zweiten Mal für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaften beziehungsweise der Ernährungsmedizin vergeben.

205. Medikamentöse Therapie bei Typ 2-Diabetes

Die Therapie bei Typ 2-Diabetes gestaltet sich oftmals schwieriger als bei der Typ 1-Erkrankung und verlangt in vielen Fällen Modifikationen ganz unterschiedlicher Art, denn nicht nur die bei jedem Patienten individuell ausgeprägten Symptome Insulinresistenz bzw. -defizit gilt es zu berücksichtigen, sondern z. B. auch die Dimension der jeweiligen Stoffwechselkompensation, bestehende Begleit- und Folgekrankheiten sowie die Fähigkeit des Patienten zur Compliance,

206. DDG warnt vor schweren Spätfolgen: Diabetes Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen häufig unentdeckt

In Deutschland gibt es eine hohe Anzahl von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen. Die Folgen sind immer jüngere Menschen mit Gefäßerkrankungen, Stoffwechsel- störungen oder Diabetes mellitus Typ 2. Experten der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) vermuten eine große Dunkelziffer bei Kindern und Jugendlichen, die unentdeckt an Diabetes Typ 2 erkrankt sind.

207. Nierenerkrankungen – ein Problem der Volksgesundheit

Diabetes, insbesondere der Typ 2 Diabetes, ist eine Wohlstandskrankheit. Die Zahl der Diabetiker, die eine Nierenschädigung entwickeln und einer Nierenersatztherapie an der Dialyse bedürfen, nimmt explosionsartig zu. Vorbeugend sollte daher jeder – und besonders die Personen, in deren Familien bereits Diabeteserkrankungen aufgetreten sind – auf sein Gewicht, seine Ernährung und ausreichende Bewegung achten. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass das Risiko zu erkranken um bis zu 58 Prozent reduziert werden kann, wenn potentiell gefährdete Menschen ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen und ihre körperlichen Aktivitäten steigern.

208. Typ-2-Diabetiker frühzeitig mit evidenzbasierter Fixkombination behandeln

Bluthochdruck ist der wesentliche Risikofaktor für die Entwicklung von Organschäden und ist letztendlich für die hohe Sterblichkeit von Typ-2-Diabetikern verantwortlich. Wie eine große klinische Studie (ADVANCE1-Studie) bei über 11.000 Typ-2-Diabetikern zeigt, kann eine frühzeitige Behandlung initial mit dem Kombinationspräparat aus dem ACE-Hemmer Perindopril und dem direkt gefäßaktiven Thiazid-Analogon Indapamid die Entwicklung von Folgeschäden an Herz und Niere verhindern.

209. Diabetes lässt die Nerven schmerzen…

Laut Schätzungen erkranken 15 Prozent aller länger erkrankten Diabetiker an so genannten diabetischen Polyneuropathien, also Nervenschädigungen, die durch ihre Erkrankung ausgelöst werden. Diese können sich ganz unterschiedlich zeigen und auch verschieden stark auftreten: Sensibilitätsstörungen (zumeist in den Händen und Füßen) können erste Anzeichen für eine Nervenschädigung sein.

210. Wenn der Fuß nicht mehr heilt – Zahl der Amputationen bei Diabetikern steigen

Besonders gefährlich wird es, wenn gleichzeitig die Nervengefäße im Fuß- und Beinbereich geschädigt sind. Darunter leiden in Deutschland ein Viertel der Diabetes-Patienten. Sie spüren bei Verletzungen keinen Schmerz und kommen deshalb oft zu spät zur Behandlung einer offenen, nicht heilenden Wunde. Im schlimmsten Fall muss der Zeh, der Fuß oder sogar das Bein amputiert werden.

211. Vitamin B1-Mangel fördert Folgeerkrankungen

Diabetiker leiden sehr häufig an einem ausgeprägten Vitamin B1-Mangel, der wiederum in engem Zusammenhang mit den gefürchteten Folgeschäden des Diabetes an Blutgefäßen und Nerven zu stehen scheint. Zu diesem Ergebnis kam die Studie eines Forscherteams um Paul Thornalley von der Universität Warwick in England.

212. Mikroangiopathie

Davon betroffen sind fast alle Gewebe, denn die Mikroangiopathie stellt eine Schädigung der kleinsten Blutgefäße, der Kapillaren dar. Die Pathogenese (=Krankheitsentstehung) sowohl der Mikroangiopathien als auch der Neuropathien wird direkt auf den erhöhten Blutzucker zurückgeführt. (=Anlagerung von Glucosemolekülen an Gewebseiweiß).

213. Neuropathische Schmerzen messbar machen

Neue Forschungsergebnisse des Deutschen Forschungsverbundes Neuropathischer Schmerz (DFNS) zur Quantitativ Sensorischen Testung (QST) - die besonderen Forschungsanstrengungen des BMBF geförderten Projektes jetzt auch international gewürdigt.

214. Neue Studie: Hochtontherapie hilft bei Polyneuropathie

Jeder dritte Patient mit Typ2-Diabetes entwickelt Nervenschädigungen, die sich durch Taubheit, „Ameisenlaufen“ oder einschießende Schmerzen in den Füßen und Beinen bemerkbar machen. Die Hochtontherapie lindert diese Beschwerden durch eine tiefgehende medizinische Muskelstimulation – die Behandlung kann sogar zuhause mit einem speziellen Patientengerät durchgeführt werden.

215. Viele Zuckerkranke offenbar nicht optimal behandelt

Berlin (AP) Viele der knapp 7,4 Millionen Zuckerkranken in Deutschland werden nach Darstellung von Experten nicht optimal versorgt. Die Behandlungsergebnisse seien überraschenderweise im europäischen Vergleich nur mittelmäßig, berichtete das neue Bündnis «DiabetesDE» aus Anlass des Weltdiabetestags am Freitag in Berlin.

216. Spätkomplikationen

Vorrangiges Ziel einer Diabetes-Therapie ist nicht – wie man vielleicht meinen könnte – eine gute BZ-Einstellung, sondern die weitestgehende Vermeidung diabetischer Spätschäden! (Die gute BZ-Einstellung ist Mittel, um dieses Ziel nach Möglichkeit auch zu erreichen und hat den angenehmen Nebeneffekt, daß es sich damit angenehmer lebt; denn man bleibt von den Symptomen einer Hyperglykämie (Durst, Harndrang, Abgeschlagenheit) verschont) Unter diabetischen Spätschäden versteht man gesundheitliche Schädigungen, die ursächlich auf den DM zurückzuführen sind.

217. Ketoazidose

Wenn ein Insulinmangel längerfristig anhält, so kann der Organismus seinen Energiebedarf nicht mehr aus Glucose decken, sondern verwertet freie Fettsäuren, die aus dem Abbau von Körperfett entstehen (das nennt man “Lipolyse”). Es entstehen dabei aber nicht nur freie Fettsäuren, sondern auch Ketonkörper, wie z.B. das Aceton.

218. Diabetiker werden von Ärztinnen besser versorgt als von Ärzten

Ob eine Ärztin oder ein Arzt sich um die Behandlung eines Diabetikers bemüht, macht in mancherlei Hinsicht einen deutlichen Unterschied. Dies zeigt eine Studie der Medizinischen Klinik II der Universität Köln an mehr als 50.000 Patientinnen und Patienten. Ob Blutzucker, Blutfette oder Blutdruck – die Behandlungsziele werden bei der Volkskrankheit Diabetes durch Leitlinien vorgegeben, an denen sich Ärzte und Patienten orientieren sollen.

219. Diabetes und Hypertonie - Blutdruckkontrolle für Diabetiker genauso wichtig wie Blutzuckereinstellung

Diabetiker sollten sich daher neben einer normnahen Blutzuckereinstellung in jedem Fall auch um eine Blutdrucknormalisierung bemühen, da die Betroffenen ohnehin grundsätzlich ein deutlich höheres Risiko für Gefäßkomplikationen haben als Nichtdiabetiker. Sowohl bei Patienten mit Typ 1- als auch mit Typ 2-Diabetes ist ein gehäuftes Auftreten der arteriellen Hypertonie feststellbar.

220. Schmerzen: Erscheinungsformen und Behandlungsmöglichkeiten

In Deutschland leiden etwa 7,5 Millionen Menschen unter dauerhaften Schmerzen, die von vielen chronisch erkrankten und insbesondere von älteren Menschen häufig als unausweichlich akzeptiert werden. Unbehandelte Schmerzen können jedoch den Betroffenen das Leben zur Hölle machen. Dabei könnte vielen Betroffenen durch eine angemessene und differenzierte Schmerztherapie geholfen werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Patienten aktiv das Gespräch mit dem behandelnden Arzt suchen und auf ihr Leiden aufmerksam machen.

221. Früh erkannt, kann Diabetes gut behandelt werden

Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Diabetes mellitus - und es werden immer mehr. "Um schwere Folgeschäden zu verhindern, ist es wichtig, dass die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt wird", sagt Dr. Steffen Hilfer.

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