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Eine wichtige Therapiemaßnahme bei COPD ist die Raucherentwöhnung

Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin stellt die Raucherentwöhnung einen wichtigen Therapiebaustein bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) dar.

In ihrer Patienteninformation führen sie aus, dass eine Tabak-Entwöhnung bei COPD-Patienten zwingend notwendig sei. Denn eine Entwöhnung hat positive Auswirkungen nicht nur auf die Lungenfunktion und auf mögliche Infekte der Atemwege und der Lunge, sondern auch auf die Sterblichkeit.

Verbesserung der Lungenfunktion

Langjährige wissenschaftliche Studien ergaben, dass die Aufgabe des Rauchens zu einer Verbesserung der Lungenfunktion führt. Die Ergebnisse zeigten sogar, dass einer von drei Rauchern mit leichter und mittelgradiger COPD mit dem Aufhören eine Verschlimmerung der COPD verhindern konnte.

Infekte der Atemwege und der Lunge verringern

Es zeigte sich in Studien, dass erfolgreich Entwöhnte an signifikant weniger Atemwegsinfektionen erkrankten. Des Weiteren belasteten solche Infektionen die Lungenfunktion nicht so stark. Weiterhin hatten COPD-Patienten nach der Entwöhnung weniger Husten, Auswurf und Atemnot. Es gab generell eine größere Resistenz der Atemwege.

Darüber hinaus zeigte eine Studie, dass eine Rauchentwöhnung zu einer niedrigeren Sterblichkeit bei COPD-Patienten führte.

Wichtig ist, dass die Rauchreduzierung keine Alternative zu einer kompletten Rauchentwöhnung darstellt.

Rauchentwöhnungsprogramme

Rauchentwöhnungsprogramme müssen mit psychologischer Unterstützung und mit medikamentöser Hilfe ergänzt werden. Die Kombination der unterschiedlichen Aspekte führte zu den besten Ergebnissen. Die psychologische Betreuung ist insofern notwendig, da der Suchtgrad bei COPD-Patienten größer ist als bei nichterkrankten Rauchern. Zum anderen kommt es bei Erkrankten öfters zu depressiven Episoden, die mit psychologischer Hilfe behandelt werden müssen.

Wenn ein COPD-Patient mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte er zuerst mit seinem Hausarzt und/oder seinem betreuenden Pneumologen Kontakt aufnehmen, dieser kann dann spezielle Programme vermitteln. Es gibt unterschiedliche Programme, die ambulant und stationär oder anlässlich einer Rehabilitation durchgeführt werden können.

Quelle: COPD und Asthma 1/12

17.01.13

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